In Tirol nimmt „Querdenken / Für eine bessere Welt“ gnadenlos Tote in Kauf

Die jüngsten random Anfeindungen von Querdenker*innen auf Innsbrucks Straßen zeigen, dass diese Posts vielleicht doch etwas beitragen können. Das ist doch schön 🙂 Also mal wieder der friendly reminder, dass „Querdenken / Für eine bessere Welt“ auch in Tirol Nazipropaganda zumindest untereinander teilen und diese auf ihren Kanälen und in Telegram-Gruppen tolerieren.

Die aktuelle Strategie der Laternenumzüge mit Kindern soll wahrscheinlich davon ablenken, dass nur innerhalb der letzten 2 Tage in den Gruppen wieder von „Staatssimulation“ und „Schutzstaffel“ gefaselt wird, Qanon-Posts, die die weltweite Rothschild-Verschwörung befeuern, abgefeiert werden und zum Tirol-weiten Boykott der Gratis-Testungen aufgerufen wird.Man kann sich nur wiederholen: Man kann hart mit widersinnigen Regierungsmaßnahmen ins Gericht gehen, man kann den strukturellen Rassismus von Bundeskanzler Kurz anprangern, man kann gegen Hetze wie „die Ausländer, die die Viren ins Land tragen“ auf die Straße gehen – aber man muss nicht mit „Querdenken / Für eine bessere Welt“ in Innsbruck Gruppierungen unterstützen, die in ihren Reihen, Gruppen und in ihren Argumentationsweisen Volksverhetzung dulden.

Lasst euch von ein bisschen Lampion- und Christkindl-Flair nicht täuschen. Wer gemeinsame Sache mit Rechtsextremen macht, tritt nicht „für eine bessere Welt“ ein. Da können sie noch so nett „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach singen.“

Zur Veranschaulichung möchte ich noch diese aktuellen Telegram-Screenshots aus der Gruppe als besondere Schmankerl anfügen. Hier sieht man deutlich wie das mit dieser „besseren Welt“, Frieden, Freiheit und so gemeint ist.

▶ „Nein, ich will dich nicht schützen!!!!“
▶ „Es ist nicht meine Schuld wenn jemand stirbt.“

Natürliche Auslese?
Sozialdarwinismus?
Ausrottung von unwertem Leben?
Friede Freude Kumbaya?

Schon schön, diese Querdenker-Gesellschaft.