Autor: David Prieth

  • VOLKSKANZLER MANIFESTO

    2024 ist ein (Wahl)jahr wie es in Österreich schon viele gab: Täglich liest man von politischen Tumulten, der Wiederkehr des ewig Schlechten und von einer Gesellschaft die sich fragt: wie weit abwärts geht noch?

    Dabei saßen die Denkfabriken rechter Parteien früher üblicherweise in der zweiten Reihe; heute mischen sie ganz vorne und auf der Bühne mit.

    In Österreich wurde – allseits bekannt – schon vor Monaten eine erneut angestrebte Herrschaftsform unter dem VOLKSKANZLER ausgerufen. Der zukünftige VOLKSKANZLER (früher die offizielle Bezeichnung von Adolf Hitler) solle endlich wieder das „eigentliche“, das „normale“, das „vergessene“ Volk vereinen, alle sozialen und politischen Missstände beenden und Österreich in eine goldene Zukunft führen. Was das bedeutet, wissen alle, die nicht zu feige sind ein paar Blicke um sich herum zu tun: Ausgrenzung, Abschiebung, das Säen sozialer Zwietracht, rücksichtslose Selbstbereicherung und das Aufsplitten zentraler Staats-Funktionen unter der braven Gefolgschaft mit dem richtigen Parteibuch.


    Kurz: Es stehen uns wieder grausige und mühevolle Zeiten bevor.



    An vielen Ecken folgen deshalb bemühte Gegenreaktionen; es wird Aufklärungsarbeit durch NGOs gemacht, die Kultur und das Soziale sollen’s mal wieder richten. Im Familien- und Bekanntenkreis versucht man den schwierigen Onkel davon zu überzeugen, dass der VOLKSKANZLER seine Probleme nicht lösen wird und dass die Erzählung von „wird schon nicht so schlimm werden“ vielleicht für ihn gilt, manch andere aber existenziell bedrohen wird. Es wird versucht, die angesprochene Person an die Verfehlungen der Vergangenheit zu erinnern, es fallen Begriffe wie „Ibiza“, „Pandemie“ und „Spesenaffäre“.



    Das ist nicht mehr unser Tempo.



    Das Mahnen vor den zukünftigen und vergangenen Gräueltaten des VOLKSKANZLERS ist zweifelsohne ein notwendiger Baustein in der Zerrissenheit des aktuellen Diskurses. Aber die einzige Chance die Deutungshoheit über Sprache, Begriffe und Medienöffentlichkeit zurückzuerlangen, ist drei Schritte schneller zu sein, den VOLKSKANZLER aufzufressen, ihn inhaltlich zu kapern und hedonistisch zu besetzen. Die Subkultur interessiert es nicht mehr mit hetzenden Fanatikern zu diskutieren und nimmt den Platz ganz vorne lieber wieder selbst ein. Die VOLKS-KANZEL-KULTURE schlägt zurück und zwingt den Begriff zurück in den Underground.



    Aus diesem Grund wurde der Wortlaut VOLKSKANZLER beim Österreichischen Patent- und Markenamt im Laufe eines sechs Monate dauernden Prozesses von David Prieth eingetragen und rechtlich geschützt. Diese Wortmarke darf im Laufe der kommenden 10 Jahre (bis 2034) weder auf Plakaten, Bannern noch auf Textilien verwendet oder in Verkehr gebracht werden. Das Verwenden der geschützten Wortmarke VOLKSKANZLER auf Wahl- und Werbeplakaten, Papier, Pappe oder Kleidungsstücken ist ab nun untersagt und wird bei Zuwiderhandlung auch entsprechend abgemahnt. 

    Im Jahr 2024 wird der VOLKSKANZLER zum Symbol für kompromisslosen Widerstand aus den Clubs, den Hinterhöfen und den Spelunken im Land. Y2K Atzen, Gangster, Rapper und Techno-Kids auf Acid hauen mit dem Hammer in die Druckerpresse und haben die Schnauze voll. Was ist eine millionenschwere politische Maschinerie schon gegen das anarchische Moment des Lachens von unten? Gegen unsere Haltung kann selbst der bestbezahlte Pfosten im ganzen Staat nichts ausrichten.

    DAVID PRIETH, 2024

    LINKS
    https://volkskanzler.myspreadshop.at/
    https://www.instagram.com/volkskanzler__/

  • p.m.k meets Tbilisi Club Culture: Bridge Beat Festival

    Kommende Woche findet in Innsbruck das neue BRIDGE BEAT FESTIVAL statt, das Brücken zwischen Menschen, Kulturen und Städten bauen soll. In Zusammenarbeit mit dem Innsbruck Marketing laden wir deshalb am Samstag 20.07. NINA SUPSA und Zesknel, zwei extrem spannende Musiker*innen und Aktivist*innen aus Innsbrucks Partnerstadt Tiflis in die p.m.k ein.

    Die georgische Hauptstadt Tiflis ist aktuell eine der künstlerisch vitalsten Städte des erweiterten europäischen Raums. Rund um den legendären Club Bassiani und die Kulturplattform Mutant Radio entstand in den letzten Jahren eine Szene die in ihrem künstlerischen Output dringlicher und radikaler nicht sein könnte. Die p.m.k präsentiert an diesem Abend zwei Protagonist*innen aus dieser stark im Umbruch befindlichen Partnerstadt Innsbrucks.

    Da wir zudem auf die aktuell stattfindenden Proteste in Tiflis hinweisen möchten, beginnen wir den Abend mit einem moderierten Podiumsgespräch zu Demokratie und gesellschaftlicher Teilhabe aus der Sicht der Club- und Kulturszene in Tiflis. Die beiden Künstler*innen werden uns dabei Einblicke in ihre Arbeit und in die aktuelle politische Situation in Georgien geben.

    In Zusammenarbeit mit Innsbruck Marketing
    #bridgebeatfestival #bbf #meininnsbruck #alpinurban #innsbruck #sommerfestival #innsbruckaustria #loveinnsbruck

  • BOGENFEST 2024:Aftermovie

    Offizieller Aftermovie zum BOGENFEST 2024 (c) Lucas Micka & Innsbruck Marketing GmbH

  • Interview Tirol Heute SA 30.03.

    Wer bei gutem Wetter durch Innsbrucks Innenstadt fährt, weiß: Innsbrucks Jugend sitzt mittlerweile vor allem auf dem Asphalt zwischen Inn und Straßenkreuzung herum, der im Volksmund „Marktplatz“ genannt wird (die Vorgeschichte rund um das Innufer kennen wir). Eine unwürdige Situation. Es leben rund 44.000 Menschen zwischen 15 und 29 Jahren in Innsbruck, für viele gibt es im öffentlichen Raum viel zu wenig Angebote. Gleichzeitig wird verschiedenen Kulturinitiativen das Leben schwer gemacht – auch wenn sie in verschiedenen Industriegebieten tätig sind (zu laut, zu nervig). Tirol Heute hat sich dem Thema vergangenen Samstag recht umfangreich gewidmet und es war mir wichtig auch hier wieder ein paar klare Worte zur Situation zu finden.

    In zwei Wochen wird gewählt und dieses Mal wird es für alle Parteien wichtig sein auch all jene Menschen bei Laune zu halten die in dieser Stadt etwas gestalten oder erleben wollen, wenn diese Stadt eine Zukunft haben soll

  • Tirol Heute: Diametrale 2024

    Beitrag Tirol Heute über die DIAMETRALE 2024

  • Podiumsdiskussion: Innsbrucks Kultur(frei)räume: Von der Dystopie zur Utopie! Mehr als heiße Luft? 09.04.2024

    In Kürze ist es soweit: die Innsbrucker Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen stehen vor der Tür und die Themen „Öffentlicher Raum“ und Begegnungsorte für junge/erlebnishungrige Menschen liegen noch immer beharrlich in der Schublade. Aus diesem Grund organisiert das BONANZA-Kolektiv eine Podiumsdiskussion zum Thema; und ich darf bei diesem Anlass als Moderator agieren, hallelujah!

    Kommt in Scharen, kommt mit konstruktiver Kritik und starken Stimmen. Die allgegenwärtige Erzählung des Neustarts nervt umso mehr, da in den Bereichen Kultur- und Begegnungsräumen seit Jahren der Wurm drin ist.

    Hier die Einladung für alle Interessierten:
    „Obgleich der öffentliche Diskurs zunimmt, bleibt die inhaltliche Auseinandersetzung in vielen Themenbereichen noch immer auf der Strecke. Dies gilt insbesondere bei dringend notwendigen Lösungen für altbekannte Problemfelder: Ein Mangel an (öffentlichen) Frei- räumen und flächen, Clubsterben, Förderungsungleichheit, Sonnendeck.

    Nicht nur deswegen veranstalten wir, das Bonanza Kollektiv, am 09. April, im Vorfeld der Gemeinderatswahlen, eine Podiumsdiskussion.

    Die Veranstaltung wird in Innsbruck im Kater Noster (Leopoldstraße 7) stattfinden. Der Fokus liegt auf Themen im (sub)kulturellen Kontext.

    Vertreter*innen folgender Parteien werden wir einladen: Die Grünen, Das neue Innsbruck, SPÖ, JA – Jetzt Innsbruck, FPÖ, Neos, ALI, Gerechtes Innsbruck, Liste Fritz, KPÖ.

    Anbei die Eckdaten:

    Thema: Podiumsdiskussion: Innsbrucks Kultur(frei)räume: Von der Dystopie zur Utopie! Mehr als heiße Luft?

    Zeit: 09. April um 18.30 Uhr

    Moderator: David Prieth

  • nacht:leben – ClubKulturKonferenz 26.01.2024

    Alle reden über Clubkultur und warum Menschen und Städte dringend Clubs brauchen, aber worum gehts dabei überhaupt? Morgen findet Innsbrucks erste ClubKultur-Konferenz statt! Und unser umtriebiges @kulturkollektiv_contrapunkt hosted dabei ebenfalls zwei Panels mit super interessanten Menschen, die ich moderieren darf 🔥

    ⌦ Ab 16:00 (@pmk_ibk ) LICHT AN, SPERRSTUNDE! Der Club als Auslaufmodell? mit BC-A (DJ/TKI), Steve Hope (DJ/Gewerkschaft DECK), ed royal (DJ/Ex-Cubique) und Martina Brunner (Vienna Club Commission)

    ⌦ Ab 20:00 (@rfdinsel ) Lesung und Diskussion: DIE CLUBMASCHINE (BERGHAIN) mit Kilian Jörg.

    Danke an die @ibkclubcomm für die tolle Organisation. Wir sehen uns morgen im Strobo

    Mehr Informationen unter https://www.instagram.com/ibkclubcomm/

  • Antrag im Tiroler Landhaus zur Unterstützung der Jugend- und Nachtkulturszene einstimmig angenommen

    Good News! Viele werden es im aktuellen Kuddelmuddel vielleicht überlesen haben, aber der dringliche Antrag der SPÖ im Tiroler Landtag mit dem Titel „Die Tiroler Jugendkulturszene ruft nach Hilfe – und wir werden helfen“ wurde einstimmig angenommen. Wiederhole: SÄMTLICHE Fraktionen – ungeachtet des politischen Hintergrunds – konnten sich im Tiroler Landtag darauf einigen, dass das Thema extrem wichtig ist und raschestens bearbeitet gehört. Dass ein Thema von allen Fraktionen mitgetragen wird, erlebt man aktuell auch nicht mehr jeden Tag.

    Ich zitiere an dieser Stelle SP-Jugendsprecher Christian Kovacevic: „Darin geht es um rasche, effektive Maßnahmen zur Absicherung der Klubkultur- und Nachtklubszene in Tirol.“
    Es ist schön zu sehen, dass die konsequente Mobilisierung und Energie der Szene etwas bewirkt und die gegebene Dringlichkeit im Tiroler Landtag Gehör findet.

    Next Stop: Termin im Jänner mit Vertreter:innen von Land, Wirtschaft und der Szene! Gemma Gemma 🙂

  • Bericht: Clubsterben und konsumfreie Orte in IBK (6020 Magazin)

    Das aktuelle 6020 Magazin legt einen Schwerpunkt auf das aktuelle Clubsterben, die anstehende Gemeinderatswahl im April 2024, sowie die Power die Studierende in Innsbruck hätten, gingen diese in größerer Zahl zur Wahl. Einige Statements meinerseits finden im Artikel ebenfalls Platz – vielen Dank für das Interesse und den interessanten Überblick zur derzeitigen Lage.
    Viel mehr zu sagen gibts an dieser Stelle nicht zu sagen – der Artikel spricht für sich selbst.

  • Kundgebung für mehr Freiräume in Innsbruck am 07.11.2023

    Reclaim your city 2023

    Kommenden Dienstag sehen wir uns ab 18:30 am Inn zu einer gemeinsamen Kundgebung! Es geht hier nicht „nur“ um „dieses eine Geländer“, sondern um grundsätzliche Haltungen und den Wert des öffentlichen Raums. Seit Jahren benötigt Innsbruck endlich zusätzliche Flächen ohne Konsumzwang, sowie Begegnungsorte für junge Menschen, leistbare Räume für die Nachtkultur und Partys. Innsbruck braucht endlich sichtbare und erlebbare Ergebnisse!

    Diese Kundgebung wird von mehreren Institutionen und Initativen aus der Innsbrucker Szene getragen – eine parteipolitische Trägerschaft ist explizt unerwünscht Zusätzlich darf festgehalten werden, dass vor allem die bremsenden konservativen Kräfte der letzten Jahre nun nicht zu glauben brauchen, dass sie die aktuelle Situation nutzen können, um die alte Leier von „alle gegen den BGM“ weiterzuspinnen. Das hier ist unser Leben und nicht euer Wahlkampf!

    Reclam your City! Für das gute Leben!