Gedanken zu Covid19 und dem Österreichische Kulturbetrieb

Der aktuelle Erlass, dass Veranstaltungen indoor ab 100 Personen, sowie outdoor ab 500 Personen nicht mehr durchzuführen sind, ist meiner Meinung nach nachvollziehbar und seuchenhygienisch sinnvoll, trifft natürlich aber eine ganze Bandbreite von Menschen, deren berufliche Existenz an diese Branche gekoppelt ist ziemlich hart (u.a. Kunst- und Kulturschaffende, Freelancer, Techniker*innen, Gastro, etc). Es laufen derzeit bereits Gespräche zwischen Interessenvertretungen und den zuständigen Menschen auf Bundesebene – bezüglich Hilfsmaßnahmen für Künstler*innen, Kulturinititiativen u.s.w. Doch natürlich müssen hier noch umfassend rechtliche Informationen eingeholt und Gutachten erstellt werden, bevor man kompetente Antworten und halbwegs rechtsverbindliche Einschätzungen liefern kann.

Nach vielen Gesprächen (regional und überregional) stellt sich auch die recht ernüchternde Erkenntnis ein, dass eigentlich so niemand wirklich weiß wie man mit der Situation umgehen soll, weils so eine Situation in der zweiten Republik in der Form einfach noch nicht gab. Weder Politik noch Verwaltung haben somit einen passenden Schrieb in der Schublade bzw wenn man konkrete Anfragen stellt, dann heißt es an verschiedenen Stellen etwa „Wissen wir auch nicht genau“ oder „Wir wissen auch nur so viel wie ihr“. Das soll kein Vorwurf sein, aber zeigt mir gerade selbst auf wie unvorbereitet wir in die Geschichte reingestolpert sind.

Die zuständige Staatssekretärin für Kunst und Kultur Ulrike Lunacek hat im gestrigen Kultur Heute Spezial ein Interview zum Thema gegeben, das ich zur Sicherheit (wie so ziemlich jeden Unfug) mal lieber archiviere, damit man sichs dann auch später mal in einem zeitlich größeren Abstand nochmal ansehen kann. Besonders für kunstschaffende Menschen, die aufgrund der aktuellen Ereignisse in eine finanzielle Notlagen geraten könnten, sollten hier ein paar wichtige Informationen mit dabei sein.
An Kulturinitiativen und alle Menschen, die im Veranstaltungssektor tätig sind: Die Schwesternorganisation der TKI in Oberösterreich, die KUPF, hat einen sehr übersichtlichen Fragenkatalog mit den wichtigsten Punkten zum aktuellen Veranstaltungsverbot erstellt, der auch laufend aktualisiert wird und den ich euch sehr empfehlen kann –> https://kupf.at/corona/

Zu uns auf lokaler Ebene: Es wird sich zeigen was die neuesten Entwicklungen bringen, die p.m.k in Innsbruck wird nach dem Ergebnis unserer gestrigen gut besuchten Mitgliederversammlung auf jeden Fall mal bis mindestens Ende März keine Veranstaltungen durchführen.