MISCHKONSUM (2018)

MISCHKONSUM – eine emotionale Verhärtung
Performance (2018)

Im Rahmen des Performancefestivals The Untitled
Kuratiert von Michaela Senn, Peter Brandlmayr und Michaela Adrigan

In MISCHKONSUM – eine emotionale Verhärtung verknüpft David Prieth biografische Recherche mit physischer Verausgabung, Soundexperiment und radikaler Subjektivität. Ausgangspunkt der Performance waren Originalbriefe seiner Urgroßmutter aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, in denen sich familiäre Konflikte mit dem dörflichen Umfeld sowie Hinweise auf gesellschaftliche Isolation und Sucht verdichten.

Die Lesung der Briefe erfolgte synchron zu einer live erzeugten Soundperformance – mit Glas, Messern und einem alten Nachtkästchen als Instrumentarium. Im Verlauf der Performance konsumierte Prieth eine Flasche Inländerrum. Der zunehmende Rausch führte zu einer schrittweisen Entgrenzung von Sprache, Klang und Körper – das Verhältnis zwischen historischem Text, familiärer Erinnerung und künstlerischer Präsenz wurde zunehmend fragmentiert.

Ziel der Performance war die Aufarbeitung transgenerationaler Traumata sowie die Suche nach einem ästhetischen Ausdruck für destruktive Familienmuster zwischen Intimität, Kontrollverlust und anarchischer Poesie.

Weitere Informationen zum Festival: www.the-untitled.at

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Theuntitled