
Autor: David Prieth
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Bericht zum Literarischen Tattoo (Cognac & Biskotten #42)

Rundschau Oberland | Ausgabe 32 | 2021 -
Im Clubkultur-Gespräch mit Martina Brunner & Dimitri Hegemann am Elevate Festival 2021
Das Gespräch mit Martina Brunner und Dimitri Hegemann, das ich am diesjährigen ELEVATE Festival moderieren durfte, gibt es mittlerweile auch zum nachschauen. Es war mir eine Freude, vielen Dank für die Einladung!
Eine kleine Anmerkung: Warum sind Panels und der Kulturbetrieb eigentlich meistens so ernst?
Ein paar Lacher würden ab und zu nicht schaden 😉
„Clubkultur ist Kultur. Diese Feststellung mag selbstverständlich klingen, sie war es bis zur Pandemie sicher nicht. Denn lange Zeit wurden Clubs behandelt wie normale Nachtgastronomie, die sich auf dem freien Markt behaupten musste. Macht es aber überhaupt einen Unterschied, wenn das, was in manchen Clubs passiert, das Mascherl „Kultur“ verpasst bekommt? Was ändert sich dadurch, was sollte sich ändern, wie erhält man trotzdem dem anarchischen Geist vieler Veranstaltungen und Gemeinschaften?“
Diese Session ist Teil von Re-Imagine Europe. -
Talk zum Thema „Clubkultur X Kultur“ am ELEVATE Festival 2021
Ich habe die größte Freude heute am großartigen Elevate Festival in Graz ein Gespräch zum Thema „Clubkultur ist Kultur“ zu moderieren! Ab 16:00 diskutieren mit mir Dimitri Hegemann (Gründer des legendären Berliner Clubs TRESOR und Direktor KRAFTWERK BERLIN) sowie die Kulturmanagerin Martina Brunner (N8BM & Vienna Club Commission). Ab 16:00 geht’s los; der Talk wird auch via Stream übertragen und das gedolmetscht sogar im 2Kanalton. Es ist mir eine Ehre und Freude;
Don’t stop the dance
#ElevateFestivalLink zum LIVE-Stream des ELEVATE Festivals

(c) ELEVATE Festival -
Runder Tisch zum Thema Sillschlucht / Veranstaltungen im öffentlichen Raum Innsbrucks
Gemeinsam mit anderen Menschen war ich gestern beim Runden Tisch zum Thema „Veranstaltungen im öffentlichen Raum“ im Rathaus eingeladen. Ich fand die Gespräche prinzipiell konstruktiv und es freut mich, dass man auf Augenhöhe und realistisch Themen ansprechen konnte.
Punkt 1: Illelagle Partys hat es immer gegeben und wird es immer geben
Punkt 2: Es ist trotzdem wichtig, dass potentiell gefährliche Zustiege / Stellen entschärft/verbessert/gesichert werden, dass weniger Chance besteht, dass sich Menschen dort verletzen
Punkt 3: Junge & feierlaunige Menschen sind ganz klar ein normaler Teil unserer Gesellschaft und auch sie brauchen ihren Platz
Punkt 4: Ab nächster Woche werden mehrere Areale an den Stadträndern ausgecheckt, wo spontane und auch angemeldete Parties stattfinden können; eine gewisse Grundinfrastruktur soll vorhanden sein (Klos, Strom- & Wasseranschlüsse);
Soll auch für all-nighter geeignet sein: keine Sperrstunde, keine Anrainer die auf die Barrikaden steigen
Punkt 5: Die Toleranz gegenüber Veranstaltungen im öffentlichen Raum muss auch innerhalb der Gesellschaft steigen. Es kann nicht sein, dass essenzielle soziale und kulturelle Treffpunkte (Clubs, Veranstaltungszentren, etc) reihenweise draufgehen, weil Einzelne ein Angebot für die Gesamtbevölkerung sabotieren.
Punkt 6: Wu-Tang Clan Ain’t Nuthing Ta Fuck With
(c) IKM/Dullnigg LINK zum Bericht auf der Website der Stadt Innsbruck
LINK zum Bericht im Bezirksblatt
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Presseaussendung der Innsbruck Club Commission
Angesichts der fallenden Infektionszahlen dürfen die Tiroler Clubs am 1. Juli wieder aufsperren. Endlich also mal wieder gute Neuigkeiten? Leider ist es nicht ganz so einfach.
Überall stand die gesamte Clubkultur für über 460 Tage still. Nun bekommt sie 13 Tage Zeit um wieder aufzusperren und den gesamten Betrieb anzuwerfen. Dass diese extrem kurzfristig kommunizierte Situation bei vielen Betreibern für Probleme und Überforderung sorgt, kann man sich vorstellen. Kein Personal, kein Getränkebestand, möglicherweise offene Umbauarbeiten und Reparaturen und allem voran, kein geplantes künstlerisches Programm. Dies sind nur einige der großen Probleme vor denen die BetreiberInnen nun mit dieser ansich guten Nachricht, aber kaum vorhandenen Vorbereitungszeit, stehen. Abgesehen von dieser bundesweiten Herausforderung für den Nachtkultursektor, stehen wir hier in Tirol, mit überdurchschnittlich hohen Betriebs- und Erhaltungskosten, vor einer besonders schwierigen Situation.
Die Innsbruck Club Commission verhandelt angesichts der prekären Sondersituation der lokalen Clubkultur nun seit fast einem Jahr mit der Stadt Innsbruck, dem Land Tirol und der WKO über ein Hilfspaket, welches den Betrieben bei diesem denkbar schwierigen Neustart helfen soll. Ein Neustart geht in diesem Fall vor allem mit der Notwendigkeit einher, hier gezielt finanzielle Mittel zu investieren, denn nach 15 Monaten ohne Öffnung und Einnahmen fehlt es so gut wie allen Betroffenen an Liquidität.
Die Stadt Innsbruck hat hier den ersten Schritt gesetzt und sich für ein Neustart-Hilfspaket im Ausmaß von 150.000€ ausgesprochen. Dieses ist allerdings an die Bedingung gebunden, dass sich auch das Land Tirol und die WKO zur Clubkultur in der Region bekennen und ihrerseits die gleiche Summe beisteuern.
Und genau hier liegt das Problem: Weder das Land Tirol noch die WKO haben, nun knapp 13 Tage vor der Wiedereröffnung und nach 460 Tagen Schließung, Versuche unternommen um von ihrer Seite aus Konzepte zu entwickeln und Ihren Teil zur Schnürung dieses Hilfspakets beizutragen. Die Stadt Innsbruck ist seit dem runden Tisch zur Rettung der Nachtkultur im regelmäßigen Austausch mit der Innsbruck Club Commission, um das Rettungspaket auszuarbeiten und auf Schiene zu bringen – bei Land und WKO ist die Thematik aber noch nicht einmal in den offiziellen Gremien zur Abstimmung gebracht worden.
Die Innsbruck Club Commission und Ihre Mitgliedsbetriebe sind enttäuscht über diesen langwierigen Prozess und das offenbar fehlende Interesse bei den veranwortlichen Institutionen und hoffen, dass den vielen Worten auch endlich Taten folgen werden.
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5 Jahre DIAMETRALE Filmfestival – Nutzlos & Schön
Endlich ist es wieder soweit: Das Diametrale. Experimental Film Festival steht vor der Türe und feiert in diesem Jahr sogar sein 5 jähriges Bestehen – NUTZLOS & SCHÖN
Programmmäßig gibts in Innsbruck endlich mal wieder alles was das Weirdo-Herz begehrt:
▶ Wir zeigen u.a. Filme von Anna Biller, der Königin des feministischen Sexploitation Films (wer bei unserem letztjährigen Festival ihren Film „The Love Witch“ gesehen hat, weiß was läuft); Christoph Schlingensief, Quentin Dupieux (auch bekannt als „Mr. Oizo“) und viiielen mehr
▶ Wir feiern die Kinopremiere des Films „Epigonia“ von Peter Brandlmayr, Karl-Heinz Machat, Maurizio Nardo & Ekehardt Rainalter
▶ Wir freuen uns auf einen Team-Up-Abend mit dem fantastischen SLASH Filmfestival aus Wien
▶ Selbstverständlich gibt es auch wieder den allseitsbeliebten Porno-Abend mit sexpositiven Short-Films und dieses Mal einer Gesprächs-/ Diskussionsrunde mit der großartigen Paulita Pappel (Pornfilmfestival Berlin) & Lina Bembe (Arthouse Vienna)
▶ Es gibt Vorträge der klugen Menschen Georg Seeßlen & Olaf Möller (wow, evtl Block und Stift mitnehmen)
▶ Konzerte mit ALSO (Katharina Ernst & Martin Siewert) und Äffchen & Craigs (Stephan Roiss & Christoph Hehn)
▶ Eine Virtual-Reality Station und DJ-Action in der Lobby
… und evtl gibts noch ein paar zusätzliche Sperenzchen zu entdecken, die man jetzt aber noch nicht laut aussprechen darf
Es wird ein Fest

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Wichtiger Zwischenerfolg für die Innsbrucker Clubkultur

Ja wir freuen uns.

Wir freuen uns über die neue Anerkennung des Innsbrucker Nachtlebens.
Wir freuen uns, dass alle Parteien gemeinsam ein Ziel verfolgt und erfolgreich zusammengearbeitet haben.
Wir freuen uns, dass gestern ein Hilfspaket für die Clubkultur in unserer Region im Gemeinderat fixiert worden ist.
Und ganz besonders freuen wir uns darüber, dass wir Dejan Lukovic an unserer Seite hatten, der maßgeblich für diesen Erfolg auf politischer Ebene gesorgt hat.Die Details des Hilfspakets werden jetzt zusammen entwickelt und hoffentlich asap veröffentlicht.
#SaveClubCultur -
stadt_potenziale 2021: Kunst- und Kulturinnovationsförderung der Stadt Innsbruck
You know the drill: Aktuell gibt es wieder die Möglichkeit bei den „stadt_potenzialen“, dem Kunst- und Kulturinnovationsfördertopf der Stadt Innsbruck, Kulturprojekte einzureichen. Neu ist, dass alle Honorare auf „fair pay“ Basis laufen müssen. Das heißt: Beutet euch nicht selbst für Konzeption und Durchführung eurer Projekte aus, sondern berechnet euch angemessene Stundensätze; und beutet auch keine fürs Projekt engagierten Künstler:innen und sonstige Menschen dabei aus. Kultur ist Arbeit und Arbeit verdient Geld.
Thema ist wie immer Stadt und Stadtentwicklung im Allgemeinen sowie Innsbruck im Speziellen.
Deadline ist der 30. Juni 2021
Mehr Informationen gibts HIER
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Kunst- und Kulturveranstaltungen wieder möglich ab 19. Mai
Ab 19. Mai ist es soweit: Kunst- und Kulturveranstaltungen dürfen wieder unter Auflagen stattfinden. Alle Details zum Öffnungsplan, soweit uns bekannt – basierend auf den Informationen aus der Pressekonferenz und aus dem Kabinett von Staatssekretärin Andrea Mayer, mit dem wir dazu im kontinuierlichen Austausch stehen:
Personenobergrenze: für Veranstaltungen mit fix zugewiesenen Sitzplätzen gilt eine Auslastung von maximal 50%, gedeckelt mit max. 1.500 Personen bei Indoor-Veranstaltungen und max. 3.000 Personen bei Outdoor-Veranstaltungen
für Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze (z.B. Vernissagen) gilt max. 50 Personen sowohl im Innen- als auch Außenbereich
Mindestabstand: bei zugewiesenen Sitzplätzen muss mindestens ein freier Sitzplatz zwischen Besucher*innen-Gruppen sein (alte Regelung aus dem Vorjahr), ansonsten gilt 2 Meter Mindestabstand
FFP2-Maskenpflicht
Zutrittstests bzw. „Grüner Pass“, sobald dieser operativ ist (Nachweis, dass Besucher*in getestet, genesen oder geimpft ist), ist verpflichtend. Gültigkeit von Tests laut Medienberichten: PCR-Tests max. 72 Stunden, Antigentests 48 Stunden und Selbsttests mit digitaler Kontrolle 24 Stunden
Gastronomie: ist bei Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen zulässig, es gelten die Regeln der Gastronomie; bei Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze ist keine Gastronomie erlaubt;
Sperrstunde: 22 Uhr
Bewilligungspflicht: ab elf Personen sind Veranstaltungen anzeigepflichtig, ab 51 Personen braucht es einen Bewilligung durch die Gesundheitsbehörde
Die Rechtsgrundlage mit den weiteren Details soll mindestens zwei Wochen vor Inkrafttreten vorliegen, das wäre somit der 5. Mai. Weitergehende Öffnungen wurden ab 1. Juli in Aussicht gestellt.Achtung: Regional strengere Regelungen sind zulässig.
Damit wurden viele unserer Forderungen, die wir in die Beratung der Öffnungskommission eingebracht haben, aufgegriffen. Noch in Verhandlung und damit offen bleibt leider, ob Probentätigkeiten weiterhin nur zu „beruflichen Zwecken“ erlaubt sind oder ob alle, die an professionellen Proben mitwirken, teilnehmen können. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass letzteres ermöglicht wird. Ebenso offen sind Regelungen zu Vermittlungsangeboten im Schulkontext.
via
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Tag der offenen Clubs – Die Reportage
Am 20. März luden zahlreiche Innsbrucker Nachtkulturbetriebe dazu ein die Tanzflächen der Stadt in ungewohnt leerer Atmosphäre zu erleben. Auch wir waren mit dabei und super happy, endlich wieder nette Menschen in der p.m.k begrüßen zu können.
Danke an die Innsbruck Club Commission für die Organisation und an alle teilnehmenden Orte der Club- und Nachtkultur! Und ein großes extra-Danke an die Dachsbau-Crew für Ihr Engagement und das Herzblut, das sie in ihre Arbeit stecken!




