Die Sperrstunde als Erziehungsmaßnahme

Das Thema „Sperrstunde“ ist nicht erst seit Corona ein extrem Mühsames und subjektiv Ausgelegtes. Wiederholt wurden Clubs – auch in Innsbruck – als „Erziehungsmaßnahme“ (oder durch bürokratische Schikane?) mit verfrühten Sperrstunden bedacht. Ein beliebtes Beispiel sind hier natürlich die Clubs und Nachtlokale in den Innsbrucker Viaduktbögen, die in der öffentlichen Wahrnehmung immer noch oft und gern in ihrer Gesamtheit als übel und gefährlich geframet werden. So nach dem Motto: Nach 3 Uhr Nachts können sich die Leute nicht mehr zusammenreißen und überhaupt hat man um diese Zeit nichts mehr draußen verloren – also ist Laden XY um diese Zeit dichtzumachen.Nützen wir die Gunst der Stunde und schauen uns das Thema Sperrstunde doch überhaupt mal mit frischen Augen an. Warum werden Sperrstunden verhängt und was sind eigentlich die politischen Dimensionen von Sperrstunden? In einigen Ländern wurden diese z.B. bereits längst abgeschafft. Selbst LH Güntha Platta verlautbarte jüngst in einer Pressekonferenz: „Die Sperrstunde muss endlich abgeschafft werden“. Endlich sind auch wir mal einer Meinung.