Kategorie: events

  • Öffentlichkeit entsteht nicht von selbst. Die Innsbrucker Bogenmeile als geteilter Stadtraum

    Ein Stadtfest ist nie automatisch gesellschaftlich relevant. Es kann auch bloß Programm sein, Bühne, Gastronomie, Frequenz, ein paar schöne Bilder und ein voller Platz. Das ist nicht nichts, aber es bleibt zu wenig, wenn ein Fest den öffentlichen Raum nur kurz bespielt, ohne etwas über ihn sichtbar zu machen. Der Unterschied liegt nicht in der Größe eines Festes, sondern in seiner Herkunft, seinem Zugang, seiner Beteiligung und seiner lokalen Tragfähigkeit.

    An den Innsbrucker Viaduktbögen lässt sich das besonders gut zeigen, denn die Bögen sind kein neutraler Ort. Im Alltag sind sie Verkehrsraum, Arbeitsort, Ausgehmeile, Durchgangszone, Kulturraum, Nachbarschaft, Konfliktfläche und Projektionsfläche zugleich. Züge fahren darüber, Autos und Fahrräder bewegen sich darunter, Menschen gehen zur Arbeit, holen etwas zu essen, treffen sich vor Lokalen, verschwinden in Proberäumen, Bars, Werkstätten, Clubs oder Kulturorten. Vieles passiert nebeneinander – nicht immer miteinander.

    Für manche sind die Bögen vor allem Nachtleben, Lärm und Unordnung. Für andere sind sie seit Jahren ein Ort, an dem Kultur, Gastronomie, Musik, soziale Praxis, Alltag und Stadt auf besondere Weise ineinandergreifen. Genau diese Gleichzeitigkeit macht sie interessant. Die Bögen sind kein glatt inszenierter Stadtraum. Sie sind widersprüchlich, dicht, lebendig und manchmal auch anstrengend. Gerade deshalb eignen sie sich für ein Fest, das mehr kann als zu unterhalten.

    Beim Bogenfest verschiebt sich für einen Tag die Wahrnehmung dieses Ortes. Was sonst oft Durchgang ist, wird Aufenthaltsraum. Was sonst nur nebeneinander existiert, tritt in Beziehung. Zwischen Viadukt, Straße, Bühnen, Betrieben und offenen Türen entsteht ein anderer Blick auf die Bogenmeile: Kinderprogramm und Clubkultur, Familien und Nachtpublikum, Nachbar:innen und Passant:innen, Musik, Tanz, Gespräche, Kunst, Gastronomie und die alltäglichen Orte der Bögen teilen sich denselben Raum.

    Das ist keine kleine Verschiebung – denn die Bögen werden dabei nicht einfach dekoriert. Sie werden anders erfahrbar. Menschen, die sonst vielleicht nur abends dort sind, kommen am Nachmittag mit ihren Kindern vorbei. Menschen, die die Gegend sonst meiden, gehen durch die Bögen, bleiben stehen, hören zu, machen sich ihr eigenes Bild. Orte, die im Alltag hinter Türen, Routinen oder Vorurteilen verschwinden, treten nach außen. Ein Stadtteil, der oft über einzelne Konflikte gelesen wird, zeigt seine soziale und kulturelle Dichte.

    Das Bogenfest ist in diesem Sinn nicht über die Bogenmeile gelegt worden – es ist aus ihr heraus entstanden. Aus Orten, Initiativen, Vereinen, Clubs, Betrieben, Künstler:innen und Menschen, die dort ohnehin arbeiten, organisieren, streiten, feiern, aufbauen und Verantwortung übernehmen. Genau darin liegt der Unterschied zu bloßer Eventisierung: Hier wird kein fertiges Spektakel auf einen Stadtraum gesetzt, hier wird eine vorhandene Struktur verdichtet und für einen Tag sichtbar gemacht. Ein solches Fest zeigt, was Stadt sein kann, wenn sie nicht nur verwaltet, sondern geteilt wird.

    Natürlich liegt die einfache Lesart nahe: Ein Stadtfest belebt die Stadt. Es bringt Menschen hinaus, schafft Atmosphäre, stärkt Gemeinschaft, zeigt kulturelle Vielfalt. Das stimmt. Aber die größere Frage lautet: Wer kann an dieser Öffentlichkeit teilnehmen? Wer fühlt sich eingeladen? Wer bleibt außen vor? Welche Gruppen nutzen denselben Raum? Welche Konflikte werden sichtbar? Und welche Bilder eines Ortes werden dadurch verändert?

    Urbanität entsteht nicht schon dort, wo viel los ist. Sie entsteht dort, wo Unterschiedlichkeit nicht nur nebeneinander existiert, sondern öffentlich ausgehandelt werden kann. Stadt ist kein harmonischer Raum. Sie ist dicht, widersprüchlich, manchmal laut, oft unübersichtlich. In ihr begegnen sich Menschen mit unterschiedlichen Gewohnheiten, Bedürfnissen, Sprachen, Alter, Körpern, Einkommen und Vorstellungen davon, was ein öffentlicher Ort sein soll. Ein gutes Stadtfest darf diese Spannung nicht übermalen – es muss sie organisieren.

    Das ist der Unterschied zwischen Event und öffentlicher Kulturarbeit. Ein Event kann eine Stadt kurzfristig als Kulisse benutzen. Es kann Bilder produzieren, Frequenz erzeugen und den öffentlichen Raum für einige Stunden bespielen. Ein Stadtfest, das gesellschaftlich relevant sein will, muss mehr leisten. Es muss den Raum nicht nur füllen, sondern öffnen. Es muss nicht nur Publikum erzeugen, sondern auch Zugang. Es muss nicht nur Sichtbarkeit herstellen, sondern Begegnung ermöglichen. Das klingt einfach, ist es aber nicht.

    Denn öffentlicher Raum ist nie leer. Er ist bereits belegt: durch Gewohnheiten, Eigentumsverhältnisse, Verkehrslogiken, Sicherheitsvorstellungen, Nachbarschaften, Konsumregeln, unausgesprochene Codes und politische Entscheidungen. Wenn ein Fest in diesen Raum tritt, greift es in bestehende Ordnungen ein. Es verändert Wege, Lautstärken, Aufenthaltsformen und Blickachsen. Es erzeugt Freude, aber auch Reibung. Es schafft Nähe, aber auch Konflikte. Diese Konflikte sind kein Argument gegen solche Räume, sie zeigen vielmehr, dass Stadt gestaltet werden muss.

    Die politische Frage ist nicht, ob Reibung entsteht. Die Frage ist, ob es Strukturen gibt, die mit ihr umgehen können. Gibt es klare Zuständigkeiten? Gibt es faire Verfahren? Gibt es ein Verständnis dafür, dass Kultur im öffentlichen Raum nicht bloß Dekoration ist, sondern eine gesellschaftliche Funktion erfüllt? Hier wird ein Stadtfest zu mehr als einem kulturellen Anlass. Es wird zu einem Test für demokratische Stadtpolitik.

    Denn Demokratie besteht nicht nur aus Wahlen, Gremien und Debatten. Sie braucht auch Erfahrungsräume. Orte, an denen Menschen nicht nur als Konsument:innen, Anrainer:innen, Zielgruppen oder Verkehrsteilnehmer:innen vorkommen, sondern als Teil einer gemeinsamen Stadt. Orte, an denen Unterschiedlichkeit nicht nur behauptet, sondern praktisch ausgehalten wird.

    Für einen Tag kann die Bogenmeile so ein Ort sein. Nicht perfekt, nicht konfliktfrei, nicht losgelöst vom Alltag. Aber offen genug, um andere Begegnungen möglich zu machen. Zwischen Bühnen und Betrieben, zwischen Nachmittagsprogramm und Abendmusik, zwischen Straße und Kulturort entsteht eine Situation, in der Menschen die Bögen nicht nur als Problemraum, Ausgehzone oder Verkehrsachse erleben, sondern als geteilten Stadtraum.

    Viele gesellschaftliche Spaltungen entstehen nicht nur durch unterschiedliche Meinungen, sondern auch durch getrennte Erfahrungsräume. Menschen leben nebeneinander, aber begegnen sich kaum. Sie sprechen über Orte, ohne sie zu kennen. Sie urteilen über Gruppen, ohne mit ihnen in Kontakt zu kommen. Öffentlichkeit zerfällt dort, wo gemeinsame Räume fehlen. Ein Stadtfest kann das nicht lösen, aber es kann für einen Moment zeigen, dass es anders möglich ist.

    Dabei darf man solche Formate nicht romantisieren – auch Stadtfeste können ausschließen. Sie können zu teuer, zu laut, zu konsumorientiert, zu unübersichtlich oder zu sehr auf bestimmte Milieus zugeschnitten sein. Sie können öffentliche Räume privatisieren, Marketing über Teilhabe stellen oder kulturelle Vielfalt nur als Oberfläche benutzen. Gerade deshalb reicht es nicht, von Offenheit zu sprechen – Offenheit muss auch organisiert werden. Durch freien oder leistbaren Zugang, durch Programm, das unterschiedliche Gruppen nicht nur adressiert, sondern tatsächlich einbindet, durch Räume zum Verweilen, nicht nur zum Konsumieren. Durch Barrierefreiheit, verständliche Kommunikation, sichere Wege, Rückzugsmöglichkeiten und die Bereitschaft, Konflikte nicht als Störung, sondern als Teil öffentlicher Verantwortung zu begreifen. Vielfalt ist kein Plakat. Sie entsteht dort, wo unterschiedliche Menschen denselben Raum nutzen können, ohne sich vollständig aneinander angleichen zu müssen.

    Darin liegt die eigentliche Bedeutung eines Stadtfestes im öffentlichen Raum. Es ist nicht bloß ein kulturelles Ereignis. Es kann für kurze Zeit zeigen, was im Alltag oft verdeckt bleibt: welche Beziehungen, Initiativen, Orte und Konflikte eine Stadt tatsächlich tragen. Beim Bogenfest wird diese Struktur sichtbar, weil sie nicht erfunden werden muss, sondern längst da ist.

    Vielleicht ist genau das heute wichtiger, als es zunächst klingt. In einer Zeit, in der digitale Öffentlichkeiten fragmentierter werden, politische Debatten härter und viele Räume stärker durch Konsum, Kontrolle oder Rückzug geprägt sind, gewinnen reale gemeinsame Räume wieder an Bedeutung. Nicht als nostalgische Gegenwelt, sondern als praktische Voraussetzung dafür, dass Stadtgesellschaft erfahrbar bleibt.

    Ein Stadtfest kann keine Demokratie retten, aber es kann sichtbar machen, worauf demokratische Kultur angewiesen ist: Zugang, Begegnung, Konfliktfähigkeit, gemeinsame Erfahrung und Räume, die nicht vollständig durch Markt oder Verwaltung definiert sind.

    Wer Stadtfeste nur als Unterhaltung betrachtet, unterschätzt ihre politische Funktion. An den Viaduktbögen zeigt sich für einen Tag, was Stadt sein kann: nicht behauptet, nicht plakatiert, sondern gemeinsam erlebt.

  • Zehn Jahre DIAMETRALE. Zehn Jahre „nutzlos und schön“.

    Als Kulturarbeiter bewegt man sich in einem Bereich, den man politisch und wirtschaftlich niemals wirklich ernst nimmt – und den man deshalb ständig verteidigen muss.

    „nutzlos und schön“ – das Motto unseres Filmfestivals klingt deshalb auf den ersten Blick nach strategischer Selbstsabotage. Ist es aber nicht. Oder zumindest: nicht nur. Das Nutzlose und das Schöne zu ehren bedeutet für mich eine unerschütterliche Liebe zum (zwischen)menschlichen Tun, zur Intensität und zum Scheitern. Es wirft dem Drang, sämtliche Lebensbereiche durchzuökonomisieren, mit Freude Prügel vor die Füße. Und es nickt wohlwollend all jenen zu, die sich der Verzögerung der Zeit verschrieben haben – innezuhalten, wo blinder Aktivismus und partikulare Interessen Scheinlösungen produzieren.

    Das diesjährige, beigestellte Jubiläumsmotto lautet: Apokalypse LOL. Auch dieses lässt erahnen: Im Grunde geht’s um nicht so viel. Was natürlich gleichzeitig bedeutet, dass es irgendwie um alles geht.

    Denn weshalb streben wir nach Erfolg, Selbstoptimierung, Likes, Karriere? Weil wir uns wohlfühlen, gut essen, schön lieben und uns von Menschen – die wir im Idealfall schätzen – gut behandelt fühlen wollen. Mehr steckt da eigentlich nicht dahinter. Und im Idealfall erlauben wir uns, das auch zuzulassen.

    Ein kleiner Gruß an die Nachgeborenen, die sich aktuell mit einem schauderhaften Vergleichsdruck herumschlagen müssen: Lasst euch von ein paar Menschen, die sich ihrer Lebensmitte nähern, diesen einen Rat mitgeben – Im Grunde geht’s um nicht so viel. Oder: Man darf sich den Investment-Punk als scheiternden Menschen vorstellen.

    Ich habe in meinen 30ern begonnen, neben den zugegeben inspirierenden Kräften Wut, Schmerz und Abgründigkeit auch die entspannteren Dinge des Lebens zu schätzen. Ein bisschen spazieren. Im Schatten auf der Bank sitzen. Schauen, ob die Schneeglöckchen schon blühen. Und je älter ich werde, desto lieber esse ich ein bisschen Kuchen.

    Was ich zusätzlich dazugelernt habe: Man muss nicht immer erreichbar sein – auch wenn man die Leute gerne mag. Man sollte sich aber immer wieder bewusst melden – wenn man die Leute gerne mag. Und FOMO ist etwas für Menschen, die noch ihre Bezugsgruppen suchen. Wer seine gefunden hat, kann sich zurücklehnen und das Buffet genießen.

    Damit das Böse in der Welt seinen Schrecken verliert, brauchen wir das Nutzlose und das Schöne. Wir befinden uns gesamtgesellschaftlich gerade an der Kippe zur Verrohung – die kommenden fünf Tage sollen hierfür ein wohlschmeckendes Gegengift darstellen.

    DIAMETRALE #10 | Apokalypse LOL | 11.–15. März 2026 | Innsbruck
    Filmfestival für Experimentelles & Komisches – nutzlos und schön, seit 10 Jahren.
    www.diametrale.at

  • Podiumsdiskussion: Junge Kulturszene Innsbruck – was ist da los?

    Am 3. Dezember 2025 nahm ich auf Einladung des Jugendzentrums mk an einer Podiumsdiskussion zur aktuellen Situation der Innsbrucker Club- und Kulturszene teil. Vertreterinnen aller im Gemeinderat vertretenen Fraktionen diskutierten dabei gemeinsam mit Akteurinnen aus der Praxis über zentrale Fragen urbaner Kulturpolitik: die Bedeutung konsumfreier Räume, steigende Miet- und Gewerbekosten, die Zukunft bestehender Kulturorte sowie die strukturellen Bedingungen, unter denen junge Menschen heute eigene Projekte entwickeln können.

    In meinem Beitrag habe ich betont, dass Kunst und Kultur nicht als freiwillige Zusatzleistung einer Stadt verstanden werden sollten. Kulturorte – Clubs, Jugendzentren, selbstorganisierte Räume oder Festivals – sind Teil urbaner Infrastruktur. Viele kulturelle und soziale Entwicklungen, die heute selbstverständlich erscheinen, sind in solchen Kontexten entstanden: in Räumen, in denen Menschen experimentieren, sich organisieren und gemeinsam handeln können.

    Gleichzeitig wurde in der Diskussion deutlich, dass diese Räume keineswegs selbstverständlich sind. Steigende Kosten, administrative Hürden und konkurrierende Nutzungsinteressen erhöhen den Druck auf bestehende Strukturen. Kulturpolitik steht daher vor der Aufgabe, nicht nur einzelne Projekte zu fördern, sondern langfristig verlässliche Rahmenbedingungen für kulturelle Infrastruktur zu schaffen.

    Ein konkretes Beispiel dafür ist die Situation rund um die „Junge Talstation“. Dass es zunächst öffentlichen Druck gebraucht hat, bevor eine notwendige Sanierung politisch zugesagt wurde, zeigt, wie fragil viele dieser Orte sind. Die mittlerweile formulierte Zusage ist ein wichtiger Schritt – sie macht aber auch sichtbar, dass Kulturorte oft erst dann politisch wahrgenommen werden, wenn ihr Fortbestand akut gefährdet ist.

    Ein weiterer Punkt, der mir wichtig war: Junge Menschen müssen ihre Interessen organisieren und artikulieren können. Selbstorganisation war historisch immer eine zentrale Kraft der Kulturentwicklung. Gleichzeitig braucht es eine Stadtpolitik, die solchen Initiativen nicht mit Misstrauen begegnet, sondern sie als legitimen Teil urbaner Entwicklung ernst nimmt.

    Die Diskussion hat einmal mehr gezeigt, dass Innsbruck vor einer grundlegenden kulturpolitischen Frage steht: Wie positioniert sich die Stadt zwischen touristischer Vermarktung und einer lebendigen, selbstorganisierten Kulturszene? Diese beiden Perspektiven schließen einander nicht zwingend aus. Damit sie koexistieren können, braucht es jedoch eine klare politische Haltung – und das Verständnis, dass lebendige Kulturarbeit Zeit, Räume und Ressourcen braucht.

    (Fotos: Felix Schaich)

  • VCC Podiumsgespräch: Visions of Black Club Culture – Past, Present, and Future

    22. November 2025 | 18:00–20:00 | Villa Vida Café
    In Kooperation mit: oltreoceano
    Anmeldung: viennaclubcommission.at

    Über die Veranstaltung

    Wie hat Black Club Culture den Sound, die Bewegung und die Politik des Dancefloors geprägt?
    Wie ist sie mit der Arbeiter*innenkultur Schwarzer Communities verbunden?
    Und was bedeutet es, Clubkultur heute als Raum der Befreiung in einem europäischen Kontext zu verstehen?

    Dieses Podium bringt Wiener Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen der Black Community zusammen,
    in Kooperation mit dem unabhängigen Magazin oltreoceano.
    Gemeinsam beleuchten sie die Ursprünge Schwarzer Clubkultur in Widerstand, Kreativität und Gemeinschaft –
    und diskutieren, wie diese Grundlagen heutige und zukünftige Clubkulturen in Europa und Österreich prägen.

    Die Diskussion widmet sich den Erfahrungen und Herausforderungen Schwarzer Kulturarbeiter*innen,
    insbesondere in mehrheitlich weißen Szenen, und fragt nach Perspektiven für eine solidarische, diverse
    und selbstbestimmte Clublandschaft.


    Mitwirkende

    Kassandra Mona Steiner (she/her) | ORF
    Kassandra Mona Steiner wurde in ländlichen Regionen Österreichs geboren und hat österreichisch-beninische Wurzeln.
    In Wien arbeitet sie als Journalistin beim ORF Wien mit Fokus auf Themen wie Diversität, Kultur, Politik und junge Generationen.
    Sie engagiert sich außerdem in der Musik- und Kulturszene, wo sie neue Räume der Sichtbarkeit für Schwarze Perspektiven schafft.

    Gawdesque (they/she) | Booster Club
    Kreative*r Multitalent: Poet*in, DJ und Organisator*in. Mitglied des DJ- und Skillsharing-Kollektivs Booster Club.
    Mit Black TLC kuratierte Gawdesque 2025 ein multidisziplinäres Event mit Ausstellung, Konzert und Clubnacht.
    Der Künstler*innenname steht für die kreative und göttliche Kraft in uns – ein Ausdruck kollektiver Selbstermächtigung
    der Schwarzen Diaspora.

    DJ Taff | Na Nang Club
    DJ Taff leitet den Na Nang Club im 17. Wiener Gemeindebezirk, ein Non-Profit-Space, der seit 2016 Festivals,
    Konzerte und kulturelle Formate organisiert. Der Club vernetzt Künstler*innen aus Österreich, Senegal und Gambia,
    fördert kreativen Austausch und stärkt die afro-diasporische Community in Wien und darüber hinaus.

    Solo (he/him)
    Solo schafft und kuratiert Räume für queere, intime und interaktive Clubformate.
    Nach seiner Zeit im Technokollektiv hausgemacht liegt sein Fokus nun auf Veranstaltungen mit BIPoC-geführten Teams
    und der Schaffung von Räumen für Ausdruck, Begegnung und Sichtbarkeit.

    Naomi Kelechi Di Meo (she/her) | oltreoceano
    Naomi Kelechi Di Meo ist Schriftstellerin und Herausgeberin von oltreoceano, einer Plattform, die Schwarze Perspektiven
    in Europa durch einen kritischen kulturellen und politischen Blick beleuchtet.
    Sie studierte Medien- und Informationswissenschaft in Amsterdam und Storytelling in Mailand.
    Ihre Arbeiten erschienen u. a. in Vogue Italia, GRIOT Mag, Vice Italia und C41 Magazine.


    Details

    • Datum: Samstag, 22. November 2025
    • Zeit: 18:00–20:00
    • Ort: Villa Vida Café, Wien
    • Anmeldung: viennaclubcommission.at
  • #diskursiv: „Weil es immer schon so war“ – Braucht · Identität · Tradition?

    Mi, 5. November 2025 | p.m.k Innsbruck

    Einlass: 19:00 · Beginn: 19:30 · Eintritt: Pay as you can

    Zwischen Brauchtum und Bruch

    Das Kulturkollektiv ContrApunkt lädt zur nächsten Ausgabe der Diskursreihe #diskursiv in die p.m.k Innsbruck.

    Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit den Begriffen „Tradition“ und „Brauch“, die sich in Tirol in einer Vielzahl von Praktiken verdichten: von den Absamer Matschgerern, Axamer Wampelern und Thaurer Mullern über die großen Fasnachten in Imst, Nassereith und Telfs bis hin zu den Krampus- und Tuiflvereinen der Wintermonate.

    Diese Formen erscheinen auf den ersten Blick als selbstverständlich tradierte Rituale – doch sie sind geprägt von komplexen sozialen Dynamiken, von Fragen nach Zugehörigkeit und Ausschluss, Geschlechterrollen und Identitätsentwürfen. Zwischen Gemeinschaft und Abgrenzung wird die Ambivalenz von „Tradition“ und „Brauchtum“ sichtbar.

    Die Macht der Begründung: „Weil es immer schon so war“

    Die scheinbar harmlose Formel dient bis heute dazu, Ausschlussmechanismen zu legitimieren und bestehende Strukturen als „natürlich“ oder „unveränderlich“ darzustellen.

    Tradition wirkt dabei weniger als Beschreibung, sondern als politische Argumentationsfigur – sie verleiht Ansprüche auf Authentizität, Schutzwürdigkeit und Deutungsmacht.

    Bräuche wiederum sind alles andere als starr: Sie verändern sich, werden angepasst, inszeniert oder aufgegeben – etwa, wenn Fasnachten touristisch aufgeladen oder performativ umgedeutet werden.

    Gespräch & Reflexion

    Gemeinsam mit unseren Gästen wollen wir fragen, wie Bräuche Zugehörigkeiten markieren, Grenzen ziehen oder Identitäten behaupten – und wo zugleich Spielräume für Veränderung, Öffnung und kreative Neugestaltung bestehen.

    Mit dabei:

    • Julia Jenewein, Regisseurin & Kulturarbeiterin, Theater praesent, Verein subvolée
    • Konrad Kuhn, assoziierter Professor für Europäische Ethnologie, Universität Innsbruck
    • Staad, alpines Dark-Ambient-Projekt von Lucas Passenberger

    Im Anschluss: Konzert von STAAD & Tuiflverein ContrApunkt in der PMK-Lounge-Hölle.

    Kontext

    „Weil es immer schon so war“ lädt dazu ein, kulturelle Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen – ohne sie pauschal zu verurteilen.

    Es geht nicht darum, ob Faschingsumzüge oder Krampusläufe „gut“ oder „schlecht“ sind, sondern darum, wie über den Verweis auf Tradition gesellschaftliche Machtverhältnisse stabilisiert oder verschoben werden.

    Ort: p.m.k – Plattform mobile Kulturinitiativen, Innsbruck

    Einlass: 19:00 | Beginn: 19:30

    Eintritt: Pay as you can

    contrapunkt.net

    Instagram

  • Film & Gespräch: Bürglkopf (2025)

    9.6.2025 #diskursiv Bürglkopf – Filmvorführung und Gespräch
    Wir laden als Kulturkollektiv ContrApunkt in Kooperation mit dem IFFI — International Film Festival Innsbruck ins Leokino ein und präsentieren Lisa Polsters neuen Film „Bürglkopf“. Im Anschluss führen wir ein Gespräch mit der Regisseurin und Bewohner*innen des ”Rückkehrberatungszentrums“.
    Lisa Polster hat für ihren Asylessay „Bürglkopf“ vor Kurzem den Großen Diagonale-Preis des Landes in der Kategorie „Dokumentarfilm“ zugesprochen bekommen.


    BÜRGLKOPF 

    2025
    Produktionsland: Österreich
    Regie: Lisa Polster
    Sprachfassung: Somali-arabisch-Dari-deutsch-englische OmdU
    Länge: 78min

    Montag, 09.06.2025
    19:20
    Leokino 1


    Der Tiroler Bürglkopf könnte ein Hort des Friedens sein. Für viele bedeutet der Berg aber Ausweglosigkeit: Hoch oben befindet sich ein sogenanntes Rückkehrzentrum, in dem Asylwerber*innen, deren Antrag abgelehnt wurde, abgeschnitten von der Außenwelt untergebracht sind. In Lisa Polsters Dokumentation erzählen aktuelle und ehemalige Insass*innen von ihrer Flucht und ihrem Zwangsaufenthalt – einander, am Telefon oder in die Kamera. Die Anrainer*innen aus der Gegend sind geteilter Meinung über das Zentrum – und die Bundesagentur, die es verwaltet, versucht gar, das Filmteam davon fernzuhalten. 

    (C) Lisa Polster

  • Kundgebung für mehr Freiräume in Innsbruck am 07.11.2023

    Reclaim your city 2023

    Kommenden Dienstag sehen wir uns ab 18:30 am Inn zu einer gemeinsamen Kundgebung! Es geht hier nicht „nur“ um „dieses eine Geländer“, sondern um grundsätzliche Haltungen und den Wert des öffentlichen Raums. Seit Jahren benötigt Innsbruck endlich zusätzliche Flächen ohne Konsumzwang, sowie Begegnungsorte für junge Menschen, leistbare Räume für die Nachtkultur und Partys. Innsbruck braucht endlich sichtbare und erlebbare Ergebnisse!

    Diese Kundgebung wird von mehreren Institutionen und Initativen aus der Innsbrucker Szene getragen – eine parteipolitische Trägerschaft ist explizt unerwünscht Zusätzlich darf festgehalten werden, dass vor allem die bremsenden konservativen Kräfte der letzten Jahre nun nicht zu glauben brauchen, dass sie die aktuelle Situation nutzen können, um die alte Leier von „alle gegen den BGM“ weiterzuspinnen. Das hier ist unser Leben und nicht euer Wahlkampf!

    Reclam your City! Für das gute Leben!

  • TT: Rave Macher packen aus!

    HASCH SCHO GSEGN WAS IN DA ZEITUNG SCHTEAT?! Es ist bekannt, dass sich Periodika mit reisserischen Titeln leichter verkaufen lassen, da sich so einjeder denkt was ischn jetzt scho wieder los mit de Zipfl; lei ballern saufen nix buggln ma zach. Lässt man sich im Anschluss mit niedrigerem Puls auf den Artikel ein und die ersten Absätze hinter sich (bitte beim nächsten Mal etwas öfter die Begriffe „illegal“ und „verboten“ verwenden, sonst checkt keiner um was es geht weil es ist illegal), erschließt sich die Botschaft der beiden Interviewten auch dem müdesten Auge: Ein Team von jungen Menschen hagglt über 2 Tage hinweg Tonnen von Material an einen entlegenen Ort und zurück, da sie sich mit ihren Anliegen in der Stadt grundsätzlich unerwünscht fühlen. Viel Miete zahlen ja bitte, aber dann auch gerne dabei die Pappm heben. Alles verständlich und bekannt. Doch was tun im stolzen Alpenland von dem alle anderen Länder auf da Seitn oahängen wia von am Tischtuach die Franzn? Eh nix. Denn hierzulande wird man in den nächsten Monaten zu sehr damit beschäftigt sein sämtliche Partei-Abkürzungen durchzudeklinieren und sich gegenseitig Geringschätzigkeiten auszurichten. Somit muss die Jugend von heute eben leider draußen bleiben. Sad. Wenn das so weitergeht, muss dann doch noch jemand als Bürgermeister:in antreten, um das freie Spiel der Bässe auszurufen. „Liste 808 – Referat für Schalldruck, ja bitte?“

  • gegen:WART – es geht bergab

    DONNERSTAG 17. NOVEMBER 2022
    WO? STADTBIBLIOTHEK INNSBRUCK & P.M.K
    WANN? AB 19:30 UND 22:00

    Alle wissen die Umstände waren schon mal rosiger und jetzt auch das noch: Das Kulturkollektiv ContrApunkt startet seine neue Diskurs-Reihe „gegen:WART – es geht bergab“ – ein Projekt das uns sehr am Herzen liegt. Für die erste Ausgabe dürfen wir die Philosophin Lea Susemichel (u.a. leitende Redakteurin des Magazins an:schläge) und den Philosophen Marcus Steinweg (u.a. Professor für Kunst und Theorie an der Kunstakademie in Karlsruhe) begrüßen.

    In unserer ersten Ausgabe widmen wir uns dem erbaulichen Thema „KRITIK – IN EINER GESELLSCHAFT AM ABGRUND“ und machen uns gemeinsam Gedanken darüber was Kritik eigentlich ist und was sie vielleicht u.a. mit (Selbst)reflexion, Wertung, Gesellschaft und deppert auf Facebook herum-haten verbindet – oder eben auch nicht. Haben wir mittlerweile einen zu oberflächlichen Kritikbegriff? Muss Kritik überhaupt immer konstruktiv sein? Das und vieles mehr werden wir nach den einführenden Inputs gemeinsam in Frage stellen.

    Moderiert wir der Abend zudem von meinem Homeboy René Nuderscher und anschließend gibts kühle Drinks und Sound von DJ Lou Cat, um gemeinsam im entspannten Rahmen weiterzustreiten. Es wird gut!

    Zeitplan:
    ab 19:30 Talk in der Stadtbibliothek (Amraser Straße 2, A-6020 Innsbruck)
    ab 22:00 DJ und Drinks in der p.m.k (Viaduktbogen 18-20, A-6020 Innsbruck)
    Eintritt frei
    Beide Veranstaltungsorte sind barrierefrei zugänglich

  • there is no rave on a dead planet – clubkultur und ökologie

    Heute Abend FR 11.11. findet in der p.m.k ein Abend zum Thema Clubkultur und Ökologie statt! Kommt vorbei – bringt euch ein – tanzt mit uns!

    Doors 21:00
    Talk 21:30
    Sound ab 23:00

    Der Philosoph und Autor Fahim Amir schreibt in seinem 2018 erschienenen Werk „Schwein und Zeit“ über den Berliner Techno Club Berghain:

    „Der Berliner Techno-Club Berghain hisst hingegen die Fahne des Undergrounds. Den Underground des Undergrounds trifft man jedoch weder im Clubraum des Berghain, auch nicht darüber in der Panoramabar oder dem darunterliegenden Lab.Oratory. Den »echten« Underground findet man noch weiter unten in der Kanalisation: Denn all die Drogen, die da oben konsumiert werden, müssen ja auch mal raus, sie fließen die Kanalisation hinab, wo die dort lebenden Tiere in wahren Duschen und Hormonen und anderen potenten Molekülen gebadet werden. Es gibt zwar keine Forschung zu diesem besondern Habitat urbaner Ökologie, aber warum sollt es hier nicht Amphetamin gedopte Ratten geben, die vor sich hinraven, hochfrequent kopulierender Kakerlaken auf Kokain, kuscheltrunken aneinander abrutschende Kröten auf MDMA oder Ketamin Mäuse in psychoaktiver Dissoziation?“
    Fahim Amir wirft durch seinen Blick auf den anderen Underground die Fragen auf den Zusammenhang von Clubkultur und Ökologie. Genau daran schließt der Philosoph Kilian Jörg (philosophy unbound) an, wenn er sich die Frage stellt:

    Wasting our selves for the environment – wie gehen Clubkultur und Ökologie zusammen?
     
    Im Anschluss werden Aida Arko (System A Records), BC-A (Inseminoid) und i_am_not_god (club:against:reality) den Underground der p.m.k mit Visuals von Clemens Haas zum Tanzen bringen, wenn die MDMA getränkten Mäuse in den Bögen zum Sound unserer DJs tanzen.

    Hier noch ein Ausblick in den Vortrag von Kilian Jörg:

    „Es dämmert immer mehr Menschen, dass wir in einem Zeitalter der Katastrophen leben. Wohingegen die ersten eineinhalb Jahrzehnte des 21ten Jahrhunderts noch vielfach hedonistischer Leichtigkeit gefrönt haben, scheint durch die Pandemie, den Ukraine-Krieg, den zunehmenden globalen Rechtsruck und die ökologische Katastrophe nun überall der politische Ernst eingezogen zu sein. Ist die Party also vorbei? Seien wir ehrlich: die Stimmung unter den Ravern ist gedrückt.
     
    Umweltschutz und Ravekultur – tatsächlich scheinen sich diese beiden Unternehmungen auf den ersten Blick auszuschließen. Erster befasst sich mit der Schaffung nachhaltigerer und weniger energieintensiver Lebensweisen, zweitere ist mit Hedonismus und Ekstase verbunden: die übermäßige Verschwendung unserer und der Energie anderer, um ein größeres Gemeinschaftsgefühl zu schaffen.
     
    Muss eine nachhaltige Gesellschaft prinzipiell also auf Raves verzichten und brav, geordnet und im biederen Sinne „vernünftig“ sein? In diesem Vortrag möchte ich für das Gegenteil argumentieren. Anhand eines Nachdenkens über den Exzess werde ich auf Gefahren des entstehenden grünen Kapitalismus hinweisen, welcher Verantwortung individualisiert und ein ähnlich rigides Verhältnis zu Körperlichkeit entwickelt wie der Katholizismus. Ich werde zeigen, dass eine wirklich radikal ökologische Transformation keinesfalls den Exzess verbieten darf, sondern diesen vielmehr kultivieren muss. Ein ökologische Handlung besteht nicht darin, den am Papier sparsameren Tesla zu kaufen und sonst nichts zu ändern – es geht darum, andere Interaktions- und Seinweisen untereinander und mit dem Planeten zu entwickeln. Hierbei können Raves und Clubs Labore einer neuen Kultur des nachhaltigen Verschwendens sein. In ihnen kann ein Anti-Realismus – ein Verweigern der hegemonialen Wirklichkeitserzählung – gedeihen, der für jeden radikale Wandel unabdingbar ist. Gerade in einem Zeitalter der Katastrophen müssen wir Räume der Leichtigkeit bewahren, um an den traurigen Erzählungen des grün-angestrichenen Desasterkapitalismus vorbei zu tanzen – hin zu besseren und bunteren Welten… .“

    Kilian Jörg
    Kilian Jörg

    Kilian Jörg (philosophy unbound)

    Kilian Jörg beschäftigt sich künstlerisch und philosophisch mit der ökologischen Katastrophe. Er ist hauptsächlich in Berlin, Wien und Brüssel tätig, schreibt Bücher und Artikel, baut Installationen, macht Performances und legt manchmal auf. Er ist Grüner des Kollektivs philosophy unbound und langjähriger Teil der Künstler*inneninitative Im_Flieger und des transdisziplinären Forschungscluster Stoffwechsel – Ökologien der Zusammenarbeit. Zur Zeit arbeitet er als Post-Doc am SFB Affective Societies der FU Berlin und forscht dort zum Auto als Metapher für unser Verharren in ökologisch katastrophalen Lebensweisen. Seine Buchveröffentlichungen umfassen: Neue Vorsicht – Philosophie des Abstands im Zeitalter der Katastrophen (Edition Konturen 2022); Toxic Temple – An Artistic & Philosophical Adventrue into the Toxicity of the Now (with Anna Lerchbaumer, de Gruyter 2022); Backlash – Essays zur Resilienz der Moderne (Textem 2020) und Die Clubmaschine (Berghain) (with Jorinde Schulz, Textem 2018).
    kilianjoerg.blogspot.com

    Aida Arko
    Aida Arko


    Aida Arko
    Aida Arko is a electronic music Producer, DJ, Label owner and resident at ‘Grelle Forelleʼ Austria, one of the most demanding clubs in Europe. She has gained huge international recognition thriving from Vienna with her latest releases, which include a rmx to the iconic track ‘Ghost Storiesʼ from Rebekah, a powerful debut EP on Sura, plus releases on the mighty Soma, Elements and Meat Recordings.
     
    Having grown up in Iran in the 1990s, Aida wasinfluenced by the Persian underground scene, as well as the wealth of cultural musical heritage her home country.
    As a former biology student, she left the academy in pursuit of her real passion: Performance and music. Therefore she left the country in search of her teenage dreams, starting off working with a circus in Dubai and from there touring and traveling globally with a number of teams, performers, and infamous circus shows for several years.

    2017, after a life changing journey around the globe, she found her base in Austria nd turned her years of artistry experience, focusing solely on music.

    2018, she started organizing her own events, promoting, djing, and hosting floors at the most respected clubs in Vienna, while at the same time touring and working countless hours in the studio, unfolding her own sound.

    2020 releases:
    – ‘Story Of My Makerʼ debut Ep on Phunk Tr%x
    – ‘Electrainʼ on Gain Records.
    – ‘No Turning Backʼ & ‘Kikkofuʼ on her L%bel System A Recordings.
    – ʼRenaissanceʼ on Suara NRG compilation.

    2021 releases:
    – ‘Unholyʼ Ep on Suara. All four tracks of the EP have been charted in the
    Beatport Top 100 Hard Techno Chart with the title track ‘Unholyʼ being as far
    up as number 7.
    – ‘Subatomicʼ on Meat Recordings, has received major support from Amelie Lens, who played the track at her BBC Radio1 residency.
    – Rebekah ‘Ghost Storiesʼ rmx on Element Records.
    – ʼA New Empireʼ on Soma.
    soundcloud.com/aida-arko
    linktr.ee/aidaar

    BC-A Foto Credit Museion_Occupy_Rosario Multari
    BC-A Foto: Museion_Occupy_Rosario Multari

    BC-A:
    BC-A, short for Barbara Caroline Alt, is a techno DJ based in Innsbruck. Her obsession for fast-paced electronic music has been growing steadily since her early teen years and ultimately resulted in her playing her first DJ set in 2017. Teaming up with FUAD for their side project night:service and joining the multi-genre collective INSEMINOID in 2020 has allowed for her to explore new styles across the spectrum of techno, merging hard grooves with sprinkles of breakbeats, hardcore and gabber. Her recent sets are driven by an atmospheric yet ravey, energetic style that will hopefully put a smile on your face and that feeling of lightheartedness and bliss in your soul.
    soundcloud.com/night_service/sets/bc-a

    i_am_not_god
    i_am_not_god


    i_am_not_god (club:against:reality)
    Er kommt aus Innsbruck und ist zu 50% Ontolog und zu50% Krawallbeauftragter beim Kulturkollektiv ContrApunkt mit Mission zum Aufmischen. Technoider und elektrisierender Sound für die hedonistischen Akteur*innen der Nacht. „Why they hide their bodies under my garage?“ Wir wissen es nicht. Gott ist er nicht. Dj will er auch keiner sein und eigentlich ist es auch ein bisschen egal. Der Körper will in den Raum, kollektiver Eskapismus, esoterischer Körperscheiß und dennoch so geil wie gar nichts. Techno kam aus der Zukunft, der Terminator auch. Lasst sie uns Feiern, die Präzision der Maschinen, die Tanzwütigen, die Euphorie, die Musik… Techno geht überall!
    soundcloud.com/iamnotgod