Klarstellung und „keine Chance der Lynchjustiz“

Liebe Leute, ich freue mich wirklich unendlich über den großen Support, den ich durch breite Teile der Gesellschaft erfahre. Sei es bei Redebeiträgen auf Demos, nach Auftritten in Sendungen oder im wissenschaftlichen Umfeld wenn ich zu Vorträgen eingeladen werde. Das bedeutet mir alles und bestärkt mich in meiner täglichen Arbeit gegen Strukturen, die nicht nur einzelnen von uns, sondern uns allen als Gesamtgesellschaft schaden.

Was ich allerdings ausdrücklich NICHT möchte ist, dass jemand als Resultat darauf einzelnen Menschen echt verachtende Nachrichten schreibt und/oder verbal so entgleist, dass sich diese betreffenden Personen anschließend zurecht Sorgen um ihre Sicherheit machen müssen.

Meine Recherchen und mein Aktionismus verfolgten gestern wie heute immer das Ziel, die gesellschaftlichen Lebensbedingungen für ALLE Menschen in unserer Gesellschaft zu stärken. Wenn man jetzt reflexartig einer Gruppe oder Einzelperson gezielt Schaden zufügen möchte, bringt uns das alle unserem Ziel – einer gesamtsolidarischen Gesellschaft – keinen Schritt weiter. Es gibt andere Formen seinen Ärger auszudrücken als diesen an Einzelpersonen auszulassen.

Klar, meine Tätigkeiten mögen für gewisse Leute sehr sehr sehr unangenehm sein, das ist mir durchaus bewusst. Dabei geht es mir aber immer um das Gesamtbild. Nicht umsonst dauern meine Recherchen stets Monate und meine angelegten Archive gehen im Datenumfang in Gigabyte-Bereiche. Dabei merkt man allerdings immer: Eine Gruppe existiert niemals durch eine Person alleine. Wenn in einer Gruppe menschenverachtender Content unkommentiert stehen bleiben und seinen Platz finden kann, dann deutet das auf eine Versagen der gesamten Gruppe hin. Sei es nun aus Feigheit, Opportunismus oder Ignoranz. Was davon das Schlimmste ist, weiß ich selbst nicht immer.

Also nochmals: Tausend Dank für euren Support, aber lasst die Finger von irgendeiner verqueren Lynchjustiz, die niemandem etwas bringt.

Aber wenn gewisse Personen nun meinen, dass sie mich Anzeigen und vor Gericht bringen müssen, dann gehe ich diesen Weg gerne. Ich kann alle meine Aussagen der letzten Monate mit Tonnen von Material belegen und habe nicht einfach ins Blaue hinein ausgeteilt. Also nur zu – wenn es unbedingt nötig sein sollte – dann sehen wir uns eben vor Gericht. Das wird mich jedoch niemals davon abhalten meiner Arbeit auch weiterhin bis zur letzten Konsequenz nachzugehen.

ALERTA und Adios