Projektbeschreibung: Haute Couture StraßenChef*in (hc-strache.at)
Kurzbeschreibung:
Mit der künstlerischen Intervention „Haute Couture StraßenChef*in“ wurde mit der Domain hc-strache.at ein provokantes Gegennarrativ zur politischen Realität rechtspopulistischer Symbolpolitik etabliert. Das Akronym „HC“ wird hierbei aus seinem gewohnten Kontext gelöst und queeren, empowernden Bedeutungen zugeführt. Die Aktion ist eine ironische Aneignung, die sich performativ, digital und symbolisch gegen rechte Raumaneignung richtet und stattdessen queere Sichtbarkeit, Street-Style-Ästhetik und politische Fantasie auf die Bühne bringt.
Zielsetzung:
- Subversive Umdeutung politisch aufgeladener Zeichen durch kreative Intervention
- Sichtbarmachung queerer, migrantischer und widerständiger Ästhetiken im öffentlichen Raum
- Förderung digitaler Kulturarbeit als künstlerisches Mittel gegen rechte Vereinnahmung
- Aktivierung von Diskursen zu Eigentum, Öffentlichkeit und digitaler Souveränität
Maßnahmen und Formate:
- Registrierung und inhaltliche Umcodierung der Domain hc-strache.at
- Aufbau einer künstlerischen Webpräsenz als Street Fashion-Modehaus: Haute Couture StraßenChef*in
- Fotoshootings mit Performer*innen, Aktivist*innen und Symphatisant*innen
- Begleitende Formate (Vorträge und Workshops) zum Thema digitale Satire, Antifaschismus und ästhetischer Widerstand
- Kooperationen mit verschiedenen Initiativen, Künstler*innen und antifaschistischen Netzwerken
Hintergrund:
Die Domain „hc-strache.at“ stand in der österreichischen Öffentlichkeit sinnbildlich für den politischen Aufstieg und Fall eines rechtspopulistischen Akteurs. Mit dieser Intervention wird dieser digitale Raum nicht nur entwaffnet, sondern neu codiert: als Ort für Empowerment, für satirische Modekritik und für das Recht auf digitale Selbstermächtigung. „Haute Couture StraßenChef*in“ versteht sich als performativer Schutzmechanismus gegen rechte Erzählungen – mit Style, Haltung und Witz.
Langfristige Vision:
Die Aktion soll als Pilotprojekt für eine Serie von „digital reclaimings“ fungieren, bei der Domains, Begriffe oder Symbole aus hegemonialer Hand subversiv umgedeutet und künstlerisch transformiert werden. Ziel ist es, eine digitale Infrastruktur kritischer Kunstpraxis aufzubauen, die sowohl sichtbar als auch politisch wirksam ist.
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„hc-strache.at: Haute Couture STRaßenCHEf*in“ ist ein interaktives, transmediales und aleatorisches Aktionskunstprojekt, das am 11. Jänner 2016 gestartet wurde und mit einer Gerichtsverhandlung am 25. Februar 2016 seinen Höhepunkt fand.
Durch die Verbreitung von damit in Beziehung stehenden Propaganda-Artikeln wie T-Shirts und Kopftücher lebt das Projekt auch jenseits meiner eigenen Initiative in der gesellschaftlichen Realität weiter.
Es begreift sich sowohl in der Tradition der Aktionskunst und der „Propaganda der Tat“, als auch in der Konzeptkunst, verhaftet. Zusätzliche Einflüsse finden sich auch in der Memtheorie.
Das Projekt wurde über verschiedene Kanäle verwirklicht (online, offline, TV, Print und im gesellschaftlichen Prozess). Mehrere Akte („AKTIONEN“) steckten dabei einzelne Episoden des Projektes ab.
Das beständige Dokumentieren des Agierens und Reagierens, sowie die Interaktionen der Öffentlichkeit (REAKTIONEN), waren dabei genau so Teil des Aktionskunstprojektes, wie meine AKTIONEN die die Anstöße lieferten.
Der Verlauf des Projektes lässt sich im Blogarchiv dieser Website nachlesen;
HIER finden sich weitere Informationen sowie beinahe sämtliche Pressereaktionen dazu.

