Haute Couture StraßenChef*in
Digitale Aktionskunst und symbolische Umcodierung
Projektbeschreibung
Mit der Intervention Haute Couture StraßenChefin* wurde 2016 die Domain hc-strache.at als künstlerischer Handlungsraum genutzt. Ziel war es, politisch stark aufgeladene Begriffe („HC“ und „Das Kopftuch“) aus ihren aktuellen gesellschaftspolitischen Kontexten zu lösen und in eine empowernde und queere Bedeutung zu überführen.
Die Arbeit versteht digitale Infrastruktur nicht als neutral, sondern als symbolischen Raum, der gesellschaftlich umkämpft ist. Durch die bewusste Umcodierung einer Domain wurde ein Gegennarrativ zur politischen Symbolpolitik etabliert – nicht durch direkte Konfrontation, sondern durch ironische Aneignung und ästhetische Transformation.
Zielsetzung
• Subversive Neuinterpretation politisch besetzter Zeichen
• Sichtbarmachung queerer und migrantischer Ästhetiken im digitalen Raum
• Stärkung digitaler Kulturarbeit als Mittel künstlerischer Intervention
• Anstoß einer Debatte über digitale Öffentlichkeit, Eigentum und Deutungshoheit
Umsetzung
• Registrierung und künstlerische Bespielung der Domain hc-strache.at
• Aufbau einer Webpräsenz für das Street-Fashion-Label („Haute Couture StraßenChef*in“)
• Fotoshootings mit Performer*innen und Aktivist*innen
• Vorträge und Workshops zu digitaler Satire und symbolischer Aneignung
• Kooperationen mit Künstler*innen und zivilgesellschaftlichen Initiativen
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Kontext und Verlauf
Das Projekt startete am 11. Jänner 2016 und entwickelte sich als transmediales Aktionskunstformat, das digitale Plattformen, physische Artefakte (u. a. T-Shirts und Kopftücher) sowie mediale Berichterstattung einbezog. Eine gerichtliche Auseinandersetzung im Februar 2016 wurde Teil des performativen Gesamtverlaufs.
Dokumentation, öffentliche Reaktionen und mediale Resonanz wurden bewusst in das Werk integriert. Die Intervention versteht sich als Prozessarbeit, in der Aktion und Reaktion gleichermaßen konstitutiv sind.
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Langfristige Perspektive
Das Projekt steht in der Tradition politischer Aktions- und Konzeptkunst und untersucht die Frage, wie symbolische Machtverhältnisse im digitalen Raum verschoben werden können.
Der Verlauf des Projektes lässt sich im Blogarchiv dieser Website nachlesen;
HIER finden sich weitere Informationen sowie beinahe sämtliche Pressereaktionen dazu.

