Schlagwort: kulturpolitik

  • Bei einem Monopol ist Nachvollziehbarkeit keine Servicefrage, sondern demokratische Mindestbedingung.

    In den vergangenen Monaten häufen sich Berichte über Streitfälle rund um die AKM – also jene Organisation, die Musiknutzung einsammelt und die Einnahmen an Urheber:innen verteilt. DJs melden ihre Playlists, Veranstalter reichen ihre Veranstaltungsdaten ein – und dennoch bleibt für viele Beteiligte unklar, wie genau abgerechnet und ausgeschüttet wird. Das ist mehr als eine Detailfrage. Es berührt die Governance eines monopolistisch organisierten Systems.

    Was passiert konkret?

    Zwei Konfliktlinien sind sichtbar.

    Erstens: die Ausschüttung im DJ-Bereich. Wie Der Standard (16.02.2026) berichtet, werden DJ-Sets häufig nicht titelgenau abgerechnet. Stattdessen basiert die Verteilung auf Stichproben eines Meinungsforschungsinstituts – es wird also nicht alles gemessen; ein Ausschnitt entscheidet darüber, welche Werke berücksichtigt werden. Gleichzeitig investiert die AKM in ein KI-Startup, ohne konkrete Angaben zu Kosten oder Zeitplan zu machen.

    Zweitens: die Rechnungslegung gegenüber Veranstalter:innen. Laut Der Standard (24.11.2025) sind Rechnungen vielfach nicht prüfbar. Berechnungsmethode, verwendete Parameter und angewandte Rabatte scheinen nicht auf. Ein von der Aufsichtsbehörde eingeleitetes Vermittlungsverfahren (§64 VerwGesG) wurde von der AKM abgelehnt.

    Die KUPF OÖ dokumentiert in einem Blogbeitrag vom 24.11.2025 darüber hinaus operative Folgen der Zentralisierung: Entpersonalisierung, erhöhte Fehlerquote bei automatisierter Rechnungserstellung und Rechnungskorrekturen ohne nachvollziehbare Erläuterung. Die zentrale Forderung: Berechnungsmethode, Kriterien und Rabatt transparent ausweisen.

    Warum das strukturell ist

    Die AKM verwaltet ein gesetzlich eingeräumtes Monopol. Wer Musik öffentlich nutzt, muss darüber lizenzieren. Es gibt faktisch keine Alternative. In solchen Strukturen entsteht ein asymmetrisches Machtverhältnis: Nutzer:innen können nicht ausweichen, sie sind auf die Fairness und Nachvollziehbarkeit des Systems angewiesen.

    Transparenz ist hier keine Servicequalität. Sie ist Voraussetzung demokratischer Legitimation. Wenn Rechnungen nicht überprüfbar sind oder Ausschüttungslogiken nicht nachvollziehbar erscheinen, verschiebt sich das Problem von der operativen Ebene auf die Ebene institutioneller Glaubwürdigkeit.

    Kulturpolitische Relevanz

    Für Politik und Verwaltung ist das keine Randfrage. Veranstalter:innen – insbesondere in der freien Szene – arbeiten mit engen Budgets und Förderlogiken, die Planbarkeit voraussetzen. Wenn Abrechnungen monatelang offenbleiben oder methodisch nicht nachvollziehbar sind, wirkt sich das unmittelbar auf Budgetierung, Liquidität und Risikobewertung aus.

    Ebenso stellt sich die Frage nach Verteilungsgerechtigkeit: Wenn im DJ-Bereich nicht titelgenau erfasst wird, sondern mit Stichproben gearbeitet wird, können strukturelle Verzerrungen entstehen. Das betrifft nicht nur einzelne Akteur:innen, sondern die Breite und Vielfalt musikalischer Produktion.

    Was jetzt sachlich notwendig wäre

    Aus den dokumentierten Konflikten lassen sich drei Mindeststandards ableiten:
    1. Rechnungen müssen Berechnungsmethode, verwendete Parameter und angewandte Rabatte transparent ausweisen.
    2. Umstrukturierungen dürfen nicht zu einem Verlust an Zuständigkeit und Reaktionsfähigkeit führen; nachvollziehbare Service- und Bearbeitungsstandards sind erforderlich.
    3. Für die digitale Erfassung und Ausschüttung – insbesondere im DJ-Bereich – braucht es einen transparenten Zeitplan und Klarheit über Implementierungsschritte.

    Diese Punkte stellen das Prinzip kollektiver Rechtewahrnehmung nicht infrage. Im Gegenteil: Sie stärken es.

    Verwertungsgesellschaften sind zentrale Infrastruktur für Kunst und Kultur. Gerade deshalb müssen sie in ihrer Funktionsweise nachvollziehbar sein. In monopolistischen Strukturen ist Transparenz keine optionale Serviceleistung – sie ist demokratische Mindestbedingung.

    Quellen:
    https://kupf.at/blog/fehlende-transparenz-warum-wir-ein-verfahren-gegen-die-akm-anstrengen/
    https://www.derstandard.at/story/3000000297708/117-millionen-zu-verteilen-musiker-fordern-transparenz-bei-akm-abrechnungen
    https://www.derstandard.at/story/3000000308792/wachsender-missmut-bei-musikern-ueber-tantiemen-berechnung-der-akm

  • Kulturräume als demokratische Infrastruktur: Warum „Reich für die Insel“ erhalten werden muss

    Im Zukunftsvertrag 2024–2030 bekennt sich die Innsbrucker Stadtregierung ausdrücklich zu Transparenz, nachvollziehbaren Entscheidungsprozessen, verantwortungsvollem Umgang mit öffentlichen Mitteln und echter Bürger:innenbeteiligung. Diese Grundsätze sind kein rhetorischer Rahmen. Sie sind Maßstab politischen Handelns.

    Genau an diesen Maßstäben muss sich der Umgang mit dem Glaskubus und der dort angesiedelten Kulturinitiative „Reich für die Insel“ messen lassen. Es geht nicht um einen einzelnen Raum, sondern um den größeren Zusammenhang.

    Kulturräume sind keine dekorativen Ergänzungen einer Stadt. Sie sind soziale Infrastruktur. Sie sind jene „dritten Orte“, die nicht primär Wohnen oder Arbeiten dienen, sondern Begegnung ermöglichen. Orte, an denen Menschen einander nicht als Kund:innen oder Konkurrent:innen begegnen, sondern als Mitgestaltende.

    Viele kulturelle und gesellschaftliche Innovationen entstehen nicht in durchoptimierten Institutionen. Sie entstehen in Experimentierfeldern. In Zwischenräumen. In selbstorganisierten Strukturen. Der Glaskubus ist ein solcher Ort. Er ist kein fertiges Produkt, er ist ein Möglichkeitsraum. Und genau solche Räume sind in einer Stadt wie Innsbruck, die mit steigenden Mieten und hohen Eintrittsschwellen konfrontiert ist, strukturell gefährdet. Wenn diese Räume verschwinden, entstehen sie nicht automatisch neu. Sie entstehen nur dort, wo politische Entscheidungen sie ermöglichen.

    Transparenz ist kein Versprechen – sie ist Verpflichtung
    Die Stadt Innsbruck hat 2025 öffentlich betont, dass neue Kulturräume in Kooperation mit der IIG entwickelt werden sollen – mit dem Ziel eines „fairen, transparenten Prozesses“. Auch in der medialen Darstellung wurde die Schaffung von mehr Raum für die alternative Szene als politisches Ziel formuliert. Diese Aussagen sind verbindliche politische Setzungen. Sie erzeugen Erwartungen.

    Transparenz bedeutet in diesem Zusammenhang:

    • klare Kriterien für Auswahl und Weiterführung von Standorten
    • nachvollziehbare Entscheidungsgrundlagen
    • dokumentierte Bewertungsprozesse
    • transparente Kommunikation über Alternativen, Fristen und Perspektiven

    Gerade weil im Kulturbereich häufig mit befristeten Nutzungen, individuellen Vertragsmodellen und projektbezogenen Lösungen gearbeitet wird, braucht es besonders saubere Verfahren. Ein intransparenter oder situativer Umgang mit einem bestehenden Kulturort untergräbt die Glaubwürdigkeit jener Offensive, die gleichzeitig neue Räume verspricht. Beteiligung ist kein Informationsformat – sie ist Mitgestaltung

    Im Zukunftsvertrag wird Bürger:innenbeteiligung als Leitlinie definiert. Wenn über die Zukunft eines bestehenden Kulturortes entschieden wird, betrifft das nicht nur eine einzelne Initiative. Es betrifft Netzwerke, Szenen, Nutzer:innen, Anrainer:innen und die kulturelle Identität eines Stadtteils.

    Beteiligung bedeutet hier:

    • frühzeitige Einbindung
    • transparente Diskussion von Szenarien
    • nachvollziehbare Abwägung öffentlicher Interessen

    Nicht nachträgliche Information, sondern Mitgestaltung im Prozess.

    Gerade „Reich für die Insel“ steht exemplarisch für eine Form von Stadtproduktion von unten. Wenn solche Orte ohne klar kommunizierte Perspektive verschwinden, entsteht nicht nur räumlicher Verlust, sondern politischer Vertrauensverlust.

    Kulturelle Gerechtigkeit ist soziale Gerechtigkeit
    Im Zukunftsvertrag bekennt sich die Stadtregierung zur Verantwortung gegenüber allen Menschen dieser Stadt – unabhängig von sozialem Status oder ökonomischer Leistungsfähigkeit.

    Freie Kulturräume sind oft die einzigen Orte, an denen Menschen ohne große finanzielle Ressourcen Sichtbarkeit erlangen können. Sie sind Labore für junge Initiativen, Underdogs, neue Formate.

    Wenn der Zugang zu Raum ausschließlich über Marktmechanismen funktioniert, entsteht strukturelle Ungleichheit. Der Glaskubus muss kein Luxusobjekt sein. Er kann ein Instrument kultureller Durchlässigkeit darstellen.

    Wer solche Orte als verzichtbar betrachtet, verengt den Zugang zu kultureller Teilhabe.

    Innsbruck hat zuletzt öffentlich den Bedarf an alternativen Kulturräumen anerkannt. Es wurden neue Liegenschaften präsentiert, Exposés veröffentlicht, Interessensbekundungen eingefordert. Diese Schritte sind wichtig. Doch es wäre widersprüchlich, neue Räume in Aussicht zu stellen und gleichzeitig bestehende funktionierende Strukturen ohne klaren, transparenten Entwicklungsplan aufzugeben.

    Die zentrale Frage lautet daher: Werden Kulturräume als austauschbare Zwischennutzungen behandelt oder als Teil demokratischer Infrastruktur?

    Wenn wir akzeptieren, dass Orte wie „Reich für die Insel“ verschwinden, weil sie nicht dauerhaft abgesichert oder nicht maximal verwertbar sind, dann verschiebt sich die Logik urbaner Entwicklung dauerhaft. Dann werden Möglichkeitsräume zur Ausnahme. Dann wird kulturelle Innovation dem Zufall überlassen. Dann verlieren wir nicht nur einen Kulturraum, sondern soziale Verdichtungsräume, solidarische Netzwerke und Experimentierfelder. Und vor allem verlieren wir Vertrauen in politische Verlässlichkeit.

  • Demokratie ist kein Komfortzustand

    Demokratie ist kein Komfortzustand

    Vergangene Woche war ich im Rahmen der Gesprächsreihe „Museum im Werden“ der Tiroler Landesmuseen eingeladen, um über das Verhältnis zwischen freier Kulturszene und großen Institutionen zu sprechen. Ausgangspunkt war die scheinbar einfache Frage: Wo liegen die Unterschiede – und wo ergeben sich sinnvolle Schnittstellen der Zusammenarbeit?

    Im Verlauf des Gesprächs wurde für mich aber deutlich, dass die eigentliche Frage weniger darin liegt wer welche Rolle erfüllt, sondern vielmehr darin, wofür wir gemeinsam stehen und welche gesellschaftliche Verantwortungen wir teilen. Wir befinden uns mMn längst in einem Kulturkampf, der international – insbesondere in den USA – bereits offen ausgetragen wird und der auch Europa zunehmend erfasst.

    Es geht dabei nicht mehr ausschließlich um Kunstproduktion im engeren Sinn, sondern um Deutungshoheit, um Sichtbarkeit und letztlich um die Frage, wessen Perspektiven, Geschichten und Erfahrungen präsent sind – und welche systematisch ausgeblendet werden.

    Die freie Szene agiert schneller, beweglicher und experimenteller. Sie testet Formate, setzt Impulse, irritiert etablierte Narrative und schafft Räume, in denen sich Menschen ermächtigen, vernetzen und organisieren können. Gerade diese Offenheit und Reaktionsfähigkeit machen sie politisch exponiert. International lässt sich beobachten, wie rechte Akteur:innen deshalb gezielt jene Orte unter Druck setzen, an denen Gegenöffentlichkeit entsteht – unabhängige Medien, subkulturelle Räume, soziale Initiativen. Denn sie wissen: Wer kulturelle Infrastruktur schwächt, schwächt damit auch die demokratische Resilienz einer Gesellschaft.

    Große Institutionen verfügen über stabilere Budgets, längerfristige Strukturen und eine formale Legitimation, die sie weniger unmittelbar angreifbar erscheinen lässt. Doch Stabilität ist nicht gleichbedeutend mit Neutralität. Museen, Theater oder Archive treffen ebenfalls Entscheidungen darüber, was gesammelt, ausgestellt und erinnert wird – und was nicht. In diesen Auswahlprozessen manifestiert sich Verantwortung. Wenn demokratische Räume unter Druck geraten, genügt es also nicht mehr Programme zu kuratieren; dann ist Haltung und auch Solidarität gefragt.

    Kooperationen zwischen freier Szene und Institutionen können sinnvoll sein, sofern sie nicht auf symbolische Imagepflege reduziert werden. Kooperationen, bei denen strukturell schwächere Akteur:innen Risiken tragen, während andere von Legitimation profitieren, untergraben langfristig Vertrauen. Ebenso verkürzt wäre es aber auch, Institutionen ausschließlich auf schwerfällige Apparate zu reduzieren oder die freie Szene auf den fleissigen Ideenlieferanten. Beide sind Teil demokratischer Infrastruktur – mit unterschiedlichen, aber komplementären Funktionen; irritieren, stabilisieren; beide tragen zur Legitimation kultureller Öffentlichkeit bei.

    Was richtig nervt ist, dass Kulturorte, sobald sie recht gut gefördert werden, gern anfangen die Pappm zu halten – auch in der freien Szene. Reibung, besonders nach außen, wird dann gerne vermieden. Aber Demokratie ist kein Komfortzustand, sondern ein dauernder Aushandlungsprozess. Sie lebt von Widerspruch, von Differenz, und auch von produktiver Spannung. Kultur ist kein bloßes Unterhaltungsangebot, sondern ein Raum, in dem gesellschaftliche Bruchlinien sichtbar werden. Wer diesen Raum neutralisieren möchte, versteht seine Funktion nicht.

    Freie Szene und Institutionen müssen nicht in allen Fragen übereinstimmen – das wäre weder realistisch noch wünschenswert. Entscheidend ist aber, dass wir gemeinsam dafür einstehen, dass kulturelle Freiheit, künstlerische Autonomie und demokratische Offenheit nicht in Frage gestellt werden dürfen. Wenn wir uns in einem enger werdenden politischen Handlungsspielraum primär als Konkurrent:innen sehen, verlieren wir nicht nur Energie, sondern bald auch die Räume, in denen wir arbeiten und wirken.

    Deshalb ist Kulturpolitik für mich ist kein Randthema, sondern ein Gradmesser demokratischer Verfasstheit. Und genau deshalb ist die Frage nach Zusammenarbeit zwischen freier Szene und Institutionen keine organisatorische Detailfrage, sondern auch eine politische.

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    too long; didn’t read: Wir stehen längst in einem Kulturkampf – es geht nicht um Programme, sondern um Macht, Sichtbarkeit und darum, wessen Stimmen zählen.

  • Musikstrategie Österreich. Live-Veranstaltungen. Räume.

    David Prieth, Martina Brunner

    Ich freue mich sehr, dass mich das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport als Experten eingeladen hat, mich gemeinsam mit weiteren schlauen Köpfen im Bereich Live-Veranstaltungen und Räume einzubringen.

    Für mich sind Orte für Livemusik keine „Nice-to-haves“. Sie sind soziale Infrastrukturen: Begegnungsräume, Reibungsflächen, Gegenöffentlichkeiten – jenseits von Plattformlogiken, Echokammern und kurzfristigen Hypes.

    Gerade jetzt wird international ein Kulturkampf um Deutungshoheit geführt. Umso wichtiger ist, dass wir Räume abseits der kommerziellen Maschine sichern: Orte, die nicht nur Content produzieren, sondern langfristig Gesellschaft tragen.

    Ich freue mich besonders, Erfahrungen aus Innsbruck und Wien einbringen zu können. Die Situationen sind unterschiedlich – die demokratiepolitischen Fragen sind dieselben: Zugang, Teilhabe, Schutz von Räumen, Verlässlichkeit.

    Die Arbeit für @pmk_ibk und die @viennaclubcommission ist für mich extrem sinnstiftend und bereichernd. Und die pmk zeigt seit über zwei Jahrzehnten, welchen Impact ein konkreter Raum für zeitgenössische Kulturarbeit auf eine Stadt haben kann.

    Musik ist außerdem ein relevanter Wirtschaftsfaktor für Österreich. Aber vor allem ist sie ein Ort, an dem wir aushandeln, wie wir miteinander leben wollen.

    Musikstrategie2030 #Livemusik #Kulturräume #Kulturpolitik #musiklandösterreich @martinabrunner__

  • Solidarität mit Reich für die Insel.

    Was derzeit rund um den Artspace Reich für die Insel verhandelt wird, ist mehr als eine Standortfrage. Es ist eine kulturpolitische Grundsatzentscheidung darüber, wie ernst es die Stadt Innsbruck mit zeitgenössischer Kunst, fairen Verfahren und transparenter Entscheidungsfindung meint.

    Seit 2019 hat das Team rund um Reich für die Insel aus einer ehemaligen Gastro-Ruine einen lebendigen, weithin anerkannten Kunst- und Kulturort geschaffen. Professionell kuratiert, offen, diskursiv, mit Ausstellungen, Performances, Lesungen, Workshops und zahlreichen Kooperationen. Ein Ort, der nicht nur von der Szene getragen wird, sondern auch von Stadt, Land und Bund gefördert ist – und damit unmissverständlich als kulturell relevant anerkannt wurde.

    Umso unverständlicher ist das nun kolportierte Vorgehen, diesen etablierten Kunstort ohne öffentliche Ausschreibung, ohne offengelegte Kriterien und ohne transparente politische Debatte zugunsten einer reinen kommerziellen Nutzung aufzulösen. Wenn von einem „Bestbieterprinzip“ gesprochen wird, stellt sich zwangsläufig die Frage: Wie kann es ohne offene, faire und nachvollziehbare Ausschreibung einen Bestbieter geben? Und nach welchen Maßstäben wurde ein ausgearbeitetes Nutzungskonzept – das Kunst und Gastronomie sinnvoll verbinden wollte – als „nicht zweckmäßig“ beurteilt?

    Gerade im sogenannten Kulturquartier ist es nicht einzusehen, einen weiteren reinen Gastronomiebetrieb zu etablieren. Mit dem BRAHMS befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft bereits eine Gastronomie, deren Immobilieneigentümer*innen Stadt und Land sind und die auch verpachtet wird. Sich wenige Meter daneben selbst Konkurrenz zu schaffen, ist nicht nur kulturpolitisch kurzsichtig, sondern auch wirtschaftlich fragwürdig.

    Hinzu kommt: Reich für die Insel ist kein isolierter Kunstraum. Initiativen wie das Alles Gute Festival sind unmittelbar aus der Zusammenarbeit mit diesem Artspace entstanden. Ohne den Kubus als inhaltlichen Partner, als Produktionsbüro, Backstage- und Lagerfläche wäre dieses Festival in seiner jetzigen Form nicht möglich. Eine Verdrängung zugunsten reiner Gastronomie gefährdet somit nicht nur einen Kunstort, sondern ganze kulturelle Ökosysteme – und stellt die Zukunft bestehender Formate massiv infrage.

    Gerade an diesem Ort braucht es einen klaren Kontrapunkt. Zwischen Hochkultur im Landestheater, Volkskultur im Volkskunstmuseum, großen Veranstaltungen in der Dogana und der Hofburg, Schützenaufmärschen am Platz und sportlichen Großereignissen ist zeitgenössische, kritische Kunst- und Kulturarbeit kein Störfaktor, sondern die einzig sinnvolle Ergänzung. Sie sorgt für Reibung, Vielfalt und kulturelle Gegenwart – all das, womit sich eine Stadt gerne schmückt, solange es nicht unbequem wird.

    Die PMK und das Team des ALLES GUTE Festivals stellen sich solidarisch hinter das Team von Reich für die Insel und fordern die Stadt Innsbruck unmissverständlich auf, transparente, faire und politisch sauber abgestimmte Prozesse sicherzustellen. Entscheidungen dieser Tragweite gehören offen diskutiert, im Gemeinderat verhandelt und nachvollziehbar begründet – nicht im Schnellverfahren und nicht hinter verschlossenen Türen.

    Es ist ernüchternd, dass es auch hier offenbar erst öffentlichen Druck und mediale Aufmerksamkeit braucht, um Bewegung in die Sache zu bringen. Kulturpolitische Gespräche sollten nicht erst dann stattfinden, wenn der Druck zu groß wird, sondern als selbstverständlicher Teil einer ernst gemeinten Zusammenarbeit mit der freien Szene.

    Reich für die Insel steht exemplarisch für das, was in Innsbruck auf dem Spiel steht: die Frage, ob Kunst als lästiger Kostenfaktor oder als Motor einer lebendigen Stadt verstanden wird.

    Jetzt braucht es klare Haltung und eine Entscheidung, die diesem Ort und seiner Bedeutung gerecht wird.

    Kulturverein ALLES GUTE Festival
    PMK – Plattform mobile Kulturinitiativen
    Die Bäckerei – Kulturbackstube
    Arche*Ahoi
    BONANZA Festival

  • SCC Club Talks #3 – Frei(e) Flächen für die Clubkultur

    SCC Club Talks #3 – Frei(e) Flächen für die Clubkultur

    Talk am 10. Dezember 2025, MARK Salzburg

    Ich war eingeladen, beim dritten und letzten „Club Talk“ der Salzburg Club Commission über die Frage zu sprechen, wie Städte Freiflächen für eine lebendige Clubkultur öffnen können – und welche strukturellen Voraussetzungen es dafür braucht.

    In meinem Input habe ich Einblicke in das Free-Spaces-Projekt der Vienna Club Commission gegeben, das in Wien seit 2023 legale Open-Air-Raves im öffentlichen Raum ermöglicht und ein neues Modell der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Szene erprobt. Gleichzeitig habe ich über das Bogenfest in Innsbruck gesprochen – ein Beispiel dafür, wie subkulturelle Akteur*innen städtische Räume zurückerobern und mitgestalten können.

    Ein zentraler Punkt meines Beitrags war die Frage, wie Kooperation funktionieren kann, ohne dass die kulturelle oder inhaltliche Klarheit verloren geht. Städte und Gebietskörperschaften sind stark darin, das heavy lifting zu übernehmen – Genehmigungsverfahren, finanzielle Unterstützung, Abwicklung, Sicherheit. Die inhaltliche Gestaltung hingegen ist und bleibt die Expertise der Kulturarbeiter*innen, Initiativen und Kollektive.

    Ich habe betont, dass wir neue Allianzen brauchen, um spannende Inhalte auch in Zukunft gewährleisten zu können. Die Clubkultur verändert sich rasant: Publikum, soziale Dynamiken und Nutzungsformen sind nicht mehr dieselben wie vor zehn oder zwanzig Jahren.

    Es wäre ein Fehler, überholte Modelle nostalgisch in die Zukunft verlängern zu wollen. Stattdessen müssen wir wachsam bleiben, wie wir eine neue Generation von ausgeh-hungrigen Menschen für Clubs, Gemeinschaft und gemeinsames Schaffen begeistern können.

    Der Talk war ein Anlass, diese Fragen offen zu diskutieren – und einmal mehr sichtbar zu machen, wie wichtig frei(e) Flächen, niederschwellige Zugänge und echte Zusammenarbeit zwischen Stadt und Szene für eine nachhaltige, vielfältige Clubkultur sind.

  • Podiumsdiskussion: Junge Kulturszene Innsbruck – was ist da los?

    Am 3. Dezember 2025 nahm ich auf Einladung des Jugendzentrums mk an einer Podiumsdiskussion zur aktuellen Situation der Innsbrucker Club- und Kulturszene teil. Gemeinsam mit Vertreter*innen der im Innsbrucker Gemeinderat vertretenen politischen Fraktionen wurden zentrale Fragen urbaner Kulturpolitik diskutiert: die Bedeutung konsumfreier Räume, der Umgang mit steigenden Miet- und Gewerbekosten, die Zukunft bestehender Kulturorte sowie die strukturellen Bedingungen, unter denen junge Menschen heute Projekte initiieren können.

    In meinem Beitrag habe ich betont, dass Kunst und Kultur keine optionalen Zusatzangebote sind, sondern grundlegende gesellschaftliche Infrastrukturen. Viele der heute selbstverständlichen sozialen und ästhetischen Entwicklungen sind in subkulturellen Räumen entstanden – Orte, die Handlungsspielraum eröffnen, soziale Begegnung ermöglichen und gemeinschaftliche Prozesse fördern. Gleichzeitig braucht es eine politische Kultur, die diese Räume nicht nur verwaltet, sondern aktiv stärkt und junge Menschen in der Entwicklung eigener Projekte ernst nimmt.

    Ich habe klar gemacht, dass junge Menschen sich organisieren müssen, um ihre Anliegen zu artikulieren und sich jene Räume zu nehmen, die sie benötigen. Zugleich ist es Aufgabe der Stadtpolitik, auf Augenhöhe zu agieren und verlässliche Rahmenbedingungen für Kulturarbeit zu schaffen. Dass es im Fall der „Jungen Talstation“ erst öffentlichen Druck gebraucht hat, bevor die notwendige Sanierung zugesagt wurde, zeigt strukturelle Defizite – zugleich ist die jetzt formulierte politische Zusage ein wichtiger Schritt.

    Die Diskussion verdeutlichte, dass Innsbruck sich weiterhin zwischen touristischer Vermarktung und subkultureller Lebendigkeit positionieren muss. Beide Perspektiven schließen einander nicht aus, erfordern aber eine entschlossene kulturpolitische Haltung und das Bewusstsein, dass lebendige Kulturarbeit Engagement, Ressourcen und Räume braucht.

    (Fotos: Felix Schaich)

  • Antrag im Tiroler Landhaus zur Unterstützung der Jugend- und Nachtkulturszene einstimmig angenommen

    Good News! Viele werden es im aktuellen Kuddelmuddel vielleicht überlesen haben, aber der dringliche Antrag der SPÖ im Tiroler Landtag mit dem Titel „Die Tiroler Jugendkulturszene ruft nach Hilfe – und wir werden helfen“ wurde einstimmig angenommen. Wiederhole: SÄMTLICHE Fraktionen – ungeachtet des politischen Hintergrunds – konnten sich im Tiroler Landtag darauf einigen, dass das Thema extrem wichtig ist und raschestens bearbeitet gehört. Dass ein Thema von allen Fraktionen mitgetragen wird, erlebt man aktuell auch nicht mehr jeden Tag.

    Ich zitiere an dieser Stelle SP-Jugendsprecher Christian Kovacevic: „Darin geht es um rasche, effektive Maßnahmen zur Absicherung der Klubkultur- und Nachtklubszene in Tirol.“
    Es ist schön zu sehen, dass die konsequente Mobilisierung und Energie der Szene etwas bewirkt und die gegebene Dringlichkeit im Tiroler Landtag Gehör findet.

    Next Stop: Termin im Jänner mit Vertreter:innen von Land, Wirtschaft und der Szene! Gemma Gemma 🙂

  • Offener Brief an die Mitglieder des Innsbrucker Gemeinderates betreffend Kulturstrategie Innsbruck 2030

    Offener Brief an die Mitglieder des Innsbrucker Gemeinderates
    betreffend Kulturstrategie Innsbruck 2030

    Innsbruck, am 19. Dezember 2022

    Sehr geehrter Herr Bürgermeister!
    Sehr geehrte Damen und Herren des Innsbrucker Gemeinderates!

    Im Dezember 2019 beschloss der Innsbrucker Stadtsenat, eine Kulturstrategie Innsbruck 2030 zu entwickeln, die im Rahmen eines offenen partizipativen Prozesses erarbeitet werden sollte. Das damals formulierte Ziel bestand darin, eine „tragfähige Grundlage für das kulturpolitische Handeln“ zu erhalten, die auch „Prioritäten, Leitlinien und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung beinhalten (…) und für die Akteur*innen in Politik, Verwaltung und Kulturszene als Orientierungsrahmen dienen“ soll.

    2020 wurde der Prozess unter Einbeziehung einer externen professionellen Prozessbegleitung gestartet, die auf Basis von 33 qualitativen Interviews mit Persönlichkeiten aus den Innsbrucker Kulturszenen und Vertreter*innen anderer Schnittstellen eine umfangreiche Analyse und Grundlagenarbeit erstellte. Im April 2021 begann der öffentliche Beteiligungsprozess. Darüber hinaus wurde eine siebenköpfige Arbeitsgruppe mit Vertreter*innen des Innsbrucker Kunst- und Kulturbereichs sowie ein Advisory Board mit 33 Expert*innen aus den Fachbereichen Wissenschaft, Bildung, Jugend, Soziales, Integration, Tourismus, Kreativwirtschaft und Stadtplanung unter der Leitung des städtischen Projektteams eingerichtet.

    In insgesamt sechs öffentlichen Workshops mit einer unentgeltlichen Beteiligung von rund 500 Bürger*innen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen wie beruflichen Bereichen wurde mit viel Engagement, Ernsthaftigkeit und vor allem partizipativ ein umfangreiches Papier erarbeitet, das auf Basis von Analysen des Status quo in diversen Bereichen – von Jugendkultur über Fragen der Diversität bis hin zur kulturellen Stadtentwicklung – Defizite benannte und konkrete Lösungsansätze und Maßnahmen formulierte.

    Ein großer Teil dieser formulierten Ziele und Maßnahmen wurde nun von einzelnen politischen Vertreter*innen – ohne Rücksprache mit den am Prozess Beteiligten, dem Advisory Board oder der Arbeitsgruppe – gestrichen und das Papier in einer wesentlich verkürzten Fassung dem Gemeinderat am 15. Dezember 2022 zur Beschlussfassung vorgelegt.

    Für einen partizipativen Beteiligungsprozess ist jedoch ein sensibler Umgang mit den Beiträgen aus der Bevölkerung unabdingbar! Eine klare und offene Kommunikation, wie und in welcher Form Vorschläge in die Entscheidungsfindung einfließen werden, ist grundlegend, um Missverständnisse und Frustration zu vermeiden. Für die Akzeptanz eines Beteiligungsprozesses reicht die “Inszenierung von Beteiligung” nicht aus! Nach einer Sammlung von Lösungsvorschlägen sollten diese in einem konstruktiven Prozess zwischen den Beteiligten und der Politik zu konkreten Leitlinien und Strategien verdichtet werden. Diese Auseinandersetzung und diesen Dialog auf Augenhöhe gab es nicht.

    Diese Vorgangsweise ist sowohl kultur- wie vor allem demokratiepolitisch bedenklich, da damit der Partizipationsprozess nicht ernst genommen und die Expertise sowie das Engagement der am Prozess Beteiligten für unerwünscht bzw. irrelevant erklärt werden. Dies verstärkt in Zeiten wie diesen die ohnehin vorhandene Politikverdrossenheit, denn der öffentliche Beteiligungsprozess wurde so zu einem unverbindlichen Brainstorming degradiert, das von der Politik nach Belieben zurechtgestutzt werden kann. Damit wurde der Beteiligungsprozess grundlegend missverstanden.

    Die nun beschlossene Kulturstrategie Innsbruck 2030 ist kein Strategiepapier, denn es enthält großteils vage Formulierungen, die unverbindlich bleiben und nicht wirklich strategisch gedacht sind, um die Kulturentwicklung der Stadt zukunftsfähig zu machen. Abgesehen davon, dass alle Hinweise auf den Beteiligungsprozess fehlen, wurden die konkret erarbeiteten Lösungsansätze zu einem großen Teil gestrichen. Auch wurde die an manchen Stellen formulierte aktive Rolle der Stadt Innsbruck bei der Umsetzung der Kulturstrategie eingeschränkt. 


    Weder die interessierte Öffentlichkeit, noch die an dem Prozess Beteiligten kennen die sachlichen Argumente, die für die Streichung von vielen Zielen und Maßnahmen jeweils maßgeblich waren.

    Das nun vorliegende Ergebnis der Kulturstrategie Innsbruck 2030 basiert offensichtlich weniger auf sachlichen Argumenten als auf parteipolitischem Kalkül. Das “toxische” Klima innerhalb der Innsbrucker Stadtpolitik hat auch den Verlauf und das Ergebnis der Kulturstrategie überlagert – sehr zum Bedauern der beteiligten Kulturakteur*innen. Die Wortmeldungen der Kulturausschussmitglieder in der Gemeinderatssitzung am 15. Dezember 2022 zeigen, dass ihnen der zu erwartende Frust in der Kulturszene bewusst ist und in Kauf genommen wird. Sie betonen jedoch mehrfach, dass das Ergebnis nun “mehrheitsfähig” sei, was auf den Gemeinderat zutreffen mag, aber kaum auf die Kunst- und Kulturszenen in Innsbruck.

    Die im Ergebnispapier aus dem Partizipationsprozess formulierten Ziele und Maßnahmen wurden auf ein unverbindliches Minimum gekürzt, zudem fehlen eine klare Priorisierung der Maßnahmen, sowie Budget und Zeitplan für die Umsetzung. Das vermittelt wenig Hoffnung auf Veränderung. Die Vorsitzende des Kulturausschusses Frau Irene Heisz hat vor der Abstimmung über die Kulturstrategie in der Gemeinderatssitzung besonders die beschlossenen Punkte Fair Pay und Gedenkkultur positiv hervorgehoben. Jedoch sind diese ohnehin bereits in Umsetzung bzw. haben breiten politischen Konsens.

    Mitglieder des Kulturausschusses argumentieren mehrfach damit, dass die beschlossene Kulturstrategie nun “realisierbar und leistbar” wäre. Dabei fällt auf, dass viele Maßnahmen gestrichen wurden, die sehr leicht umsetzbar gewesen wären und zudem kaum Kosten verursachen hätten, insbesondere Maßnahmen, die zu mehr Vernetzung, Mitsprache und Teilhabe an kulturpolitischen Prozessen führen würden (Stichwort “Kulturbeirat”). Diese Expertise in einen strukturell verbindlich verankerten Kontext einzubinden, scheint unerwünscht. 

    Die Arbeit an der Kulturstrategie Innsbruck 2030 ist vor drei Jahren mit Enthusiasmus gestartet. Viele kulturinteressierte Menschen in Innsbruck haben große Hoffnungen in den Beteiligungsprozess gesetzt und darin ein Potenzial für eine positive kulturelle Entwicklung der Stadt gesehen. Daher fordern wir die Mitglieder des Gemeinderates auf, ihre Entscheidung zu überdenken, und ersuchen um eine Stellungnahme, warum viele der im Prozess erarbeiteten Ziele und Maßnahmen gestrichen wurden.

    Die Mitglieder der battlegroup for art sind natürlich jederzeit bereit, ihren oben dargelegten Standpunkt näher zu erklären.

    Unterzeichnet von den Mitgliedern der battlegroup for art
    (Netzwerk der in Innsbruck tätigen Interessenvertretungen, Plattformen und Zusammenschlüssen aus dem Bereich zeitgenössischer Kunst und Kultur)

    Arno Ritter – aut. architektur und tirol, Kulturbeirat des Landes Tirol, Mitglied des Advisory Board der Kulturstrategie Innsbruck 2030

    Marco Trenkwalder – Filmfestival DIAMETRALE

    Bettina Lutz – FREIRAD Freies Radio Innsbruck

    Siljarosa Schletterer –  IG Autorinnen Autoren Tirol

    Barbara Fischer –  IG Freie Musikschaffende Österreich

    Daniela Oberrauch –  IG Freie Theater Tirol, Mitglied des Advisory Board der Kulturstrategie Innsbruck 2030

    Kristin Jenny – Literaturhaus am Inn

    David Prieth – p.m.k Plattform mobile Kulturinitiativen, Vorstand IG Kultur Österreich, Mitglied der Arbeitsgruppe Kulturstrategie Innsbruck 2030

    Bettina Siegele – Tiroler Künstler:innenschaft

    Andrei Siclodi – Tiroler Künstler:innenschaft, Kulturbeirat des Landes Tirol

    Helene Schnitzer – TKI – Tiroler Kulturinitiativen, Kulturbeirat des Landes Tirol, Mitglied der Arbeitsgruppe Kulturstrategie Innsbruck 2030

    Nicola Weber WEI SRAUM Designforum Tirol, Mitglied der Arbeitsgruppe Kulturstrategie Innsbruck 2030

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