Gedanken zu Patrick Haslwanters Kulturbegriff (FPÖ Tirol)

Patrick Haslwanter, der 2010 sogar der eigenen Partei zu rechtsextrem war und vom RFJ ausgeschlossen wurde, durfte leider im Jahr 2016 sein politisches Comeback in der Tiroler FPÖ hinlegen. Wenig verwunderlich für eine Partei, zu derem innersten Wesen es gehört, sich mit Rechtsextremen und Neonazis zu verbrüdern. Nun macht der rechte Recke gegen Innsbrucker Kulturinitiativen und Medien wie das Treibhaus, die Bäckerei-Kulturbackstube, die p.m.k und das freie Radio Freirad mobil. Überraschend ist das nicht, ging es Typen wie Haslwanter doch in erster Linie seit jeher nur ums Spalten und Hetzen. Da wird dann wieder schön die blaue Wählerschaft aufgewiegelt, bis man klassisch-rechte Kommentare wie „Grüner Dreckshaufen“, „linksgrüne Arschlöcher“ und „grünes Gesocks“ lesen kann; KünstlerInnen wären ohnehin nur Sozialschmarotzer, Gutmenschen und überhaupt ginge das alles primär auf Kosten „unserer Kinder“ – man kennt diese Erzählstrategie ja zur Genüge. Ich möchte dieses tollpatschige Gepolter nun auch nicht überbewerten, da hier recht klar ersichtlich ist, wie lächerlich sich Patrick Haslwanter offenbar gerne selbst macht und man diesen Nonsens nun wirklich nicht Ernst nehmen kann. Trotzdem muss man immer wieder ausdrücklich darauf hinweisen, dass es zu einem Grundanliegen rechter, rückwärtsgewandter und demokratiefeindlicher Politik gehört, Initiativen, die sich für eine offene, tolerante Gesellschaft einsetzen, zu diskreditieren. Auch wenn es eigentlich nur zum Augen rollen ist, darf man solche gefährlichen Tendenzen dann auch nicht einfach wegblödeln. Wir machen auf jeden Fall weiter wie bisher, bleiben wachsam und rechten Hetzern wie Patrick Haslwanter ein Dorn im Auge