Kategorie: statements

  • Heute live zu Gast in „Hallo Tirol“ (Radio Tirol) ab 13:00 Uhr

    Wieviel konstruktiver ist eine große Fläche voller Schotter als das vor 4 Jahren abgerissene Veranstaltungszentrum HAFEN? Wieviele Anrainer:innen hat es benötigt, um den Weekender-Club umzubringen? (Spoiler: < 2). Warum hat eine gezielte Entwicklung des Areals St. Bartlmä nicht geklappt? Und wie viele Projekte werden noch im Inn versenkt, weil die Umgangsformen im Innsbrucker Gemeinderat ungefähr so konstruktiv sind wie die Pressekonferenz von Tic Tac Toe 1997? (never forget)

    Als bekennender Radio-*Bundesland*-Enthusiast freut es mich heute ab 13:00 Uhr in der Sendung „Hallo Tirol“ als Interviewpartner im Landesstudio zu Gast zu sein. Das Thema: Fehlende Begegnungsorte, Lokale, Kultur- und Konzertmöglichkeiten für Innsbrucks Jugend. Es handelt sich dabei um eine Phone-In Sendung, sprich: Man kann dort anrufen und selbst Fragen einbringen. Gemma gemma

  • Offener Brief an die Mitglieder des Innsbrucker Gemeinderates betreffend Kulturstrategie Innsbruck 2030

    Offener Brief an die Mitglieder des Innsbrucker Gemeinderates
    betreffend Kulturstrategie Innsbruck 2030

    Innsbruck, am 19. Dezember 2022

    Sehr geehrter Herr Bürgermeister!
    Sehr geehrte Damen und Herren des Innsbrucker Gemeinderates!

    Im Dezember 2019 beschloss der Innsbrucker Stadtsenat, eine Kulturstrategie Innsbruck 2030 zu entwickeln, die im Rahmen eines offenen partizipativen Prozesses erarbeitet werden sollte. Das damals formulierte Ziel bestand darin, eine „tragfähige Grundlage für das kulturpolitische Handeln“ zu erhalten, die auch „Prioritäten, Leitlinien und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung beinhalten (…) und für die Akteur*innen in Politik, Verwaltung und Kulturszene als Orientierungsrahmen dienen“ soll.

    2020 wurde der Prozess unter Einbeziehung einer externen professionellen Prozessbegleitung gestartet, die auf Basis von 33 qualitativen Interviews mit Persönlichkeiten aus den Innsbrucker Kulturszenen und Vertreter*innen anderer Schnittstellen eine umfangreiche Analyse und Grundlagenarbeit erstellte. Im April 2021 begann der öffentliche Beteiligungsprozess. Darüber hinaus wurde eine siebenköpfige Arbeitsgruppe mit Vertreter*innen des Innsbrucker Kunst- und Kulturbereichs sowie ein Advisory Board mit 33 Expert*innen aus den Fachbereichen Wissenschaft, Bildung, Jugend, Soziales, Integration, Tourismus, Kreativwirtschaft und Stadtplanung unter der Leitung des städtischen Projektteams eingerichtet.

    In insgesamt sechs öffentlichen Workshops mit einer unentgeltlichen Beteiligung von rund 500 Bürger*innen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen wie beruflichen Bereichen wurde mit viel Engagement, Ernsthaftigkeit und vor allem partizipativ ein umfangreiches Papier erarbeitet, das auf Basis von Analysen des Status quo in diversen Bereichen – von Jugendkultur über Fragen der Diversität bis hin zur kulturellen Stadtentwicklung – Defizite benannte und konkrete Lösungsansätze und Maßnahmen formulierte.

    Ein großer Teil dieser formulierten Ziele und Maßnahmen wurde nun von einzelnen politischen Vertreter*innen – ohne Rücksprache mit den am Prozess Beteiligten, dem Advisory Board oder der Arbeitsgruppe – gestrichen und das Papier in einer wesentlich verkürzten Fassung dem Gemeinderat am 15. Dezember 2022 zur Beschlussfassung vorgelegt.

    Für einen partizipativen Beteiligungsprozess ist jedoch ein sensibler Umgang mit den Beiträgen aus der Bevölkerung unabdingbar! Eine klare und offene Kommunikation, wie und in welcher Form Vorschläge in die Entscheidungsfindung einfließen werden, ist grundlegend, um Missverständnisse und Frustration zu vermeiden. Für die Akzeptanz eines Beteiligungsprozesses reicht die “Inszenierung von Beteiligung” nicht aus! Nach einer Sammlung von Lösungsvorschlägen sollten diese in einem konstruktiven Prozess zwischen den Beteiligten und der Politik zu konkreten Leitlinien und Strategien verdichtet werden. Diese Auseinandersetzung und diesen Dialog auf Augenhöhe gab es nicht.

    Diese Vorgangsweise ist sowohl kultur- wie vor allem demokratiepolitisch bedenklich, da damit der Partizipationsprozess nicht ernst genommen und die Expertise sowie das Engagement der am Prozess Beteiligten für unerwünscht bzw. irrelevant erklärt werden. Dies verstärkt in Zeiten wie diesen die ohnehin vorhandene Politikverdrossenheit, denn der öffentliche Beteiligungsprozess wurde so zu einem unverbindlichen Brainstorming degradiert, das von der Politik nach Belieben zurechtgestutzt werden kann. Damit wurde der Beteiligungsprozess grundlegend missverstanden.

    Die nun beschlossene Kulturstrategie Innsbruck 2030 ist kein Strategiepapier, denn es enthält großteils vage Formulierungen, die unverbindlich bleiben und nicht wirklich strategisch gedacht sind, um die Kulturentwicklung der Stadt zukunftsfähig zu machen. Abgesehen davon, dass alle Hinweise auf den Beteiligungsprozess fehlen, wurden die konkret erarbeiteten Lösungsansätze zu einem großen Teil gestrichen. Auch wurde die an manchen Stellen formulierte aktive Rolle der Stadt Innsbruck bei der Umsetzung der Kulturstrategie eingeschränkt. 


    Weder die interessierte Öffentlichkeit, noch die an dem Prozess Beteiligten kennen die sachlichen Argumente, die für die Streichung von vielen Zielen und Maßnahmen jeweils maßgeblich waren.

    Das nun vorliegende Ergebnis der Kulturstrategie Innsbruck 2030 basiert offensichtlich weniger auf sachlichen Argumenten als auf parteipolitischem Kalkül. Das “toxische” Klima innerhalb der Innsbrucker Stadtpolitik hat auch den Verlauf und das Ergebnis der Kulturstrategie überlagert – sehr zum Bedauern der beteiligten Kulturakteur*innen. Die Wortmeldungen der Kulturausschussmitglieder in der Gemeinderatssitzung am 15. Dezember 2022 zeigen, dass ihnen der zu erwartende Frust in der Kulturszene bewusst ist und in Kauf genommen wird. Sie betonen jedoch mehrfach, dass das Ergebnis nun “mehrheitsfähig” sei, was auf den Gemeinderat zutreffen mag, aber kaum auf die Kunst- und Kulturszenen in Innsbruck.

    Die im Ergebnispapier aus dem Partizipationsprozess formulierten Ziele und Maßnahmen wurden auf ein unverbindliches Minimum gekürzt, zudem fehlen eine klare Priorisierung der Maßnahmen, sowie Budget und Zeitplan für die Umsetzung. Das vermittelt wenig Hoffnung auf Veränderung. Die Vorsitzende des Kulturausschusses Frau Irene Heisz hat vor der Abstimmung über die Kulturstrategie in der Gemeinderatssitzung besonders die beschlossenen Punkte Fair Pay und Gedenkkultur positiv hervorgehoben. Jedoch sind diese ohnehin bereits in Umsetzung bzw. haben breiten politischen Konsens.

    Mitglieder des Kulturausschusses argumentieren mehrfach damit, dass die beschlossene Kulturstrategie nun “realisierbar und leistbar” wäre. Dabei fällt auf, dass viele Maßnahmen gestrichen wurden, die sehr leicht umsetzbar gewesen wären und zudem kaum Kosten verursachen hätten, insbesondere Maßnahmen, die zu mehr Vernetzung, Mitsprache und Teilhabe an kulturpolitischen Prozessen führen würden (Stichwort “Kulturbeirat”). Diese Expertise in einen strukturell verbindlich verankerten Kontext einzubinden, scheint unerwünscht. 

    Die Arbeit an der Kulturstrategie Innsbruck 2030 ist vor drei Jahren mit Enthusiasmus gestartet. Viele kulturinteressierte Menschen in Innsbruck haben große Hoffnungen in den Beteiligungsprozess gesetzt und darin ein Potenzial für eine positive kulturelle Entwicklung der Stadt gesehen. Daher fordern wir die Mitglieder des Gemeinderates auf, ihre Entscheidung zu überdenken, und ersuchen um eine Stellungnahme, warum viele der im Prozess erarbeiteten Ziele und Maßnahmen gestrichen wurden.

    Die Mitglieder der battlegroup for art sind natürlich jederzeit bereit, ihren oben dargelegten Standpunkt näher zu erklären.

    Unterzeichnet von den Mitgliedern der battlegroup for art
    (Netzwerk der in Innsbruck tätigen Interessenvertretungen, Plattformen und Zusammenschlüssen aus dem Bereich zeitgenössischer Kunst und Kultur)

    Arno Ritter – aut. architektur und tirol, Kulturbeirat des Landes Tirol, Mitglied des Advisory Board der Kulturstrategie Innsbruck 2030

    Marco Trenkwalder – Filmfestival DIAMETRALE

    Bettina Lutz – FREIRAD Freies Radio Innsbruck

    Siljarosa Schletterer –  IG Autorinnen Autoren Tirol

    Barbara Fischer –  IG Freie Musikschaffende Österreich

    Daniela Oberrauch –  IG Freie Theater Tirol, Mitglied des Advisory Board der Kulturstrategie Innsbruck 2030

    Kristin Jenny – Literaturhaus am Inn

    David Prieth – p.m.k Plattform mobile Kulturinitiativen, Vorstand IG Kultur Österreich, Mitglied der Arbeitsgruppe Kulturstrategie Innsbruck 2030

    Bettina Siegele – Tiroler Künstler:innenschaft

    Andrei Siclodi – Tiroler Künstler:innenschaft, Kulturbeirat des Landes Tirol

    Helene Schnitzer – TKI – Tiroler Kulturinitiativen, Kulturbeirat des Landes Tirol, Mitglied der Arbeitsgruppe Kulturstrategie Innsbruck 2030

    Nicola Weber WEI SRAUM Designforum Tirol, Mitglied der Arbeitsgruppe Kulturstrategie Innsbruck 2030

    KULTURPOLITIK STATT PARTEIPOLITIK

  • Zum Nachhören: So klingt Innsbruck

    — LINK ZUM NACHHÖREN IN DER CBA —

    FREIRAD – Das freie Radio Innsbruck hat eine neue Sendereihe ins Leben gerufen „So klingt Innsbruck“. In diesem besonderen Format begeben sich die Sendungsmacher:innen auf auditive Spurensuche durch Innsbruck und bieten ihren Interview-Partner:innen viel Zeit und Raum auf ihre jeweiligen Themen einzugehen. Vergangene Woche durfte ich im Rahmen eines fast 2 stündigen Spaziergangs durch die Innsbrucker Bogenmeile meine Sicht auf und Zugänge zu vielen verschiedenen Themen Kund tun. Vielen Dank für die Möglichkeit und das tolle Format!

    Über die Sendung:
    Solidarität. Gemeinschaft. Hungrig. Mit diesen drei Worten beschreibt David Prieth die Plattform für mobile Kulturinitiativen (p.m.k), die in den Bögen zu finden ist. Er spaziert mit FREIRAD durch die Viadukte und beantwortet spannende Fragen rund um die Themen Nachtkultur, Diversität und das Image der Bögen.

    Über die Reihe SO KLINGT INNSBRUCK:
    Wer wirkt im öffentlichem Raum in Innsbruck? Welche Initiativen und Vereine gibt’s da? Wie prägen sie das soziale Miteinander in der Stadt? Und wie klingt Innsbruck in ihrem Alltag? Diesen und weiteren Fragen geht FREIRAD gemeinsam mit Radiomacher*innen in neun Sendungen von Oktober bis Dezember auf den Grund.

    Innsbruck ist bekannt für seine prächtige Altstadt, die wunderschöne Umgebung und die bunten Häuser. Weniger oft wird über die zahlreichen Vereine und Initiativen berichtet, die in der Stadt wirken und das Miteinander prägen. FREIRAD holt sie vor die Mikros und fragt: Wer gestaltet eigentlich den öffentlichen (Stadt-)Raum? Welche Vereine und Initiativen in Innsbruck ermöglichen, hinterfragen und kritisieren das soziale Miteinander? Und ganz besonders: Wie klingt ihr Alltag in Innsbruck?

    In neun Sendungen von Oktober bis Dezember geht FREIRAD diesen Fragen auf den Grund und vernetzt sich mit Akteur*innen aus der ganzen Stadt. Von den Gründungsmomenten über aktuelle Projekte und Erfolgsgeschichten bis hin zu Forderungen und Anliegen gibt es in der Sendereihe so einiges über Innsbruck zu erfahren – und die Stadt auf einer auditiven Ebene kennenzulernen.

  • Zum Nachhören: Über Selbstverwaltung von Musikräumen in Österreich

    LINK ZUM NACHHÖREN IN DER CBA

    TEILNEHMER:INNEN: 1bm (Johannes Hager, Simona Reisch), Arena Besetzung 1976 (Ingrid Karl), KAPU (Günther Ziehlinger),
    LAMES (Andi Fränzl, Heidrun Kocher-Kocher), p.m.k. (David Prieth)
    MODERATION: Alisa Beck, Bianca Ludewig
    DATUM: 29.09.2022
    ORT: Zacherlfabrik | Unsafe & Sounds Festival | Wien

    Panel-Discussion in German

    Die Wege der Musiker:innen vom Proberaum bis zu zahlreich verkauften Tonträgern oder ausverkauften Konzerten sind lang. Um sie zu meistern braucht es Clubs und Räume in unterschiedlichen Größenordnungen, die Auftrittsmöglichkeiten bieten und in denen sich neue Bands und Nischenmusiker:innen oder Veranstalter*innen ausprobieren können. Unter den sich weiter verschärfenden gesellschaftlich-ökonomischen Gegebenheiten ist dies in selbstverwalteten und nicht rein kommerziellen Dimensionen immer weniger möglich. Wir diskutieren mit Vertreter*innen aus Innsbruck (p.m.k), Linz (KAPU), St.Pölten (LAMES) und Wien (Einbaumöbel, Arena-Besetzung 1976) darüber was Selbstverwaltung in ihren Raumkontexten bedeutet (hat), wie sie organisiert, gelebt und gesichert werden können. Wie sind die Räume entstanden, in welcher Zeit und Kontext? Was charakterisiert das Konzert- und Musikveranstalten in der Gegenwart und welche Veränderungen gab es? (z.B. Arbeitsstrukturen, Ticketing, Promo, Mieten, Doorpolicies, Lautstärke)

    1BM

    Das Einbaumöbel bietet seit 2005 Raum, Bühne, Wände, Augen, Ohren, Sinne für Kunst- und Kulturexperimente jenseits kommerzieller Programmplanungen. Es ist eine kollektiv geführte, utopische Blase abseits von Konsumzwang und wirtschaftlichem Erfolgsdruck, der Experiment und Kreativität im Keim erstickt und Kunst und Kultur nur nach finanzieller Verwertbarkeit beurteilt. Ein Ort, um Kunst und (Sub)kultur zu schaffen, zu genießen, zu bestaunen, zu verstehen (oder auch nicht) – und natürlich auch zum Tanzen, Hüpfen und sich aneinander erfreuen.

    Simona Reisch ist bildende Künstlerin und Fotografin. Sie ist seit über 10 Jahren im Kulturverein 1bm aktiv und legt unter verschiedenen Pseudonymen auch elektronische Musik auf.

    Johannes Hager (DJ Bacchus) ist Jugendarbeiter und früher Wegbegleiter des KuIturverein Einbaumöbel, er ist Initiator von partizipativen Veranstaltungen im HipHop-Kontext sowie Teil der Drumandbass DJ-Crew static echo.

    INGRID KARL

    „Die Selbstorganisation schreitet voran. Plenarsitzungen finden mehrmals die Woche statt, wo endlich gelernt werden soll, was man in DER Demokratie nicht lernt: Demokratie machen! Die Gebäude werden adaptiert. Jeden Tag ist etwas neues zustande gekommen. Man lernt sich besser kennen. Wenn man das Gelände betritt braucht man lange, bis man dort ist, wo man hinwill, soviele Bekannte stehen im Weg. (…) Viele habe hier zum ersten Mal unbändig Lust engagiert zu sein. Sie kommen aus ihren Löchern, in die man sie hineingetrieben hat, die sensiblen Einzelgänger, die Verlachten und Verschreckten, stehen plötzlich hartnäckig an den Ecken und reden mit Wildfremden (…). Die Mißgunst, die bezahlte, kann die Errungenschaften, die Fortschritte, die täglich gemacht werden, nicht einfach wegputzen. Die Öffentlichkeitsarbeit wird verstärkt werden, die Wiener Bevölkerung soll immer besser erkennen, was für ein Kampf hier geführt wird und wie die Gegner beschaffen sind und wie die Interessen. Es gibt noch viel zu tun. (…) Da muß schon die Polizei her, oder der Winter, (…) aber der Sommer in Wien ist schön in diesem Jahr“. (Gustav Ernst, Juli 1976, Wespennest #23: Arena Dokumentation)

    „Der Auslandsschlachthof war eine Stadt in der Stadt. Auf 70.000 Quadratmetern verstreuten sich Hallen, Pavillons, Wiesen, Werkstätten. Ein Arsenal an Möglichkeiten. In den ersten Julitagen wurden immer mehr Gebäude adaptiert. Es entstand ein Filmpalast, Caféhäuser, ein Frauenhaus, ein Kinderhaus, eine Universität, Theater, Stadtzeitungen. Die Ideen sprudelten. ‚Das war eine derartig erfrischende Stimmung. Alle hatten Einfälle und setzten sie um, eine lebendige Szene, wie sie heute nur schwer vorstellbar ist‘, sagt Karl. (…) Am 10. Oktober fand im Auslandsschlachthof St. Marx das letzte Plenum der Arena statt. Zwei Tage später rollten Bagger und Planierraupen an. (…) Nach 104 Tagen endete Wiens Revolution, ‚unser 1968‘, wie es Karl nennt.“ (Matthias Winterer, Juli 2016, Wiener Zeitung: Der lange Schatten des heißen Sommers 1976)

    Ingrid Karl war vom Anfang bis zum Ende der Arena Besetzung Komitee-Mitglied und vor allem für Programm und Koordinierung verantwortlich.

    KAPU

    Die KAPU ist ein Kulturverein in Linz. Hier finden hauptsächlich Konzerte statt, sowie Aktivitäten in den Bereichen zeitgenössische Kunst, Medien, Performance, Lesungen, Kino, Radio, Netzkultur und
    philosophisch-politische Diskurse. Getragen wird die Vereinstätigkeit von den Ehrenamtlichen in der Betriebsgruppe und den Hauptamtlichen in der Geschäftsführung, der Technik und der Bar.

    Günther Ziehlinger ist seit über 10 Jahren in der Geschäftsführung aktiv.

    LAMES

    Der Kulturverein LAMES (La Musique et Sun) wurde 1999 in St. Pölten gegründet. Es begann 1995 als Künstler*innen Kollektiv und wurde dann zum offiziellen Verein! Zwei alte Häuser und ein 5h großes Gelände, das ursprünglich für Wohnbau vorgesehen war, wurde 15 Jahre lang bespielt, revitalisiert und letztendlich gelang es, diesen besonderen Ort als Kunst und Naturraum zu sichern (Pachtvertrag). Aus LAMES entwuchs 2011 der Verein Sonnenpark, der für den Naturbereich zuständig war und auch Feste veranstaltete. LAMES kennt man hauptsächlich durch das alljährlich stattfindende Symposium & Festival „Parque del Sol“, wovon sich auch der Ortsname abgleitet hat. Der Verein ist weiters bekannt für Interdisziplinarität im Subkultur Kontext, freie Wissensvermittlungsformate und Clubkultur. Jetzt sind beide Vereine wieder Einer und sieht sich als laborhafter Zukunftsraum, an dem Kunst, Kultur, Natur, Ökologie und Community perfekt zusammenfließen kann.

    Andi Fränzl war jahrelang als Sänger mit Bauchklang unterwegs, ist Gründungsmitglied von LAMES, Grafiker, bildender Künstler, DJ, Kurator, war jahrelang im Vorstand des Vereins & ist seit 2021 fürs künstlerische Programm zuständig.

    Heidrun Kocher-Kocher ist studierte Bildhauerin und seit rund 14 Jahren in stetig wachsender Beziehung mit Lames & Sonnenpark als Veranstalterin, Kuratorin & DJ; der Salon für Bildsprachlichkeit bildet das Dach über ihren vielseitigen Projekten und Engagements (u.a. Rote Suppe, Lustige Witwe, leuchten!, angenehm jetzt).

    “Im Moment ist alles im Transformationsmodus. Die Vereinshäuser werden renoviert. Zwei Vereine frisch fusioniert – es liegt eine große Crowdfundingaktion hinter uns. Wir brauchen nach wie vor Geld und mehr Mittel für die Renovierung und eine Struktur die nicht ständig hechelt. Wir versuchen im Wachstum unserer Identität treu zu bleiben und den vielgepriesenen DIY-Geist in die nächste Ebene zu bringen. Wir verhandeln und diskutieren intern und extern – Challenging insgesamt – und natürlich ruft die Utopie und Vision – noch mehr als bis jetzt – gelebte Wirklichkeit zu werden!”

    P.M.K.

    Die p.m.k ist ein seit 2003 in den Innsbrucker Viaduktbögen beheimatetes Kultur- und Veranstaltungszentrum, das aus knapp 40 Mitgliedsvereinen und über 200 aktiven Mitgliedern besteht. Die Mitgliedsvereine veranstalten auf eigene Rechnung und Verantwortung, nutzen dabei sämtliche technische sowie organisatorische Strukturen und lukrieren sämtliche Einnahmen des Abends, womit sie wiederum ihre Aufwendungen wie Künstlergagen etc bestreiten. Aktuell finden in der p.m.k circa 150 Veranstaltungen pro Jahr statt. Das dazugehörige Verwaltungsbüro setzt heute neben infrastrukturellem und organisatorischem Support bei Veranstaltungen als Serviceleistung für die Mitglieder verstärkt auch auf gemeinsame Öffentlichkeits- und Pressearbeit. Neben dem monatlichen Programmfolder gibt es auch eine gemeinsame Homepage sowie gemeinsam genutzte Social Media Kanäle. Das Konzept schlanke Verwaltung und größtmögliche Unterstützung der Mitglieder, die Gewährleistung guter und professioneller Konditionen und reibungsloser Organisationsabläufe bewährt sich nun bereits seit knapp 20 Jahren.

    David Prieth ist seit 2017 Geschäftsführer der p.m.k. und Vorstandsmitglied der Tiroler Kulturinitiativen (IG Kultur Österreich). Zuvor leitete er u.a. das Veranstaltungsresort der Bäckerei – Kulturbackstube in Innsbruck.

    ALISA BECK

    Alisa Beck, is a cultural worker, art historian and producer with a focus on experimental formats in performance, music and urban research. She studied art history and cultural studies at the University of Vienna and the Université Paris-Sorbonne. Since 2008, she worked in the fields of curating, communication and education at various cultural institutions in Leipzig, Paris, Weimar and Vienna. She was part of the artist-run space mo.ë in Vienna (2014-2017) and in the production management for urbanize! festival (2018-2021). Since 2017 she is running smallforms – concert series for experimental music forms together with Gustavo Petek. Currently she is part of the artist group Blind Date Collaboration and the producer duo Olympionik*innen Productions. Together with Sara Zlanabitnig she is artistic director of the music venue echoraum in Vienna since 2022. She is board member of IG Kultur Wien and active in various groups related to urban activism.

    BIANCA LUDEWIG

    Bianca Ludewig ist Kulturanthropologin, sie studierte Philosophie, Ethnologie und Europäische Ethnologie in Hamburg und Berlin. Sie promovierte an der Universität Innsbruck mit einer Studie über künstlerische Praktiken und Arbeitsverhältnisse auf Transmedia Festivals. Sie war Universitätsassistentin an der Universität Wien und über das Institut für Europäische Ethnologie erschien 2019 ihr Buch „Utopie und Apokalypse in der Popmusik. Gabber und Breakcore in Berlin“. Ludewig ist Kulturarbeiterin und Musikjournalistin, produziert seit vielen Jahren Texte und Radiosendungen.