Morgen beginnt am Klagenfurter Landesverwaltungsgericht das öffentliche Verfahren gegen das wunderbare Acoustic Lakeside Festival. Grund dafür ist, dass der gemeinnützige Verein (als dessen Veranstalter) Post von der Finanzpolizei erhalten hat. Diese ist der Ansicht, dass alle freiwilligen Helfer*innen bei der Österreichischen Gesundheitskassa zu melden gewesen wären. Und das, obwohl alle Helfer*innen des Festivals vor Ort eine Unentgeltlichkeitserklärung ausgefüllt haben! Alle Personen anzustellen wäre schon aufgrund der fehlenden Fördermittel unmöglich. Trotzdem wollen sie dem Verein nun €140.000 Strafe plus 10% Verfahrenskosten aufbrummen. Wir können uns nur an den Kopf greifen.
Aktuell wird die Welt von multiplen Krisen gebeutelt, der gesellschaftliche Zusammenhalt tagtäglich auf eine harte Probe gestellt. Wir sind der Meinung, dass Kulturinitiativen, die unter höchstem ehrenamtlichem Engagement versuchen, die Welt mit Kunst und Kultur ein Stück freundlicher zu gestalten, unseren Respekt und unsere Solidarität verdient haben. Österreich präsentiert sich selbst in Schönwetter-Reden stets gerne als Kulturnation, vergisst dabei aber gerne, dass die Kulturarbeit von heute die Kultur von morgen erst möglich macht. Politik, Verwaltung und Gesellschaft sollten also froh sein, wenn Menschen sich die Zeit nehmen, ehrenamtlich eine derart professionelle und vorbildliche Veranstaltung ins Leben zu rufen.
Alles Gute aus Innsbruck, bleibt motiviert und widerständig!
Aktuelles Interview mit dem ORF kulturMONTAG im Rahmen der Konferenz VIENNA AFTER DARK
Die Wiener Clubkultur-Konferenz – Drei Tage rund um das Thema Clubkultur: Mit „Vienna After Dark“ findet erstmals eine internationale Clubkonferenz in Wien statt. Dort wird, etwa in Panels, über sämtliche drängenden Themen der Branche gesprochen: Am Plan der Konferenz stehen unter anderem Gentrifizierung, Bürokratie, Inklusion oder Drogenpolitik. Drei Tage rund um das Thema Clubkultur: Mit „Vienna After Dark“ findet erstmals eine internationale Clubkonferenz in Wien statt. Dort wird, etwa in Panels, über sämtliche drängenden Themen der Branche gesprochen: Am Plan der Konferenz stehen unter anderem Gentrifizierung, Bürokratie, Inklusion oder Drogenpolitik.
Beitrag im aktuellen 6020 Magazin zum 20 jährigen Jubiläum des Kulturzentrums p.m.k. Vielen Dank für die Unterstützung und die Berichterstattung! NOVEMBER 2024
2024 ist ein (Wahl)jahr wie es in Österreich schon viele gab: Täglich liest man von politischen Tumulten, der Wiederkehr des ewig Schlechten und von einer Gesellschaft die sich fragt: wie weit abwärts geht noch?
Dabei saßen die Denkfabriken rechter Parteien früher üblicherweise in der zweiten Reihe; heute mischen sie ganz vorne und auf der Bühne mit.
In Österreich wurde – allseits bekannt – schon vor Monaten eine erneut angestrebte Herrschaftsform unter dem VOLKSKANZLER ausgerufen. Der zukünftige VOLKSKANZLER (früher die offizielle Bezeichnung von Adolf Hitler) solle endlich wieder das „eigentliche“, das „normale“, das „vergessene“ Volk vereinen, alle sozialen und politischen Missstände beenden und Österreich in eine goldene Zukunft führen. Was das bedeutet, wissen alle, die nicht zu feige sind ein paar Blicke um sich herum zu tun: Ausgrenzung, Abschiebung, das Säen sozialer Zwietracht, rücksichtslose Selbstbereicherung und das Aufsplitten zentraler Staats-Funktionen unter der braven Gefolgschaft mit dem richtigen Parteibuch.
Kurz: Es stehen uns wieder grausige und mühevolle Zeiten bevor.
An vielen Ecken folgen deshalb bemühte Gegenreaktionen; es wird Aufklärungsarbeit durch NGOs gemacht, die Kultur und das Soziale sollen’s mal wieder richten. Im Familien- und Bekanntenkreis versucht man den schwierigen Onkel davon zu überzeugen, dass der VOLKSKANZLER seine Probleme nicht lösen wird und dass die Erzählung von „wird schon nicht so schlimm werden“ vielleicht für ihn gilt, manch andere aber existenziell bedrohen wird. Es wird versucht, die angesprochene Person an die Verfehlungen der Vergangenheit zu erinnern, es fallen Begriffe wie „Ibiza“, „Pandemie“ und „Spesenaffäre“.
Das ist nicht mehr unser Tempo.
Das Mahnen vor den zukünftigen und vergangenen Gräueltaten des VOLKSKANZLERS ist zweifelsohne ein notwendiger Baustein in der Zerrissenheit des aktuellen Diskurses. Aber die einzige Chance die Deutungshoheit über Sprache, Begriffe und Medienöffentlichkeit zurückzuerlangen, ist drei Schritte schneller zu sein, den VOLKSKANZLER aufzufressen, ihn inhaltlich zu kapern und hedonistisch zu besetzen. Die Subkultur interessiert es nicht mehr mit hetzenden Fanatikern zu diskutieren und nimmt den Platz ganz vorne lieber wieder selbst ein. Die VOLKS-KANZEL-KULTURE schlägt zurück und zwingt den Begriff zurück in den Underground.
Aus diesem Grund wurde der Wortlaut VOLKSKANZLER beim Österreichischen Patent- und Markenamt im Laufe eines sechs Monate dauernden Prozesses von David Prieth eingetragen und rechtlich geschützt. Diese Wortmarke darf im Laufe der kommenden 10 Jahre (bis 2034) weder auf Plakaten, Bannern noch auf Textilien verwendet oder in Verkehr gebracht werden. Das Verwenden der geschützten Wortmarke VOLKSKANZLER auf Wahl- und Werbeplakaten, Papier, Pappe oder Kleidungsstücken ist ab nun untersagt und wird bei Zuwiderhandlung auch entsprechend abgemahnt.
Im Jahr 2024 wird der VOLKSKANZLER zum Symbol für kompromisslosen Widerstand aus den Clubs, den Hinterhöfen und den Spelunken im Land. Y2K Atzen, Gangster, Rapper und Techno-Kids auf Acid hauen mit dem Hammer in die Druckerpresse und haben die Schnauze voll. Was ist eine millionenschwere politische Maschinerie schon gegen das anarchische Moment des Lachens von unten? Gegen unsere Haltung kann selbst der bestbezahlte Pfosten im ganzen Staat nichts ausrichten.
Kommende Woche findet in Innsbruck das neue BRIDGE BEAT FESTIVAL statt, das Brücken zwischen Menschen, Kulturen und Städten bauen soll. In Zusammenarbeit mit dem Innsbruck Marketing laden wir deshalb am Samstag 20.07. NINA SUPSA und Zesknel, zwei extrem spannende Musiker*innen und Aktivist*innen aus Innsbrucks Partnerstadt Tiflis in die p.m.k ein.
Die georgische Hauptstadt Tiflis ist aktuell eine der künstlerisch vitalsten Städte des erweiterten europäischen Raums. Rund um den legendären Club Bassiani und die Kulturplattform Mutant Radio entstand in den letzten Jahren eine Szene die in ihrem künstlerischen Output dringlicher und radikaler nicht sein könnte. Die p.m.k präsentiert an diesem Abend zwei Protagonist*innen aus dieser stark im Umbruch befindlichen Partnerstadt Innsbrucks.
Da wir zudem auf die aktuell stattfindenden Proteste in Tiflis hinweisen möchten, beginnen wir den Abend mit einem moderierten Podiumsgespräch zu Demokratie und gesellschaftlicher Teilhabe aus der Sicht der Club- und Kulturszene in Tiflis. Die beiden Künstler*innen werden uns dabei Einblicke in ihre Arbeit und in die aktuelle politische Situation in Georgien geben.
In Zusammenarbeit mit Innsbruck Marketing #bridgebeatfestival #bbf #meininnsbruck #alpinurban #innsbruck #sommerfestival #innsbruckaustria #loveinnsbruck
Wer bei gutem Wetter durch Innsbrucks Innenstadt fährt, weiß: Innsbrucks Jugend sitzt mittlerweile vor allem auf dem Asphalt zwischen Inn und Straßenkreuzung herum, der im Volksmund „Marktplatz“ genannt wird (die Vorgeschichte rund um das Innufer kennen wir). Eine unwürdige Situation. Es leben rund 44.000 Menschen zwischen 15 und 29 Jahren in Innsbruck, für viele gibt es im öffentlichen Raum viel zu wenig Angebote. Gleichzeitig wird verschiedenen Kulturinitiativen das Leben schwer gemacht – auch wenn sie in verschiedenen Industriegebieten tätig sind (zu laut, zu nervig). Tirol Heute hat sich dem Thema vergangenen Samstag recht umfangreich gewidmet und es war mir wichtig auch hier wieder ein paar klare Worte zur Situation zu finden.
In zwei Wochen wird gewählt und dieses Mal wird es für alle Parteien wichtig sein auch all jene Menschen bei Laune zu halten die in dieser Stadt etwas gestalten oder erleben wollen, wenn diese Stadt eine Zukunft haben soll
In Kürze ist es soweit: die Innsbrucker Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen stehen vor der Tür und die Themen „Öffentlicher Raum“ und Begegnungsorte für junge/erlebnishungrige Menschen liegen noch immer beharrlich in der Schublade. Aus diesem Grund organisiert das BONANZA-Kolektiv eine Podiumsdiskussion zum Thema; und ich darf bei diesem Anlass als Moderator agieren, hallelujah!
Kommt in Scharen, kommt mit konstruktiver Kritik und starken Stimmen. Die allgegenwärtige Erzählung des Neustarts nervt umso mehr, da in den Bereichen Kultur- und Begegnungsräumen seit Jahren der Wurm drin ist.
Hier die Einladung für alle Interessierten: „Obgleich der öffentliche Diskurs zunimmt, bleibt die inhaltliche Auseinandersetzung in vielen Themenbereichen noch immer auf der Strecke. Dies gilt insbesondere bei dringend notwendigen Lösungen für altbekannte Problemfelder: Ein Mangel an (öffentlichen) Frei- räumen und flächen, Clubsterben, Förderungsungleichheit, Sonnendeck.
Nicht nur deswegen veranstalten wir, das Bonanza Kollektiv, am 09. April, im Vorfeld der Gemeinderatswahlen, eine Podiumsdiskussion.
Die Veranstaltung wird in Innsbruck im Kater Noster (Leopoldstraße 7) stattfinden. Der Fokus liegt auf Themen im (sub)kulturellen Kontext.
Vertreter*innen folgender Parteien werden wir einladen: Die Grünen, Das neue Innsbruck, SPÖ, JA – Jetzt Innsbruck, FPÖ, Neos, ALI, Gerechtes Innsbruck, Liste Fritz, KPÖ.
Anbei die Eckdaten:
Thema: Podiumsdiskussion: Innsbrucks Kultur(frei)räume: Von der Dystopie zur Utopie! Mehr als heiße Luft?
Zeit: 09. April um 18.30 Uhr
Moderator: David Prieth
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