Vernissage: TRANSGRESSIONS #2 mit Ludwig Technique und Anna Pompermaier / Cenk Güzelis / Burkart Schwaighofer

Diese Woche eröffnen wir in der p.m.k TRANSGRESSIONS #2
Vernissage: DO 02.07.20 um 19:00 Uhr – Eintritt frei
mit Ludwig Technique – „Governance“ und
Anna Pompermaier / Cenk Güzelis / Burkart Schwaighofer – „ABVXHMN“
Ort: p.m.k – Viaduktbogen 18-20, 6020 Innsbruck

Informationen:
Ludwig Technique – Governance
Governance ist eine selbst-referentielle Maschine, welche die These „there is no observation without manipulation“ visualisiert. Eine optische Feedback-Schleife dient als Basis für eine verteilte Videoinstallation. Die fraktalen Muster, die durch die ständige Reproduktion ihrer selbst entstehen, werden digital vervielfältigt, Ausschnitte vergrößert und verteilt wiedergegeben. Dabei wird der wiederholte Wechsel der Medien als zeitliche und räumliche Verzerrung sichtbar. Die Verarbeitung des Geschehenden beeinflusst das Gezeigte. Der Titel verweist auf die Metaebene der sozialen Interaktionen, in denen ebenfalls die Grenze zwischen Medium und Message verschwimmt.

ABVXHMN Above Human – epidemic sphere
An Interactive Spherical Projection Mapping Installation

Die Pandemie erzeugt ein diffuses Gefühl der Zugehörigkeit. China – Japan – USA – Südkorea – Thailand – Vietnam – Nepal – Singapur – Taiwan – Australien – Iran – Türkei – Italien – Deutschland – Österreich – Großbritannien – Norwegen – Spanien – Island – Brasilien – Peru… Das Virus breitet sich aus, nimmt Territorien ein und hinterlässt Spuren. Es pulsiert, vibriert, interagiert in und mit den diversen Sphären: es drängt in den privaten Raum, redefiniert die Sphäre des Öffentlichen, des Sozialen, der Wirtschaft, der Kommunikation. Es ist aber auch eine Art postdigitale Entität, wenn es in den Kategorien des Globalen, des Großen oder Kleinen, des Primitiven, des Gleichen oder (Un)Territorialen gedacht wird.

ABVXHMN macht das Unsichtbare sichtbar, das Immaterielle materiell. Die laufend aktualisierten Daten zur Ausbreitung von Covid-19, die weltweiten Infektionen, Todesfälle und Genesungen, werden in einer interaktiven und audiovisuellen 3D-Projektion übersetzt. Dabei geht es nicht nur um eine akustische und visuelle passive Erfahrung, sondern vielmehr um einen aktiven und kommunikativen Akt: das Globale Außen fließt in das Lokale Innere und verschmilzt zu einem Raum der Koexistenz. In Anlehnung an Peter Sloterdijk wird die „Sphäre“ zum Sinnbild für „Räume des Zusammenlebens“, als Räume, die sich mit entscheidenden Informationen befassen, um daraus ein besseres Verständnis der Menschheit zu entwickeln.

abovehuman