Maria Retter hat ein sehr angenehmes und interessantes Interview mit mir für Startalps.co geführt. Vielen Dank, Maria!
Themen: Haute Couture Straßenchef*in, Hypes und die (künstlerischen) Möglichkeiten des Internets
Maria Retter hat ein sehr angenehmes und interessantes Interview mit mir für Startalps.co geführt. Vielen Dank, Maria!
Themen: Haute Couture Straßenchef*in, Hypes und die (künstlerischen) Möglichkeiten des Internets
Ich bin Teil eines Teams, das eine neue Veranstaltungsreihe im Spielraum für Alle ins Leben gerufen hat. „Wie wir leben wollen“ soll Raum für Gespräche, Diskussionen und Vorträge bieten, die sich mit unterschiedlichen Blicken auf unsere Gesellschaft auseinandersetzen. Verweigerung des Etablierten, Widersprüche, Alternativen, Möglichkeiten.
Die erste Ausgabe findet diesen Sonntag, 30.10.2016 und 18:00 Uhr statt. Eintritt frei.
Das Thema des ersten Abends lautet:
„Vom gelungenen Leben. Die Frage nach dem Sinn und die Handlungsspielräume in unserer Gegenwartsgesellschaft“
Mit einem Impulsvortrag von Assoz. Prof. Tatjana Schnell (Universität Innsbruck)
Eine Kooperation von Die Bäckerei, Spielraum für Alle und FREIRAD
Mein Gedicht (Blitzverglasung) wurde im „UND-Magazin #2“ veröffentlicht.
(Oktober 2016)


Fotos: Natália Zajačiková
Vortrag „Ethical Porn: for a better sex“ von Nico Bertrand 19:00–21:00
Re-Porn. Introducing Ethic Sex
Analysis and introduction to the new porn trend called „Ethical Porn“ from different visual artists and how it connects with the audience (based on the concept of sex as communication tool). A talk about a new guide of how to build an equal treat with the performers and loyal to contemporary sex practises. Open talk where we will discuss terms, conditions and reality about the new pornography and why this concept is vital to our culture.
Live Electronic Acts in den dunklen und verborgenen
Kammern der alten Bäckerei mit Digital Youth // SEUCHE // STRO
Projektion Arty and Porny Porn in a cinema theater. Nico Bertrand ab 22:00
Cinema theater with a movie selection from Nico Bertrand, spanish filmmaker founder of the production company Darkness Studio (alternative porn). The movies are presented based how conventional cinemas works, creating an atmosphere where people can sit, eat popcorn and enjoy a memorable cinema session. The audience would be part of this experience, sharing a screen with the rest of the people with all the conventional ingredients we can find when we go to watch a movie. Length: 70 min
Genres: Philias, Humidity, Solitude, Fiction, Fetish
Performance: Chemistry – Anarel.la Martínez Madrid 00:00–00:30
Performative Art event where the spanish artist, Anarel·la
Martínez-Madrid would transfer her ideas after investigating
the visual work of Nico Bertrand into an special and mysterious piece.
Auf dem von uns initiierten Kunst- und Kulturfestival FÖHNFEST sendete FREIRAD – Freies Radio Innsbruck eine Stunde lang live aus der Bäckerei – Kulturbackstube.
Auch ich wurde dabei für ein Interview ans Mikrofon gebeten (Themen: Bäckerei, Performance, etc). Nachhören kann man die Sendung hier; mein Interview-Part startet um 28:30
LINK


Reisenotiz;
„Über das zwischenmenschliche Verhalten im halböffentlichen Raum des Mehrbettzimmers“ könnte wohl der Titel einer noch zu schreibenden Arbeit lauten. Meine Liebe und mein Hass zu Mehrbettzimmern in Hostels gehen miteinander Hand in Hand. Günstige Wohnmöglichkeit; Sozialstudie; Abfuck.
Die letzten Tage meiner ZimmergenossInnen neben dem Wiener Hauptbahnhof waren gezeichnet von Lethargie und nächtlichem Unwohlsein. Ich war mit Abstand der jüngste im Raum und mental wohl auch der am wenigsten angeschlagene. Die Menschen, die hier nächtigen, wirkten nicht wie Touristen, Reisende oder Menschen, die an diesem Ort eine konkrete Aufgabe zu erfüllen hatten. Vielmehr lag ein Gefühl von Siechtum, Drogenmissbrauch und Gelegenheitsprostitution in der Luft.
Ein ziellos vor sich hin laufender Fernseher vermüllte das Zimmer mit Wortfetzen über Schildkröten, Waschmittel und Sonderangebote. Die Frau gegenüber starrte an die Decke; ein unter mir liegender Mensch bewegte sich gar nicht.
In beiden Nächten betrat ein Mann den Raum, der sich auf das Bett neben mir setzte und mit der Frau in gebrochenem Englisch wirre Gespräche führte.
„Coke. Cappuchino. 2 Euros. Sleep now. Enough. Coke. 2 Euros. I smoke. Enough now. Sleep. Coke.“
Am Ende zitterte und schluchzte er und die Frau nahm ihn die Arme. An Ruhe war nur bedingt zu denken; ich stellte mich schlafend und dachte an etwas anderes.
Morgens fand ich den Mann jeweils knieend und wimmernd auf seinem Bett vor. Er presste die Stirn gegen das Laken und brabbelte vor sich hin. Sobald er bemerkte, dass ich ihn beobachtete, hörte er damit auf und musterte mich. Ich duschte, trocknete mich in Ermangelung eines Handtuches mit dem Bettlaken ab, packte meine Sachen und grüßte ihn zum Abschied mit einem wortlosen Nicken.

Fotos vom diesjährigen Föhnfest in der Bäckerei – Kulturbackstube (19.-21. Oktober)
Meiner Meinung nach das beste Festival, das wir bisher in der Bäckerei durchgeführt haben. Vielen Dank an alle Beteiligten!
Installation des Spanischen Künstlers Daniel Domaika in der Bäckerei – Kulturbackstube im Rahmen des Föhnfests 2016.
Danke, für die tolle Arbeit!
20. Oktober 2016; 20:45
Performance „Menschenopfer“
Die Grundlage zu David Prieths erster Solo-Performance „MENSCHENOPFER“ sind Gedanken zu körperlichen Erfahrungen, Möglichkeiten von Liebe und die Idee des textgewordenen Karnevals; ein Karneval im Bachtin’schen Sinne.
MENSCHENOPFER stellt ganz persönliche Texte, gefundene Wörter und produzierte Sprachfetzen nebeneinander und feiert dabei die Profanation des Benehmens, der Gesten und der Sprache. Dieser Österreichische Abend ist ein System karnevalistischer Erniedrigungen und Erdungen, unanständiger Reden und Gesten; Parodien heiliger Texte und Aussprüche. MENSCHENOPFER lässt sich verschieden lesen, hören und interpretieren. Im besten Fall regt die Aktion dazu an, das Gebotene an Ort und Stelle lauthals über Bord zu schmeissen und dazu selbst Gegenpositionen zu entwerfen. MENSCHENOFPER ist ein in geistiger Umnachtung erstellter
Instagram-Account, literarisches Spannertum und eine ästhetische Kneipenschlägerei.
All photos (c) Natália Zajačik
