Autor: pd1160

  • Vernissage: Tapes, Kassetten & K7

    Morgen findet in der Bäckerei – Kulturbackstube die Vernissage zur Ausstellung „Tapes, Kassetten & K7“ statt. Die Vernissage bildet den Auftakt zum von meinem Freund Albi Dornauer initiierten Kassettenfestivals.

    Mehr Informationen zum Projekt:
    Kassetten sind seit gut 50 Jahren ein Nischenbereich der Popkultur. In der Ausstellung wird erstmalig ein Rückblick auf die Kassettenjahre Innsbrucks geworfen. Es gibt Einblicke in die lokale DJ Mixtapekultur der 1980er und 90er, die podcastähnliche Kassettenzeitung SFI, seltene Demokassetten, eine Schau zur Kulturgeschichte des Walkmans sowie eine Fotoausstellung weltweiter, immer noch geöffneter Tapeshops. Obendrein gibt es eine übergroße begehbare Kassettenskulptur und ein Tape-Konzert von Anton Mobin (Paris).

    Am Freitag findet im Rahmen des Festivals ein Live Mixtape Abend in der p.m.k statt, den wir mit unserem Verein Contrapunkt mittragen.

    Foto: Albrecht Dornauer
    posterkassetten

  • „Kulturnation Österreich“ ?

    Die beste Bitte aus der heutigen Nationalratssitzung zum Thema Bildung/Kunst/Kultur stammt mit Sicherheit von Martin Engelberg (ÖVP):

    „Sie fragen sich, was Sie mit dem Begriff ‚Kulturnation‘ anfangen sollen? Ich finds schade, dass Sie sich damit so schwer tun – ich tu mich da sehr viel leichter. Ich sage ihnen, aus allem was ich wahrnehme in der ganzen Welt – wo immer ich hinkomme – ist, dass wir froh sein können, wenn Österreich mit den unglaublichen Leistungen aus der Kunst und Kultur assoziiert wird und nicht wie leider auch sehr oft mit der Zeit des Nationalsozialismus oder dem Namen „Hitler“. Helfen Sie uns dabei das zu unterstützten.“

    #artisnice #mozartrules #sorryaboutconcentrationcamps

  • Performance Festival: The Untitled (25.&26.05.18)

    In der Nacht von Freitag 25.05. auf Samstag 26.05. werde ich um 00:15 Uhr eine neue Performance „MISCHKONSUM – eine emotionale Verhärtung“ im Rahmen des Performancefestivals „The Untitled“ zeigen.
    Das Festival wird von Michaela Senn, Peter Brandlmayr und Michaela Adrigan organisiert, kuratiert und umgesetzt. Vielen Dank für die Einladung – es freut mich sehr in so guter Gesellschaft Teil dieser Veranstaltung sein zu dürfen.

    Weitere Informationen gibt es hier: www.the-untitled.at

    Theuntitled

  • Unipress Artikel: Bogenmeile

    In der aktuellen Ausgabe der UNIpress (Monatsmagazin der Universität Innsbruck) gibt es einen Artikel zum – vor der Gemeinderatswahl 2018 – recht viel behandelten Thema „Bogenmeile“. Darin finden sich auch ein paar Auszüge aus meinem Text zu dieser Angelegenheit. Mal schauen, ob nun – nach der Wahl – immer noch so heiß gegessen wie gekocht wird. Ich persönlich bezweifle das ja und Mario vom ehemaligen Bogen 13 (nun „Jellyfish“) tut das laut Text offenbar ebenfalls. Wahrscheinlich reden wir dann in 6 Jahren (sprich vor der nächsten Wahl) wieder darüber, dass es hier so gefährlich und niemand mehr seines Lebens sicher ist.
    Danke auch an Gregor Aßlaber für die wohlwollenden Worte der p.m.k. gegenüber.

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  • Heimatnotiz

    Heimatnotiz;
    Seitdem Georg Willi zum Innsbrucker Bürgermeister auserkoren und die Apartheid in Innsbruck beendet wurde, gibt es in Tirol keinen institutionellen Rassismus mehr. Nun verbringen wir unsere Zeit nur noch damit, umringt von Kunst und in Wiesen sitzend, Soziologie zu studieren, Brunnen zu vergiften und dabei die letzten Tiroler Steinadler zu schächten – wenn wir nicht gerade damit beschäftigt sind Kaspressknödel mit Koriandersamen zu entweihen
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  • OHNE THEORIE KEINE REVOLUTION 2: TECHNO

    DONNERSTAG, 31.05.2018

    Ein Gespräch mit
    SASCHA KÖSCH (de:Bug Magazin/DJ Bleed)
    JOCHEN BONZ (Universität Hildesheim/UIBK)
    MATTHIAS PASDZIERNY (Universität der Künste Berlin)
    BIANCA LUDEWIG (Universität Wien)
    RROSE (Techno/Experimental/Mixed Gender)

    im Rahmen des Heart of Noise Festival / Innsbruck 2018
    Das Gespräch findet auf Englisch statt

    Deutsch:
    OHNE THEORIE KEINE REVOLUTION
    EINHEIT 2: TECHNO

    Nachdem Techno zum Kulturerbe erklärt wurde – jedenfalls vom Finanzgericht Berlin Brandenburg -, und dadurch unter anderem das Berghain weniger Steuern zahlen muss, könnte man sagen, dass Techno endgültig und mit Bässen und Hi-Hats in die böse Kulturindustrie a la Adorno hineinaddiert wurde. Könnte man. Aber warum immer gleich die Adornokarte ausspielen? Schließlich geht und ging es im Techno und der damit verbundenen Klubkultur immer schon um Hedonismus, Massenkultur und nicht zu vergessen die eine oder andere Fun-Substanz. Also war Techno immer schon grundlegender Bestandteil der Verwertungslogik in der Kulturindustrie!? Nimmt man das Label Underground Resistance, das sich dezidiert einer politischen Agenda verschrieben hat als Gegenbeispiel heran, kann man dadurch auch nicht eine ganze Szene vor der großen Schuld retten!? Die dringliche Frage wäre, kann man heutzutage politisch tanzen? Oder besser gesagt, kann man die Königinnen der Nacht als metropolenrelevante Anarchisten betrachten, oder ist das ein Schönreden von kurzzeitigem Eskapismus? Mit kulturpessimistischen Thesen reiht man sich heutzutage in die Elite der Popkulturtheorie ein. Seien es Mark Fisher, Georg Seeßlen oder auch the pope himself Diedrichsen, alle eint ein mehr oder weniger großes Verfallsmotiv von Pop. Im Gegensatz zur No-Wave Bewegung die für sich eine Absage an die Zukunft getroffen hat, glaubt beispielsweise Mark Fisher, dass wir gar keine Zukunft mehr zur Verfügung hätten, da wir nur noch in einer Retrokultur leben. In einem ewigen Kreislauf aus Zitaten und 1 zu 1 Affirmationen ist die Popkultur zum rasenden Stillstand gekommen. Die These auf Techno angewendet, könnte man sich fragen, wen juckts, wenn ich dazu tanzen und aus-rasten kann?

    Ort: aut. architektur und tirol
    im Adambräu
    Lois Welzenbacher Platz 1
    6020 Innsbruck, Austria

    Eintritt (frei)willige Spenden

    English:
    NO REVOLUTION WITHOUT THEORY
    UNIT 2: TECHNO

    After techno has been declared a cultural heritage – at least by the Finanzgericht Berlin-Brandenburg –, which lead to fewer taxes for the Berghain, among others, you might say that to the sound of basses and hi-hats, techno has ultimately been added to the evil culture industry à la Adorno. You could. But why always immediately play the Adorno card? After all, techno and its associated club culture are and have always been about hedonism, mass culture and not to mention various kinds of fun substances. That means techno has always been a fundamental part of the logic of exploitation in the culture industry!? If we take the label Underground Resistance, which firmly dedicates itself to a political agenda, as a counterexample, we cannot therefore save a whole scene from the great guilt!? The pressing question would be: Is it possible to dance in a political way today? Or, rather, can we regard the queens of the night as anarchists or would this only be whitewashing a form of short-term escapism? Nowadays, culturally pessimistic theses allow you to join the elite of the theories of pop culture. Be it Mark Fisher, Georg Seeßlen or “the pope himself” Diedrichsen, the thing that unites them all is a more or less substantial ruin motif of pop. In contrast to the No-Wave movement, which for itself has rejected the future, Mark Fisher, for example, believes that there is no future available for us anymore because we only live in a retro culture. In a never-ending cycle of quotes and 1-to-1 affirmations, pop culture has reached the state of polar inertia. If we applied this thesis to techno, we could ask ourselves: Who cares as long as we can dance and flip out to its sound?

    Date: 20.05.2018
    Start: 15:00 Uhr
    Venue: aut. architektur und tirol
    im Adambräu
    Lois Welzenbacher Platz 1

    Admission: voluntary donation

    Das Projekt wurde im Rahmen der „stadt_potenziale innsbruck 2018“ und „TKI open 17_genug“ gefördert.

    Foto:
    bumm bumm bumm (c) christoph hinterhuber
    chinterhuber.com
    Bildrecht Wien

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  • Naileater @ GISI Hausfest

    Nächste Woche bespielen wir mit NAILEATER eines unserer liebsten Häuser – das GISI in Winterthur (CH). Unsere guten Freunde von JANÖSCH werden auch dabei sein. Immer sehr schön dort zu spielen und das Essen samt Philosophie des Ortes sind spitzenklasse.

    Über das Haus:
    Die General Guisan-Strasse 31 (GGS31) ist ein seit 1997 besetztes Wohn- und Kulturhaus in der Altstadt von Winterthur (CH), in welchem regelmäßig unkommerzielle Konzerte und Parties stattfinden.

    gisihausfest.

    Freitag 18. Mai

    Konzerte ab 22 Uhr
    Essen für alle ab 20 Uhr, mit Mitternachssnack!

    Subkultura:
    new kids from the docks (hc/punk, ch)
    https://newkidsfromthedocks.bandcamp.com/

    lo fat orchestra (lofi punk, ch)
    https://lofatorchestra.bandcamp.com/ 

    Janösch (hc/punk, at)
    https://janoesch.bandcamp.com/ 

    Profiteur (hc, ch)

    Holzkeller:

    Lady Lazy (rap, de)
    https://soundcloud.com/ladylazy 

    rana esculenta (hiphop, de)
    https://ranaesculenta.bandcamp.com/ 

    torkel t (rap, de)
    https://torkelt1.bandcamp.com/releases 

    DJ SVU

    hitpop

    Solibar: IGBBSL

    Samstag 19. Mai

    Punk-Quiz 19Uhr

    Konzerte ab 22 Uhr

    Essen für alle ab 20 Uhr, mit Mitternachssnack!

    Subkultura:

    Genyak (punkrock, hu/de)
    https://genyak.bandcamp.com/ 

    Min King (soul, ch)
    https://minking.bandcamp.com/ 

    Zaperlipopette! (experimental punk, ch)
    https://zapperlot.bandcamp.com/ 

    naileater (d-beat/hc, at)
    https://naileater.bandcamp.com/

    Holzkeller:

    Misses Poe (ch)
    http://www.missespoe.com/

    Ikan Hyu (space pop, ch)
    http://www.ikanhyu.ch/IKANHYU/index.html 

    DJ Wanga

    8bit desaster

    Solibar: AKW

  • Die Szene liest: Rassistische Repräsentation & Groteske Artefakte

    kleinplakat

    Am Freitag dem 11. Mai veranstalten unser Kulturkollektiv Contrapunkt folgende 2 Sound Lectures in der p.m.k.:

    „post_PRESETS. Kultur, Wissen und populäre MusikmachDinge“ Johannes Ismaiel-Wendt (Uni Hildesheim) wird mit uns einen rassismuskritischen Blick auf die zeitgenössischen Musikproduktion werfen:

    Populäres Musikmachen hat heute seltener etwas mit Holzschlitztrommeln oder Streichinstrumenten zu tun, sondern vor allem irgendetwas mit elektrischem oder digitalem Daten-Strom. Kulturalisierte und rassistische Repräsentationen sind damit als Probleme aber keineswegs automatisch aus zeitgenössischer Musikproduktion und auch nicht aus den MusikmachDingen herausgerechnet – im Gegenteil:
    Der Kultur-, Musikwissenschaftler und Musiker Johannes Ismaiel-Wendt zeigt, wie sich stereotype Voreinstellungen auch zeitgenössisch ganz analog zu kolonialen und nationalen Denkrastern vererben. Er baut einen 30 Jahre alten Yamaha Drum Computer und einige Effektgeräte als Repräsentationskritik-Maschine auf. Er dekonstruiert in einem live Mix mit Vortrag exemplarisch Presets in Klanggeneratoren sowie Köpfen. Wider den kolonialen Exzess der Kategorisierung zielt sein permanentes Spiel mit Beats, Sounds und Metaphern auf De-Naturalisierung. In seiner Soundlecture stellt er zeitgenössische Musikästhetik und das Denken in tracks als popmusikalische alternative Kulturkonzeption vor.

    Ismaiel-Wendt, Johannes Salim, seit 2012 Professor für Systematische Musikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Musiksoziologie an der Stiftung Universität Hildesheim, zuvor wissenschaftlicher Mitarbeiter am Haus der Kulturen der Welt in Berlin in den Projekten „Translating Hip Hop“ und „Global Prayers“, Promotion in Bremen, Interessen: Popular Music, Media and Postcolonial Studies, Musikwissenschaft als ästhetische Praxis, Audiokulturforschung in Deutschland. Ausgewählte Publikationen: tracks’n’treks. Populäre Musik und Postkoloniale Analyse (Münster: Unrast, 2011); post_PRESETS. Kultur, Wissen und populäre MusikmachDinge (Hildesheim: Olms, 2016, auch online: open access). „Richt-Mikrofone. Gutachten zu Fragen nach möglicher ‚sonischer Segregation‘ im sogenannten NSU-Prozess“ (http://zbi-uni-hildesheim.de/publikationen/ (2017)).

    Für die zweite Sound Lecture dürfen wir Al Bird Dirt begüßen. Er wird für uns über „Groteske Artefakte“ in seiner Reihe „Schnitzelbeats“ referieren:

    Das Archiv für Österreichische Subkulturforschung lädt in die PMK und entsendet seinen Obmann Al Bird Sputnik zu einem seltenen Spektakel (vulgo: „Schallplattenvortrag”).
    Sittenlose Schauplätze und egozentrische Aussenseiter begegnen uns auf einer Talfahrt durch die abseitigsten Kapitel heimischer Pop- und Underground-Musik-Geschichte (ca. 1946-1976). Hören Sie visionäre Tonaufnahmen, die vor jeder populären Kanonisierung gefeit und einzig dem Naheverhältnis zu einschlägigen Exploitation-Genres geschuldet sind: Exotika-Kitsch, Motorradgangs, Meidlinger Rock-N-Roll, Rauschgiftparties, singende Priester, Dialekt-Welle, Proto-Punk, groteske Artefakte.

  • Im Gespräch mit Michael Haupt und Gerhard Pisch in „Deine Plattensammlung“

    Michael Haupt und Gerhard Pisch, die beiden Macher der Sendung „Deine Plattensammlung“ haben mich im März auf ein nettes Gespräch eingeladen, das es nun auch nachzuhören gibt. Die Themen waren einzelne Schätze aus meiner Schallplattensammlung (irgendwo selbstverständlich), Musik und das Leben im Allgemeinen, ein bisschen Politik und auch die Welt.
    Es war sehr angenehm in dieser entspannten Medien-Atmosphäre wieder einmal Gedankensprünge zu wagen, dem Erzählen und Zuhören Raum zu geben und sich ein wenig in Entschleunigung zu üben.
    Und genau aus diesem Grund braucht es freie Radios, wie das mir sehr liebgewonnene Radio FREIRAD – Freies Radio Innsbruck, und alle seine Schwestern-Funkstationen, die im Verband Freier Radios Zuhause sind. Freie Radios dienen nicht zuletzt als Sprachrohr für unterrepräsentierte Gruppen, fördern zudem die Meinungsvielfalt und bieten Raum für kritische Stimmen und unkommerzielle Sendeformate. Auch kann kein anderer Sender in Tirol eine annähernd hohe Zahl an Sendereihen (über 100) in so vielen unterschiedlichen Sprachen (18!) vorweisen. Sender wie FREIRAD müssen uns auch in Zukunft erhalten bleiben; auch wenn diese (selbstverständlich) rechtspopulistischen Parteien und repressiven Kräften ein Dorn im Auge sind. Lassen wir uns den Mund nicht verbieten und/oder von kommerziellen Event-Radiostationen in den Stumpfsinn lullen.

    Deshalb vielen Dank an Michael und Gerhard für das angenehme Gespräch und ein Sendeformat, das sich noch Zeit für einzelne Menschen und deren Geschichten nimmt.

    KLICK FÜR LINK

  • TT Gespräch: Ronja von Rönne in der Bäckerei Kulturbackstube

    Am 13. April hatte ich die Deutsche Autorin Ronja von Rönne für eine Lesung in Innsbruck zu Gast, um den abgesagten Termin vom letzten Jahr nachzuholen. Gelesen wurde aus dem neuesten Buch „Heute ist leider schlecht“, dazu kamen zusätzlich noch einige aktuelle Kolumnen aus WELT und ZEIT. Barbara Unterthurner von der Tiroler Tageszeitung kam vorbei, um vor der Lesung mit Ronja ein ausführliches Gespräch zu führen, welches in der heutigen Ausgabe der TT nachzulesen ist. Vielen Dank an Barbara fürs Zeit nehmen, vielen dank an Ronja für den netten Abend.

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