Brandbeschleuniger Tiroler „Patriotismus“

Die Humbolt Universität Berlin und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim haben vor Kurzem ein sehr interessantes Paper veröffentlicht. Darin untersuchen sie die Auswirkungen von 2 großen Querdenken-Demonstrationen inklusive Busanreise durch das Coronaleugner-Busnetzwerk „Honk for Hope“ (betrieben durch den Österreicher Alexander Ehrlich) auf das Infektionsgeschehen in Deutschland. Das Paper kann auch online nachgelesen werden http://ftp.zew.de/pub/zew-docs/dp/dp21009.pdf und kommt zu dem Schluss, dass 2 der größten Querdenken-Demos ca. 16.000-21.000 Infektionen in die schönen Lande trugen.

Jetzt ist es so, dass sich in einigen Tiroler Querdenken-Gruppen, beschämt-beleidigte Patrioten zusammentun und für den 20.02. eine Großdemo am Innsbrucker Landhausplatz angekündigt haben. Unter dem erbärmlichen Motto „Wir sind nicht der Sündenbock für die ganze Welt“ soll hier dem Patriotismus gefrönt und die wunde Tiroler Seele gesalbt werden. Mama, sie haben gsagt, dass i die Schuld bin wäh wäh wäh de sein so gemein zu mir.

Wenn wir also aktuell in Tirol mal wieder die Nummer 1 sind, wenn es darum geht noch gefährlichere Stränge von Covid-19 in die Welt hinaus zu tragen, dann könnte die für den 20.02. angekündigte Großdemo von starken Mandern und tapferen Diandln das Werk vollenden. Angenommen da tauchen am 20.02. wirklich aus den unterschiedlichsten Tiroler Tälern und Dörfern beratungsresistente Maskenverweigerer auf und husten frisch fröhlich herum, dann gute Nacht.
Servus Innschbrugg und servus Tirol.