Pressekonferenz: Kritik an Corona-Richtlinien im Kulturbetrieb (Tirol Heute 15.10.20)

Der Kulturbetrieb hat seine Hausaufgaben gemacht, denn bisher ist dort kein nennenswerter Cluster entstanden; nicht einmal bei Riesenveranstaltungen wie den Salzburger Festspielen. Trotzdem wird vor allem hier mit aller Gewalt draufgehauen und verunmöglicht – stets ohne die Erfahrung und Einschätzungen von Expert*innen miteinzubeziehen. So soll es zB ab nun verboten sein in Ibk-Stadt und -Land bei Veranstaltungen Getränke anzubieten. Sprich, sitzen in einem Lokal Menschen an Tischen zusammen, dürfen diese ganz normal etwas trinken. Sitzt allerdings jemand gleichzeitig vorne auf einer Bühne und erzählt den Abend über Scherze, dann ist das eine Veranstaltung und die Menschen dürfen deshalb an ihren Tischen nichts mehr trinken. Was genau soll das bringen? Diese willkürlichen Schnellschüsse tragen weniger zu irgendjemandes Sicherheit bei, als dass sie wie die Axt im Walde Existenzen und Strukturen zerstören.Gestern gab es im Haus der Musik eine Pressekonferenz unter der Beteiligung der TKI – Tiroler Kulturinitiativen, dem Tiroler Landestheater und unterschiedlichen Kulturvereinen und Plattformen, um darauf aufmerksam zu machen, dass man mit diesen nicht nachvollziehbaren Methoden langfristig vieles kaputt machen kann, was über Jahre und Jahrzehnte mit viel Herzblut aufgebaut wurde.