Das gestrige Panel „Zwischen Kritik und Konsequenz“ in Wien hat für mich sehr deutlich gezeigt, in welchem Spannungsfeld wir uns aktuell bewegen.
Aus meiner Arbeit für die Vienna Club Commission, im Veranstaltungsbereich und in der kulturpolitischen Interessenvertretung kenne ich viele dieser Fragen seit Jahren – aber ich habe selten so klar gesehen, wie sehr sich die Erwartungen verschoben haben.
Was gestern sichtbar wurde:
Es reicht nicht mehr, über Prozesse zu sprechen, wenn konkrete Konsequenzen eingefordert werden.
Es reicht nicht, Konflikte zu moderieren, wenn struktureller Machtmissbrauch im Raum steht.
Und es reicht nicht, Verantwortung auf Einzelne abzuschieben, wenn die eigentlichen Fragen auf institutioneller und systemischer Ebene liegen.
Gleichzeitig zeigt meine Erfahrung aus der Praxis auch:
Diese Themen sind nicht einfach aufzulösen.
Ein Übergriff ist kein Konflikt.
Nicht jede Kritik ist gleich gelagert.
Und viele Situationen bewegen sich in Graubereichen, in denen Entscheidungen trotzdem getroffen werden müssen.
Genau hier entsteht aktuell die größte Unsicherheit – und auch der größte Druck auf Veranstalter:innen, Clubs und Institutionen.
Das Panel konnte diese Spannungen nicht auflösen.
Aber es hat etwas anderes geschafft:
Es hat sichtbar gemacht, wo die Bruchlinien verlaufen.
Zwischen Aufarbeitung und Konsequenz.
Zwischen individueller und struktureller Verantwortung.
Zwischen dem Anspruch, „richtig“ zu handeln – und den realen Handlungsspielräumen in einem komplexen System.
Und auch zwischen unterschiedlichen Vorstellungen davon, was ein öffentliches Diskursformat überhaupt leisten kann.
Für mich ist daraus klar ableitbar:
Wir kommen an einen Punkt, an dem Diskurs alleine nicht mehr ausreicht.
Was fehlt, sind nachvollziehbare Entscheidungslogiken – also Strukturen, die klären:
Wie gehen wir mit Vorwürfen um?
Wer entscheidet?
Und auf welcher Grundlage?
Genau daran arbeite ich aktuell gemeinsam mit der Vienna Club Commission und anderen Akteur:innen im Feld.
Der nächste Schritt kann aus meiner Sicht nur sein:
Formate zu entwickeln, die nicht nur Austausch ermöglichen, sondern zu konkreten Orientierungen und Entscheidungen führen.
Denn die eigentliche Herausforderung beginnt genau hier:
Wie kommen wir von Diskussion zu Struktur?
Danke an alle, die sich gestern eingebracht haben – am Podium und im Publikum. Die nächsten Schritte folgen.
Schlagwort: Diskussion
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Diskurs reicht nicht mehr – wir müssen anfangen, Entscheidungen zu strukturieren.
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SCC Club Talks #3 – Frei(e) Flächen für die Clubkultur
SCC Club Talks #3 – Frei(e) Flächen für die Clubkultur
Talk am 10. Dezember 2025, MARK Salzburg
Ich war eingeladen, beim dritten und letzten „Club Talk“ der Salzburg Club Commission über die Frage zu sprechen, wie Städte Freiflächen für eine lebendige Clubkultur öffnen können – und welche strukturellen Voraussetzungen es dafür braucht.
In meinem Input habe ich Einblicke in das Free-Spaces-Projekt der Vienna Club Commission gegeben, das in Wien seit 2023 legale Open-Air-Raves im öffentlichen Raum ermöglicht und ein neues Modell der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Szene erprobt. Gleichzeitig habe ich über das Bogenfest in Innsbruck gesprochen – ein Beispiel dafür, wie subkulturelle Akteur*innen städtische Räume zurückerobern und mitgestalten können.
Ein zentraler Punkt meines Beitrags war die Frage, wie Kooperation funktionieren kann, ohne dass die kulturelle oder inhaltliche Klarheit verloren geht. Städte und Gebietskörperschaften sind stark darin, das heavy lifting zu übernehmen – Genehmigungsverfahren, finanzielle Unterstützung, Abwicklung, Sicherheit. Die inhaltliche Gestaltung hingegen ist und bleibt die Expertise der Kulturarbeiter*innen, Initiativen und Kollektive.
Ich habe betont, dass wir neue Allianzen brauchen, um spannende Inhalte auch in Zukunft gewährleisten zu können. Die Clubkultur verändert sich rasant: Publikum, soziale Dynamiken und Nutzungsformen sind nicht mehr dieselben wie vor zehn oder zwanzig Jahren.
Es wäre ein Fehler, überholte Modelle nostalgisch in die Zukunft verlängern zu wollen. Stattdessen müssen wir wachsam bleiben, wie wir eine neue Generation von ausgeh-hungrigen Menschen für Clubs, Gemeinschaft und gemeinsames Schaffen begeistern können.
Der Talk war ein Anlass, diese Fragen offen zu diskutieren – und einmal mehr sichtbar zu machen, wie wichtig frei(e) Flächen, niederschwellige Zugänge und echte Zusammenarbeit zwischen Stadt und Szene für eine nachhaltige, vielfältige Clubkultur sind.

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Podiumsdiskussion: Junge Kulturszene Innsbruck – was ist da los?
Am 3. Dezember 2025 nahm ich auf Einladung des Jugendzentrums mk an einer Podiumsdiskussion zur aktuellen Situation der Innsbrucker Club- und Kulturszene teil. Vertreterinnen aller im Gemeinderat vertretenen Fraktionen diskutierten dabei gemeinsam mit Akteurinnen aus der Praxis über zentrale Fragen urbaner Kulturpolitik: die Bedeutung konsumfreier Räume, steigende Miet- und Gewerbekosten, die Zukunft bestehender Kulturorte sowie die strukturellen Bedingungen, unter denen junge Menschen heute eigene Projekte entwickeln können.
In meinem Beitrag habe ich betont, dass Kunst und Kultur nicht als freiwillige Zusatzleistung einer Stadt verstanden werden sollten. Kulturorte – Clubs, Jugendzentren, selbstorganisierte Räume oder Festivals – sind Teil urbaner Infrastruktur. Viele kulturelle und soziale Entwicklungen, die heute selbstverständlich erscheinen, sind in solchen Kontexten entstanden: in Räumen, in denen Menschen experimentieren, sich organisieren und gemeinsam handeln können.
Gleichzeitig wurde in der Diskussion deutlich, dass diese Räume keineswegs selbstverständlich sind. Steigende Kosten, administrative Hürden und konkurrierende Nutzungsinteressen erhöhen den Druck auf bestehende Strukturen. Kulturpolitik steht daher vor der Aufgabe, nicht nur einzelne Projekte zu fördern, sondern langfristig verlässliche Rahmenbedingungen für kulturelle Infrastruktur zu schaffen.
Ein konkretes Beispiel dafür ist die Situation rund um die „Junge Talstation“. Dass es zunächst öffentlichen Druck gebraucht hat, bevor eine notwendige Sanierung politisch zugesagt wurde, zeigt, wie fragil viele dieser Orte sind. Die mittlerweile formulierte Zusage ist ein wichtiger Schritt – sie macht aber auch sichtbar, dass Kulturorte oft erst dann politisch wahrgenommen werden, wenn ihr Fortbestand akut gefährdet ist.
Ein weiterer Punkt, der mir wichtig war: Junge Menschen müssen ihre Interessen organisieren und artikulieren können. Selbstorganisation war historisch immer eine zentrale Kraft der Kulturentwicklung. Gleichzeitig braucht es eine Stadtpolitik, die solchen Initiativen nicht mit Misstrauen begegnet, sondern sie als legitimen Teil urbaner Entwicklung ernst nimmt.
Die Diskussion hat einmal mehr gezeigt, dass Innsbruck vor einer grundlegenden kulturpolitischen Frage steht: Wie positioniert sich die Stadt zwischen touristischer Vermarktung und einer lebendigen, selbstorganisierten Kulturszene? Diese beiden Perspektiven schließen einander nicht zwingend aus. Damit sie koexistieren können, braucht es jedoch eine klare politische Haltung – und das Verständnis, dass lebendige Kulturarbeit Zeit, Räume und Ressourcen braucht.



(Fotos: Felix Schaich)
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VCC Podiumsgespräch: Antisemitismus in der Clubszene
Donnerstag, 06.03.2025, 19:00-20:30 @Loop
Wichtig: Teilnahme nur mit Anmeldung! Anmeldefrist: Mittwoch, 05.03., 18:00 Uhr
Antisemitismus ist kein neues Phänomen, doch seit Oktober 2023 erleben wir einen drastischen Anstieg – die Antisemitismus-Meldestelle der Israelitischen Kultusgemeinde verzeichnete in ihrem Jahresbericht für 2023 fast 60 % mehr dokumentierte Vorfälle als im Vorjahr. Jüdische Personen sind verstärkt mit Ausgrenzung und Anfeindungen konfrontiert, und davon bleiben subkulturelle Räume und Clubs nicht verschont. Gleichzeitig wird der Dialog immer schwieriger.
Nach über einem Jahr der Spaltung in der Szene wollen wir gemeinsam mit betroffenen clubkulturellen Akteur:innen diese Missstände benennen und Erfahrungen sichtbar machen.
Am Podium
Moderation: Nicholas Potter (he/him) – taz/die tageszeitung
Nicholas Potter ist Redakteur bei der taz/die tageszeitung und Mitherausgeber des Buches “Judenhass Underground”. Von Dezember 2024 bis Jänner 2025 war er Fellow des Internationalen Journalist:innenprogramms bei der Jerusalem Post. Nicholas wurde 2024 für den Theodor-Wolff-Preis nominiert.
Speaker:
Fossi – ://about blank
Fossi arbeitet seit 13 Jahren im ://about blank, davon knapp 10 Jahre im Betreiber*innenkollektiv. Neben der geschäftsführenden Tätigkeit ist Fossi in der Personalabteilung, in der Schichtplanung und in der gastronomischen Administration aktiv und arbeitet auch häufig im (Wochenend-)Betrieb.
Micòl (they/them) – Wir Freuen Uns
Micòl ist Gründungsmitglied des Awareness-Kollektivs “Wir freuen uns”.
Seit 2020 leitet und stellt Micòl Awareness- und Care-Teams für Festivals, Veranstaltungen und Partys in der Wiener Clubszene. Als queere, jüdische Person of Colour versteht Micòl Care nicht nur als Schutzmaßnahme, sondern als politisches Handeln, um Sicherheit und Verantwortung in Clubs und auf Veranstaltungen aktiv mitzugestalten. Transparenzhinweis: Micòl ist seit 2024 bei der Vienna Club Commission angestellt.Sheri Avraham (they/them) – Künstler:in bei Havera Club und Vorstandsmitglied der IG Bildende Kunst
Sheri ist transdisziplinäre:r Künstler:in, Kurator:inundOrganisator:in an der Schnittstelle von Kunst, Politik und sozialem Engagement. Sheris Arbeit umfasst Performancekunst, Videoinstallationen und transdisziplinäre Projekte. Zu Sheris jüngsten Arbeiten gehören On class matter (Bon, Be’er Scheva, Wien 2024), Gefahren einseitiger Geschichten, Der 7. Oktober aus einer queeren arabisch-jüdischen Perspektive (MALMOE 107, 2024), 071023 (Wien, 2023), ze_Mycelium (Salzburg, Wien, 2023), The World of ze_R0!Ayns (Wien, 2022) und Cycle (Tel Aviv, Wien 2022).
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nacht:leben – ClubKulturKonferenz 26.01.2024
Alle reden über Clubkultur und warum Menschen und Städte dringend Clubs brauchen, aber worum gehts dabei überhaupt? Morgen findet Innsbrucks erste ClubKultur-Konferenz statt! Und unser umtriebiges @kulturkollektiv_contrapunkt hosted dabei ebenfalls zwei Panels mit super interessanten Menschen, die ich moderieren darf

⌦ Ab 16:00 (@pmk_ibk ) LICHT AN, SPERRSTUNDE! Der Club als Auslaufmodell? mit BC-A (DJ/TKI), Steve Hope (DJ/Gewerkschaft DECK), ed royal (DJ/Ex-Cubique) und Martina Brunner (Vienna Club Commission)
⌦ Ab 20:00 (@rfdinsel ) Lesung und Diskussion: DIE CLUBMASCHINE (BERGHAIN) mit Kilian Jörg.
Danke an die @ibkclubcomm für die tolle Organisation. Wir sehen uns morgen im Strobo
Mehr Informationen unter https://www.instagram.com/ibkclubcomm/






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Zum Nachhören: Über Selbstverwaltung von Musikräumen in Österreich
— LINK ZUM NACHHÖREN IN DER CBA —
TEILNEHMER:INNEN: 1bm (Johannes Hager, Simona Reisch), Arena Besetzung 1976 (Ingrid Karl), KAPU (Günther Ziehlinger),
LAMES (Andi Fränzl, Heidrun Kocher-Kocher), p.m.k. (David Prieth)
MODERATION: Alisa Beck, Bianca Ludewig
DATUM: 29.09.2022
ORT: Zacherlfabrik | Unsafe & Sounds Festival | WienPanel-Discussion in German
Die Wege der Musiker:innen vom Proberaum bis zu zahlreich verkauften Tonträgern oder ausverkauften Konzerten sind lang. Um sie zu meistern braucht es Clubs und Räume in unterschiedlichen Größenordnungen, die Auftrittsmöglichkeiten bieten und in denen sich neue Bands und Nischenmusiker:innen oder Veranstalter*innen ausprobieren können. Unter den sich weiter verschärfenden gesellschaftlich-ökonomischen Gegebenheiten ist dies in selbstverwalteten und nicht rein kommerziellen Dimensionen immer weniger möglich. Wir diskutieren mit Vertreter*innen aus Innsbruck (p.m.k), Linz (KAPU), St.Pölten (LAMES) und Wien (Einbaumöbel, Arena-Besetzung 1976) darüber was Selbstverwaltung in ihren Raumkontexten bedeutet (hat), wie sie organisiert, gelebt und gesichert werden können. Wie sind die Räume entstanden, in welcher Zeit und Kontext? Was charakterisiert das Konzert- und Musikveranstalten in der Gegenwart und welche Veränderungen gab es? (z.B. Arbeitsstrukturen, Ticketing, Promo, Mieten, Doorpolicies, Lautstärke)
1BM
Das Einbaumöbel bietet seit 2005 Raum, Bühne, Wände, Augen, Ohren, Sinne für Kunst- und Kulturexperimente jenseits kommerzieller Programmplanungen. Es ist eine kollektiv geführte, utopische Blase abseits von Konsumzwang und wirtschaftlichem Erfolgsdruck, der Experiment und Kreativität im Keim erstickt und Kunst und Kultur nur nach finanzieller Verwertbarkeit beurteilt. Ein Ort, um Kunst und (Sub)kultur zu schaffen, zu genießen, zu bestaunen, zu verstehen (oder auch nicht) – und natürlich auch zum Tanzen, Hüpfen und sich aneinander erfreuen.
Simona Reisch ist bildende Künstlerin und Fotografin. Sie ist seit über 10 Jahren im Kulturverein 1bm aktiv und legt unter verschiedenen Pseudonymen auch elektronische Musik auf.
Johannes Hager (DJ Bacchus) ist Jugendarbeiter und früher Wegbegleiter des KuIturverein Einbaumöbel, er ist Initiator von partizipativen Veranstaltungen im HipHop-Kontext sowie Teil der Drumandbass DJ-Crew static echo.
INGRID KARL
„Die Selbstorganisation schreitet voran. Plenarsitzungen finden mehrmals die Woche statt, wo endlich gelernt werden soll, was man in DER Demokratie nicht lernt: Demokratie machen! Die Gebäude werden adaptiert. Jeden Tag ist etwas neues zustande gekommen. Man lernt sich besser kennen. Wenn man das Gelände betritt braucht man lange, bis man dort ist, wo man hinwill, soviele Bekannte stehen im Weg. (…) Viele habe hier zum ersten Mal unbändig Lust engagiert zu sein. Sie kommen aus ihren Löchern, in die man sie hineingetrieben hat, die sensiblen Einzelgänger, die Verlachten und Verschreckten, stehen plötzlich hartnäckig an den Ecken und reden mit Wildfremden (…). Die Mißgunst, die bezahlte, kann die Errungenschaften, die Fortschritte, die täglich gemacht werden, nicht einfach wegputzen. Die Öffentlichkeitsarbeit wird verstärkt werden, die Wiener Bevölkerung soll immer besser erkennen, was für ein Kampf hier geführt wird und wie die Gegner beschaffen sind und wie die Interessen. Es gibt noch viel zu tun. (…) Da muß schon die Polizei her, oder der Winter, (…) aber der Sommer in Wien ist schön in diesem Jahr“. (Gustav Ernst, Juli 1976, Wespennest #23: Arena Dokumentation)
„Der Auslandsschlachthof war eine Stadt in der Stadt. Auf 70.000 Quadratmetern verstreuten sich Hallen, Pavillons, Wiesen, Werkstätten. Ein Arsenal an Möglichkeiten. In den ersten Julitagen wurden immer mehr Gebäude adaptiert. Es entstand ein Filmpalast, Caféhäuser, ein Frauenhaus, ein Kinderhaus, eine Universität, Theater, Stadtzeitungen. Die Ideen sprudelten. ‚Das war eine derartig erfrischende Stimmung. Alle hatten Einfälle und setzten sie um, eine lebendige Szene, wie sie heute nur schwer vorstellbar ist‘, sagt Karl. (…) Am 10. Oktober fand im Auslandsschlachthof St. Marx das letzte Plenum der Arena statt. Zwei Tage später rollten Bagger und Planierraupen an. (…) Nach 104 Tagen endete Wiens Revolution, ‚unser 1968‘, wie es Karl nennt.“ (Matthias Winterer, Juli 2016, Wiener Zeitung: Der lange Schatten des heißen Sommers 1976)
Ingrid Karl war vom Anfang bis zum Ende der Arena Besetzung Komitee-Mitglied und vor allem für Programm und Koordinierung verantwortlich.
KAPU
Die KAPU ist ein Kulturverein in Linz. Hier finden hauptsächlich Konzerte statt, sowie Aktivitäten in den Bereichen zeitgenössische Kunst, Medien, Performance, Lesungen, Kino, Radio, Netzkultur und
philosophisch-politische Diskurse. Getragen wird die Vereinstätigkeit von den Ehrenamtlichen in der Betriebsgruppe und den Hauptamtlichen in der Geschäftsführung, der Technik und der Bar.Günther Ziehlinger ist seit über 10 Jahren in der Geschäftsführung aktiv.
LAMES
Der Kulturverein LAMES (La Musique et Sun) wurde 1999 in St. Pölten gegründet. Es begann 1995 als Künstler*innen Kollektiv und wurde dann zum offiziellen Verein! Zwei alte Häuser und ein 5h großes Gelände, das ursprünglich für Wohnbau vorgesehen war, wurde 15 Jahre lang bespielt, revitalisiert und letztendlich gelang es, diesen besonderen Ort als Kunst und Naturraum zu sichern (Pachtvertrag). Aus LAMES entwuchs 2011 der Verein Sonnenpark, der für den Naturbereich zuständig war und auch Feste veranstaltete. LAMES kennt man hauptsächlich durch das alljährlich stattfindende Symposium & Festival „Parque del Sol“, wovon sich auch der Ortsname abgleitet hat. Der Verein ist weiters bekannt für Interdisziplinarität im Subkultur Kontext, freie Wissensvermittlungsformate und Clubkultur. Jetzt sind beide Vereine wieder Einer und sieht sich als laborhafter Zukunftsraum, an dem Kunst, Kultur, Natur, Ökologie und Community perfekt zusammenfließen kann.
Andi Fränzl war jahrelang als Sänger mit Bauchklang unterwegs, ist Gründungsmitglied von LAMES, Grafiker, bildender Künstler, DJ, Kurator, war jahrelang im Vorstand des Vereins & ist seit 2021 fürs künstlerische Programm zuständig.
Heidrun Kocher-Kocher ist studierte Bildhauerin und seit rund 14 Jahren in stetig wachsender Beziehung mit Lames & Sonnenpark als Veranstalterin, Kuratorin & DJ; der Salon für Bildsprachlichkeit bildet das Dach über ihren vielseitigen Projekten und Engagements (u.a. Rote Suppe, Lustige Witwe, leuchten!, angenehm jetzt).
“Im Moment ist alles im Transformationsmodus. Die Vereinshäuser werden renoviert. Zwei Vereine frisch fusioniert – es liegt eine große Crowdfundingaktion hinter uns. Wir brauchen nach wie vor Geld und mehr Mittel für die Renovierung und eine Struktur die nicht ständig hechelt. Wir versuchen im Wachstum unserer Identität treu zu bleiben und den vielgepriesenen DIY-Geist in die nächste Ebene zu bringen. Wir verhandeln und diskutieren intern und extern – Challenging insgesamt – und natürlich ruft die Utopie und Vision – noch mehr als bis jetzt – gelebte Wirklichkeit zu werden!”
P.M.K.
Die p.m.k ist ein seit 2003 in den Innsbrucker Viaduktbögen beheimatetes Kultur- und Veranstaltungszentrum, das aus knapp 40 Mitgliedsvereinen und über 200 aktiven Mitgliedern besteht. Die Mitgliedsvereine veranstalten auf eigene Rechnung und Verantwortung, nutzen dabei sämtliche technische sowie organisatorische Strukturen und lukrieren sämtliche Einnahmen des Abends, womit sie wiederum ihre Aufwendungen wie Künstlergagen etc bestreiten. Aktuell finden in der p.m.k circa 150 Veranstaltungen pro Jahr statt. Das dazugehörige Verwaltungsbüro setzt heute neben infrastrukturellem und organisatorischem Support bei Veranstaltungen als Serviceleistung für die Mitglieder verstärkt auch auf gemeinsame Öffentlichkeits- und Pressearbeit. Neben dem monatlichen Programmfolder gibt es auch eine gemeinsame Homepage sowie gemeinsam genutzte Social Media Kanäle. Das Konzept schlanke Verwaltung und größtmögliche Unterstützung der Mitglieder, die Gewährleistung guter und professioneller Konditionen und reibungsloser Organisationsabläufe bewährt sich nun bereits seit knapp 20 Jahren.
David Prieth ist seit 2017 Geschäftsführer der p.m.k. und Vorstandsmitglied der Tiroler Kulturinitiativen (IG Kultur Österreich). Zuvor leitete er u.a. das Veranstaltungsresort der Bäckerei – Kulturbackstube in Innsbruck.
ALISA BECK
Alisa Beck, is a cultural worker, art historian and producer with a focus on experimental formats in performance, music and urban research. She studied art history and cultural studies at the University of Vienna and the Université Paris-Sorbonne. Since 2008, she worked in the fields of curating, communication and education at various cultural institutions in Leipzig, Paris, Weimar and Vienna. She was part of the artist-run space mo.ë in Vienna (2014-2017) and in the production management for urbanize! festival (2018-2021). Since 2017 she is running smallforms – concert series for experimental music forms together with Gustavo Petek. Currently she is part of the artist group Blind Date Collaboration and the producer duo Olympionik*innen Productions. Together with Sara Zlanabitnig she is artistic director of the music venue echoraum in Vienna since 2022. She is board member of IG Kultur Wien and active in various groups related to urban activism.
BIANCA LUDEWIG
Bianca Ludewig ist Kulturanthropologin, sie studierte Philosophie, Ethnologie und Europäische Ethnologie in Hamburg und Berlin. Sie promovierte an der Universität Innsbruck mit einer Studie über künstlerische Praktiken und Arbeitsverhältnisse auf Transmedia Festivals. Sie war Universitätsassistentin an der Universität Wien und über das Institut für Europäische Ethnologie erschien 2019 ihr Buch „Utopie und Apokalypse in der Popmusik. Gabber und Breakcore in Berlin“. Ludewig ist Kulturarbeiterin und Musikjournalistin, produziert seit vielen Jahren Texte und Radiosendungen.









